Auf der Buchrückseite werden Stephan Pörtners Köbi-Romane als urbane Heimatromane bezeichnet und mit Sven Regeners Lehmann-Romanen verglichen. Dieser Vergleich ist nicht ganz abwegig, denn Pörtner beschreibt sehr genau und authentisch verschiedene Subkulturen (Kreis 4, Haschladen) in Zürich.
Jakob Robert alias Köbi hält sich gerade in Spanien auf, als er ganz zufällig auf einen Kollegen aus alten Zeiten (den bewegten Zeiten um 1980/81) trifft. Dieser will, dass er ihn nach Zürich begleitet, da er Kontakt zu seiner Tochter sucht, die ihn nicht kennt und ihn für tot hält. Damit beginnen erst die Probleme.
Stephan Pörtners Köbi-Romane werden immer besser. Der dritte war schon gut, aber der vierte ist noch besser. Die Krimihandlung dient vor allem als Vehikel, um das Leben in Zürich zu beschreiben. Zudem ist Pörtners lockerer Schreibstil sehr gut. "Köbi Santiago" bietet somit sehr viel Lesespass.