Von Köln wird vieles gesagt. Sie sei eine Weltstadt, eine Stadt der Toleranz und Offenheit, der Gemütlichkeit, der Korruption und des Klüngels. Der Schwulen. Das Zentrum des Rheinlands mit dem Karneval und der Heiterkeit und der Unbeschwertheit und der Oberflächlichkeit des Rheinlandes. Und eine schmuddelige Stadt.
Hanns Dieter Hüsch kommt aus Moers am Niederrhein.
Und ist nach Köln gezogen.
Und kümmert sich nicht um das ganze Spiel,
sondern läuft in der Stadt herum
und erzählt von den Orten und Plätzen und Winkeln der Stadt und den Menschen, die darin wohnen.
Hanns Dieter Hüsch eben.
Wer hier einen Stadtführer erwartet, wird enttäuscht sein, nicht eine einzige Restaurantadresse steht hier drin. Wer ein differenziertes Urteil mit Hin- und Herwägen erwartet, der wird auch enttäuscht sein von dieser ...naja... Liebeserklärung.
Wer dagegem Hanns Dieter Hüsch schätzt und vielleicht auch schon mal in Köln war, wird dieses reich bebilderte, fast schon lyrische Buch schön finden und sehr viel von dieser Stadt hören.
Dieses Buch wurde 1992 geschrieben, das ist schon 10 Jahre her.
Aber noch heute gibt es im Innenhof zur Kirche Groß St. Martin in der Altstadt ein kleines Klingelschild mit dem Namen "Hüsch".