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Kälteschlaf: Island-Krimi
 
 
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Kälteschlaf: Island-Krimi [Gebundene Ausgabe]

Arnaldur Indriðason , Coletta Bürling
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1 (11. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 378572361X
  • ISBN-13: 978-3785723616
  • Originaltitel: Harðskafi
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 115.174 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arnaldur Indriðason
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird. Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis ┤ Kommissar Erlendur ermittelt in seinem achten Fall. Ausgezeichnet mit dem isländischen Krimipreis "Blóðdropinn"

Über den Autor

Der preisgekrönte Schriftsteller Arnaldur Indriðason, geboren 1961, war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung. Heute lebt er als freier Autor in Reykjavik.Coletta Bürling ist die langjährige ehemalige Leiterin des Goethe-Instituts Reykjavik. Seit dessen Schließung übersetzte sie bereits zahlreiche Werke aus dem Isländischen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Etwas aus der Reihe gefallen, 21. August 2009
Von 
Manfred Küper "Manf" (Kranenburg, Niederrhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kälteschlaf: Island-Krimi (Gebundene Ausgabe)
Wer die ersten 7 Erlendur-Krimis von Arnaldur Indridason gelesen hat, wird schnell feststellen, dass dieser 8. Band etwas aus der Reihe fällt: Diesmal gilt es nicht, einen offensichtlichen Mordfall zu untersuchen, vielmehr scheinen alle Indizien eindeutig auf einen Selbstmord zu deuten, dessen Untersuchung nicht mehr als polizeiliche Routine ist.

Nur einer stutzt: Erlendur zweifelt am Ergebnis der Untersuchung und ermittelt gegen den Willen seiner Kollegen auf eigene Faust. Was dabei zu Tage tritt, erscheint ungeheuerlich: Der sogenannte Kälteschlaf scheint die Lösung für diejenigen zu sein, die sich nach dem Erleben des eigenen Todes sehnen, um nach dem absichtlich herbeigeführten Herzstillstand wiederbelebt zu werden. Aber die Neugier nach diesem Nahtoderlebnis hat seinen Preis: Gelegenheit schafft Verbrechen.

Dieser Roman kommt stiller daher als seine Vorgänger. Er hat durchaus hat seine atmosphärischen Stärken und Islandfreunde kommen wieder auf ihre Kosten. Die Sprache ist wie gewohnt einfach und läd zum stundenlangen Schmökern ein. Im persönlichen Umfeld Erlendurs bleiben Änderungen allerdings aus. Exfrau und Kinder bleiben blass und bringen die Handlung nicht sonderlich voran.

Für Indridason-Fans ein Muss, für Neulinge seien zunächst die älteren Romane empfohlen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Subjektives Unbehagen, eingeschränkte Kaufempfehlung, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Kälteschlaf: Island-Krimi (Gebundene Ausgabe)
Es ist unangenehm, an einem Buch herumzumäkeln, dass offenbar das große Gefallen der meisten seiner Leser gefunden hat. Dennoch möchte ich mein persönliches Unbehagen bei der Lektüre in Worte fassen - nicht, um mir damit ein generelles Urteil über "Kälteschlaf" anzumaßen, sondern um anderen Amazon-Kunden bei ihrer Kaufentscheidung hilfreich zur Seite zu stehen. Letztlich sind mit mehrere Dinge störend aufgefallen:

- Der Verlag hat sich für eine vergleichsweise große Schrifttype entschieden, die 380 Buchseiten sind daher verhältnismäßig spärlich gefüllt. Das erhöht vielleicht die Lesbarkeit, doch andernorts bekommt man mehr Buch fürs Geld.

- Die Sprache des Kriminalromans ist extrem schlicht und nüchtern gehalten. Es dominieren kurze, schnörkellose Sätze. Das erzeugt auf der einen Seite tatsächlich eine skandinavisch-klare Atmosphäre. Für mein Stilempfinden wirkten gerade die Dialoge eher kalt und holzschnittartig. Es ist eben ganz einfach eine Geschmackssache.

- Die Übersetzung hat mir nicht in allen Passagen gefallen. Größtes Manko war meines Erachtens die Entscheidung, Personen grundsätzlich in der zweiten Person anzusprechen. Das ein Kriminalpolizist von jedem x-Beliebigen gleich vertraulich geduzt wird, wirkt für den deutschen Leser zumindest irritierend. Die Mehrzahl der Übersetzungen aus dem englischen und skandinavischen Sprachraum passen sich hier den Hörgewohnheiten ihrer Leserschaft an. Auch dies: Geschmackssache.

- Der Fall entwickelt sich sehr stringent und linear, echte Überraschungsmomente gehören nicht zum Konzept des Krimis. Es spielt vielmehr auf der Klaviatur der subtilen Zwischentöne. Das muss man mögen.

- Nicht ganz befriedigt lässt das Ende. Nicht nur, was die Überführung der Täter betrifft. Auch logisch scheint mir die Rechnung nicht völlig aufzugehen, insofern nach einem fein gesponnenen Komplott am Ende doch jemand Hand anlegen muss. Mehr zu sagen hieße jedoch, zu viel verraten.

- Die Haupthandlung wird von zwei Erzählsträngen begleitet, die in die Vergangenheit des Ermittlers zurückführen. Wer "Kälteschlaf" als erstes Buch der Reihe liest, wird womöglich wenig Bezug zur geschilderten Konstellation finden.

Die genannten Punkte müssen keinesfalls vom Kauf abhalten. Aber sie sollten auf bestimmte Eigenheiten des Buches hinweisen. Wer einen packenden Thriller oder ein literarische Meisterleistung sucht, ist hier schlecht bedient. Wer aber Interesse an der Grundthematik mitbringt, dem möchte ich mit aller Vorsicht doch eine Kaufempfehlung aussprechen.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Über das Finden und Loslassen, 16. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Kälteschlaf: Island-Krimi (Gebundene Ausgabe)
In "Kälteschlaf" bekommt Erlendur einen Selbstmord auf den Schreibtisch, der aber keinerlei Anlass zu weiteren Ermittlungen gibt. Trotzdem wecken die Personen im Umfeld der aus dem Leben geschiedenen Frau seine Neugier und er recherchiert auf eigene Faust weiter.

Dazu beschäftigt ihn ein Jahrzehnte zurückliegender Fall. Ein Junge verschwand ungeklärt und der im Sterben liegende Vater wünscht sich vor seinem Tod vor allem Gewissheit über das Schicksal seines Sohnes. Trotz der geringen Aussichten rollt Erlendur zusätzlich diesen alten Fall auf - und stösst auf neue Informationen.

Wie in seinen anderen Romanen betont Indriðason mehr das Umfeld und die Figuren als die Handlung, welche stellenweise etwas konstruiert erscheint. Die Geschichte lebt mehr von der Art und Weise, wie Menschen ihre Konflikte mit der Vergangenheit austragen und ihren Frieden finden - darunter auch Erlendur selbst. Indriðason verleiht den Personen auf eine subtile Weise ein besonderes Mass an Tiefe und Glaubwürdigkeit.

"Kälteschlaf" ist daher nicht unbedingt ein Krimi in Reinkultur, aber einmal mehr ein lesenswerter Ausflug in das Leben am Polarkreis.

Insgesamt 4 Sterne, da ich die Handlung stellenweise als etwas weit hergeholt empfinde. Ansonsten sehr empfehlenswert.
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