Die technischen Dinge und die Vorzüge dieses und anderer Hochdruckreiniger der Fa. Kärcher sind in vielen anderen Kritiken schon gebührend gewürdigt worden. Hier ein paar Dinge, die dem auffallen, der noch nie mit einem Kärcher gearbeitet hat.
-- Da ist zum einen die Fehlannahme, das Gerät würde das Wasser "ansaugen", so dass man es, natürlich mit einem vorgeschalteten Filter, auch aus der Regentonne oder zur Not, an entlegenen Orten, auch aus einem großen Wassereimer nehmen könnte. Der Kärcher verlangt einen Wasseranschluss via Gartenschlauch von der Leitung, also dass das Wasser unter mäßigem Druck zugeführt wird. Wahrscheinlich tut es auch, beim gefilterten Wasser aus der Regentonne, eine Pumpe; aber das habe ich nicht ausprobiert.
-- Den einen Punkt Abzug gebe ich, weil der Rohrreinigngsschlauch, den ich im Bundle mitgekauft habe und der ein Grund für die Anschaffung des Geräts war, bei mir nicht, und zwar in keinem Fall, funktioniert. Dass das bei etwas dünneren Rohren (so um die 5 cm) nicht geht, hätte ich rausfinden können, wenn ich genauer hingeschaut hätte. (Darum nur 1 Punkt Abzug.) Dass der Schlauch sich aber nicht mal bei einer Toilettenspülung durch das S-Knie der Toilette schieben ließ, ist schlicht nicht zu verstehen. (Darum 1 Punkt Abzug.) Mehrere Versuche. Und das lag nicht an der Verstopfung des Rohrs; die war schon vorher mit der Spirale beseitigt worden.
-- Und jetzt zum Positiven: Die Reinigungsmöglichkeiten des Kärcher sind erstaunlich. Vor allem beeindruckend. Vermooste, rauhe Steinplatten sehen nach einer Behandlung beinahe aus wie frisch verlegt.
Tja, das war's. Also zusammenfassend: Zum Reinigen von nicht zu empfindlichen Oberflächen, auch Fahrrädern usw., eine tolle Sache. Der Druck auf der Oberfläche wird rasch und intuitiv durch die wechselnde Entfernung der Düse zum Material reguliert. Für's Rohrreinigen bei dünneren und mitteldicken Rohren und vor allem bei U- und -S-förmigen Rohrbiegungen: unbrauchbar.