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In Deutschland gibt’s das selten: Dass eine Gruppe beschließt, Pop zu machen, aus sich selbst heraus, aus eigenem Antrieb: Weil es sich richtig anfühlt. “Pop all the way”, haben Frida Gold dazu mal gesagt.
Was das bedeutet: Weder ist es Pop als komplett durchkalkuliertes Showbiz, mit Songs aus internationalen Track-Datenbanken, die mit Marketing-Ballyhoo als “auf den Leib geschneidert” umdeklariert werden. Noch ist es Pop als rosenzüchterhafte Liebhaberei, mit Klängen, die aus ultrageschmackvollen Plattensammlungen herauskompiliert werden, bis kein eigener Ausdruck mehr zu spüren ist.
Nein, Frida Gold machen Pop, gerade weil sie wissen, dass sie ihre Gefühle am besten in der Unmittelbarkeit einer großen Melodie ausdrücken können; dass ein Vierminutenpopsong diese Gefühle auf den Punkt bringt; dass ein Refrain das Entscheidende so oft wiederholt, wie man es in Momenten des Zweifels selbst tut, wenn man für sich eine Lösung gefunden hat. Und wenn es dann gelungen ist (und es gelingt Frida Gold oft), dann kann man sich hineinstürzen in das Glück, das Tanzen, ja, in dieses ganz besondere Glitzern des Pop - das Gold im Bandnamen, das Album heißt “Juwel”.
Wer bildet diese Band? Sängerin Alina und Gitarrist Julian kennen sich schon eine halbe Ewigkeit, Alina und Bassist Andi waren ein Paar, als sie die meisten Songs für “Juwel” gemeinsam schrieben, und Schlagzeuger Tommi ist ein Freund aus der ja nicht unüberschaubaren Musikszene des Ruhrgebiets. So wie sie seit Anfang 2009 zusammen erarbeitet haben, was sie als Frida Gold unter Pop verstehen, was sie damit erreichen wollen - das kennt man so vielleicht eher von englischen Bands.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebe auf den zweiten Blick,
Von
Rezension bezieht sich auf: Juwel (Audio CD)
Durch ihre ersten beiden Singles "Zeig mir wie du tanzt" und vor allem "Wovon sollen wir träumen" ließen Frida Gold aufhorchen. Das Besondere: Feinster, tanzbarer Elekropop, der sich aber nicht auf den Beats ausruht, sondern noch zu überraschend tiefsinnigen Texten fähig ist.Das Album dazu wirkte beim ersten Hören noch längst nicht so ausgegoren wie die Singles. Am Stück gehört wirkte der fast ausschließlich synthetische Sound zwar markant und ausgefeilt, aber auch ein wenig seelenlos. Dies passiert aber nur, wenn man die CD nebenher laufen lässt ohne genau zuzuhören, denn bei mehrfachem Hören stellt man fest, dass dieses Album erstaunlich viel Substanz hat. Hat die Musik schon viel zu bieten, so nutzen Frida Gold die Texte als Sprachrohr eines ganzen Jugendgefühls in allen Facetten. Das Ganze mag dann zwar lyrisch nicht so intellektuell wie Wir sind Helden und Konsorten daherkommen, aber auch nicht so banal wie Silbermond. Die Lieder von Frida Gold klingen eher wie aus dem Bauch geschrieben, das ändert aber nichts an der Aussagekraft ihrer Songs. Durch eine glasklare Stimme und erstklassige Arrangements verdedelt legen Frida Gold mit "Juwel" also ein Debut hin, dass sich durchaus hören lassen kann. Kleinere Lückenfüller verzeiht man da gern - das Album macht Lust auf viel, viel mehr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Juwelen aus deutschen Landen....,
Von
Rezension bezieht sich auf: Juwel (Audio CD)
Vollkommen geflasht bin ich...eigentlich zufällig, denn das Album habe ich mir eigentlich eher aus reiner Neugierde gekauft, denn "Zeig mir wie du tanzt" ist zwar ein guter Song fürs Radio, aber eigentlich für mich nichts besonderes. Im Gegensatz zum Album, da reiht sich ab dem Opener ein Juwel an den anderen."Wovon sollen wir träumen?" mit Harmonica und tanzbaren Beats hat es mir besonders angetan, echt großer Ohrwurm. Auch "Meine Liebe ist aus Gold" ist schwer tanzbar, elektronisch und besitzt einen unwiderstehlichen Refrain. "Verständlich sein" kommt so frisch und frei rüber, dass man es richtig fühlt, so wie es im Text gesungen wird. "Undercover" ist so schön poppig und fröhlich, genau richtig für den beginnenden Frühling. "Aufgewacht" ist dagegen eine Electroballade mit super Bass. "Cold hearted baby" beschließt das vorwiegend auf Deutsch gesungene Electropop Album mit knackig rockiger Strophe und melodischem Refrain. Einfach gut. Insgesamt gibt es echt gute Effekte, tolle Melodien, eine echt gute Stimme und gelungene deutsche Texte, die ab und an durch englische Parts abgerundet werden. Also, für mich könnte so die Zukunft des deutschen Pops aussehen: melodiös, tanzbar, knackig, frisch und einfach gut! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Best New German Band- Amazing,
Von
Rezension bezieht sich auf: Juwel (Audio CD)
Frida Gold's "Juwel" is quite an appropriate name for their debut album because they as a band, are a rare gem to come out of Germany. Their music is such a nice blend of beautiful pop melodies and electronic beats. Where Frida Gold rises above other electro-pop bands is the minimal use of voice altering effects. There is no auto-tune in the entire album! I also really appreciate that they write and perform in their native tongue- German.The beautiful lead vocalist has an equally beautiful voice and charm. I haven't been in love with a German album or band in a long time. "Juwel" took a really long time to be released but the love, struggles and effort that went into making it is very evident. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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