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Der König von Amerika
 
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Der König von Amerika [Gebundene Ausgabe]

Peter Stephan Jungk
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 360893202X
  • ISBN-13: 978-3608932027
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.290.336 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Stephan Jungk
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Neben den großen Präsidenten und Hollywoodstars gehört Walter Elias Disney zu den bekanntesten Persönlichkeiten Amerikas. In den USA selbst ist Disney Nationalheld. Mickey Mouse (1928), Donald Duck (1934), Pluto sowie Ahörnchen und Behörnchen sind seine beliebtesten Zeichentrickfiguren. Im Genre der Trickfilmgeschichte ist Disney einer der wichtigsten Gestalter. Mit Schneewittchen wurde er zum Urvater des farbigen Zeichentricks. Und in der ersten und bislang einzigen Disney-Biografie (1959) seiner Tochter Diane, gerät Vater Walt gar zum amerikanischen Überhelden.

In seinem autobiografischen Roman König von Amerika zeichnet Peter Stephan Jungk ein ganz anderes Bild von Disneys Persönlichkeit. Der wirtschaftliche Erfolg der Disney-Gruppe beruht auf dem Geschick seines Bruders Roy. Walt Disney dagegen ist bis ins hohe Alter ein "großer Junge" geblieben. Er hängt sentimental an seinen Jugenderinnerungen. "Disneyland" ist Walts Traum von seiner Kindheit in einer heilen Welt. Seine Ehe mit Lillian ist gescheitert. Disneys Geliebte ist Hazel, seine Krankenschwester. Politisch wird Disney bei Jungk zum Nationalisten. Er unterstützt den damals jungen Ronald Reagan im Wahlkampf. Disney steht für hartes Durchgreifen in Vietnam, ist Rassist, redet von "Negern", die in seinem Konzern höchstens als unterbezahlte Handlanger arbeiten dürfen.

Indem Peter Stephan Jungk den Mythos "Disney" demontiert, trifft er den aktuellen Trend der kritischen Disney-Rezeption an amerikanischen Universitäten. Gleichzeitig schafft er es jedoch, seinen Lesern auch eine sympathische Figur, die an ihre Träume glaubt, anzubieten.

Erzählt wird aus der Perspektive von Wilhelm Dantine, einem erfolgreichen Zeichner, der von Disney einst zu Unrecht entlassen wurde und nun auf Rache sinnt. Er begleitet Disney durch das Amerika der ausgehenden 50er- und 60er-Jahre. Jungk zeichnet dabei treffsicher das Porträt eines kleinstädtischen und introvertierten Landes. Und spannend ist das Ganze auch noch. Liest sich Jungks Roman doch fast wie ein Krimi, der seine Leser buchstäblich bis zum Schluss fesselt: Denn die Frage, was Dantine mit Disney im Schilde führt, bleibt bis zur letzten Seite offen.

Für alle Donaldisten, Mickey-Fans und Goofy-Anhänger ein Muss! Für Amerikanisten eine echte Alternative zu allem, was bislang zu diesem Thema erschienen ist. --Martin Kilgus

Kurzbeschreibung

Schon mit dreißig war er eine internationale Berühmtheit, Ruhm und Ehrungen fielen ihm zu wie wenigen anderen Zeitgenossen. Sein kleines Zeichenstudio war im Lauf der Jahre zu einer weltumspannenden Industrie geworden. Und als er 1966 starb, war er eine Legende, einer der letzten Groß-Moguln Hollywoods: Walt Disney.
Doch war dieser Mann, dessen Filme auch heute noch jedes Kind kennt, eine zwar charismatische, doch auch problematische Persönlichkeit. Peter Stephan Jungk erzählt die letzten sechs Wochen im Leben dieses Tycoons aus der Sicht eines der Zeichner von Disneys Märchenwelten. Er beginnt mit einem Besuch des mittlerweile berühmten Trickfilm-Stars in Marceline, dem Dorf seiner Kindheit. Er blendet zurück auf die dramatischsten Momente dieses Lebens; er erzählt von Disneys gesellschaftlichem und privaten Leben, seinem Fasziniertsein von der Mondlandung, seiner Sorge um die Zukunft der Disneyland-Parks. Und seiner Obsession, nach dem Tod eingefroren und eines Tages wieder belebt zu werden. Doch als die letzten Tage des Schöpfer von Bambi, Donald, Micky Maus und Pluto gekommen sind, ist alles anders als gedacht.
Dies ist das erste Buch, das die Licht- und Schattenseiten des "dunklen Prinzen von Hollywood" in einer spannenden Handlung darstellt. Ein biographischer Roman, der uns hinter die Kulissen der Traumindustrie blicken läßt, dessen König Disney war.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist eine gewagte Annäherung an das Phänomen Walt Disney. Als Roman getarnt kommt eigentlich eine Generalabrechnung und Demontage des amerikanischen Idols daher. Jungk verbindet die Fiktion des Zeichners Dantine (möglicherweise hat es den ja wirklich gegeben?) mit einem ziemlich heftigen Bedienen der Vorurteile und Klischees über das durchschnittliche amerikanische Landleben. Wer diese Menschen schon immer für hinterwäldlerisch, reaktionär und gefühlsduselig hielt, wird hier bedient.

Für mich als erklärten Fan Disneys und seiner Werke war es auch vor dem Buch schon klar, dass sich Walt Disney vor allem selbst mit den Federn seiner hervorragenden Trickfilmzeichner geschmückt hat.
Ansonsten war er jedoch ein Marketing-Genie und hat alleine dafür meine Bewunderng.
Das Buch ist gut geschrieben, liest sich zügig und durchaus spannend. Fast ist es ein wenig kurz geraten, mehr Informationen und angebliches Hintergrundwissen wären sicher noch dringewesen...

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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Romanautor Peter Stephan Jungk, sicherlich ein Disney-Fan, wollte den vorliegenden Biographien über Walt Disney keine weitere hinzufügen. So bleibt er seinem Genre treu und schreibt als Vorwort: "Der König von Amerika ist ein Roman. Zwar lassen sich zu einigen der Romanfiguren Entsprechungen finden, doch sind die Charaktere und Ereignisse dieses Buches durchweg Schöpfungen des Autors."

Doch manchmal ist in der Fiktion mehr Gehalt, als im realen Portrait. Erinnern wir uns an den Mozart-Film "Amadeus" von Milo¨ Forman: Da wurde der Musikklassiker zu einer Art Popstar, und vieles entsprach offensichtlich nicht recherchierten Fakten. Dennoch oder gerade deswegen schaffte es der Film, uns zu faszinieren und für das Phänomen Mozart neu zu interessieren. So geht es einem auch mit der Figur Walt Disney im vorliegenden Roman "Der König von Amerika". Und es gibt noch eine Parallele zum Film "Amadeus": War es dort Mozarts vermeintlicher Konkurrent Antonio Salieri, der der Fiktion den Spannungsbogen bis hin zum Mord an Mozart gab, so ist es hier im Roman der Zeichner Wilhelm Dantine, der aus seiner Sicht die Geschichte erzählt.

Wilhelm Dantine war von Walt Disney gekündigt worden und schwer gekränkt, verfolgt er seinen früheren Chef mit zunächst unklaren Motiven. Die Geschichte wird in einer Gefängniszelle niedergeschrieben, was auch auf einen kriminellen Zusammenhang hindeutet, der hier aber verschwiegen bleiben soll, um dem Leser die Spannung zu lassen. Auf diesem Hintergrund entwickelt Peter Stephan Jungk nicht nur sein Bild von Walt Disney, sondern ein weiteres Thema: Er karikiert treffsicher ein provinziell miefiges Bild der USA zu Beginn der 1960er Jahre.

Vor 25 Jahren sang Andre Heller: "Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist." Dies nahm sich Peter Stephan Jungk in seinem Roman "Der König von Amerika" auf seine Art zu Herzen, und so entsteht ein einmaliges Bild von Walt Disney, bei dem der Leser entscheidet, wie weit er es zur Realität werden lässt.

Wem Phantasie ein wichtiger Zugang zur Weltkonstruktion ist, der wird in diesem Roman auf spannende und ungewöhnliche Weise auf die Suche nach Walt Disney geschickt!
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses dilettantische Machwerk hätte nie zwischen zwei Buchdeckel geraten dürfen. Jungk verbindet altbekannte schmutzige Details über Walt Disney mit einer lachhaften Rahmenhandlung. Ein in Europa geborener Zeichner (klar: Europäer sind eh die besseren Menschen; sie durchschauen den amerikanischen Budenzauber im Nu), zudem Emigrant (soll auch automatisch Mitleid und Sympathie erzeugen) pflegt eine Haßliebe zu seinem Ex-Arbeitgeber Disney. Schmieriger Höhepunkt des Buches ist eine Art Happening auf Disneys Grundstück - es soll dramatisch wirken, ist aber hanebüchen und peinlich. Daß Disney durch so einen Heckmeck aus der Bahn geworfen worden wäre... völlig unmöglich. Jungk Mischmasch riecht nach kalkuliertem Effekt und Schreibe wie frisch von der Journalistenschule. Ein peinliches Buch, das zwar im renommierten Suhrkamp-Verlag erschienen ist, aber den Vergleich mit Dieter Bohlens literarischen Ergüssen nicht zu scheuen braucht.
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