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Justine oder Die Leiden der Tugend. Roman aus dem Jahre 1797.
 
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Justine oder Die Leiden der Tugend. Roman aus dem Jahre 1797. [Broschiert]

Donatien A. Fr. Marquis Sade
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Produktinformation

  • Broschiert: 571 Seiten
  • Verlag: Insel, Frankfurt (1997)
  • ISBN-10: 3458336605
  • ISBN-13: 978-3458336600
  • Größe und/oder Gewicht: 16,4 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.119.715 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Donatien Alphonse François de Sade
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zwei Schwestern, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten: Juliette und Justine. Während die eine sich dem Laster hingibt, bemüht sich die andere, ein sittsames Leben zu führen - und muss schmerzhaft erfahren, dass im Leben wie in der Natur stets der Stärkere über den Schwächeren triumphiert... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Das berühmte Hauptwerk des berüchtigten Marquis de Sade. Justine oder Vom Missgeschick der Tugend ist ein Thesenroman. Anhand der Schicksale der beiden ungleichen Schwestern Justine und Juliette, die völlig auf sich gestellt ihren Weg durch die Welt finden müssen, sucht der Roman die Falschheit traditioneller Moralvorstellungen nachzuweisen und setzt sich kritisch mit den Ideen der Aufklärung auseinander. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe mittlerweile insgesamt drei Werke de Sades gelesen. Und ich kann denjenigen, die ein Werk de Sades lesen wollen, nur empfehlen, mit diesem zu beginnen. Es ist ein verhältnismäßig "harmloser" Roman, welcher an mancher Stelle noch einigermaßen erotische Passagen enthält.

De Sade ist bekannt für seine äußerst detailreichen Schilderungen der sexuellen Handlungen, doch sei hier eine seiner bekannten Neigungen als Warnung angebracht: Er verachtete den Mord aus niederem Grund, lobpreiste jedoch den Mord aus sexueller Lust. Und in diese Richtung stark tendierend, ist diese Lektüre somit nichts für empfindsame Nerven und auch denjenigen, die nur nach einem erotischen Kick (normaler sexueller Neigungen) aus sind, sei von diesem Buch abzuraten.

Das Werk selbst ist hervorragend geschrieben. Man erhält Einblick in die Phantasien de Sades, die aber in seinen anderen Werken noch deutlicher, ja drastischer und grausamer zur Geltung kommen.

Fazit: Ein Buch, dass man gelesen haben sollte.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eines vorneweg: "Justine" ist genausoviel oder -wenig "Pornographie" wie Henry Miller's viel späteres "Opus Pistorum". In mancher Hinsicht damit vergleichbar, jedoch um vieles ehrlicher als "Müllers Werk". Während es Miller laut eigener Aussage vor allem um's Geldverdienen ging, liegen de Sade's Beweggründe tiefer: Ein Mann, der 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, verzweifelt entweder an der Gesellschaft, die ihn dorthin verbannt hat, er verändert sie (wenn er kann) oder er entflieht ihr in seine Phantasien und schreibt diese nieder, wenn er es nicht kann. De Sades Schriften jedenfalls haben überdauert. So wenig es im Leben de Sades "Gerechtigkeit" gegeben hat, so wenig von ihr ist auch in diesem Roman vorhanden. Das Gute im Menschen wird darin nicht belohnt - im Gegenteil: die verdorbenen "Bösen" besiegen und demütigen die "Guten"; und zwar ungestraft (und dazu anschaulich bis erregend geschildert). Je verkommener ein Charakter dem Leser anfangs erscheint, desto bereicherter und befriedigter geht er am Ende aus den Geschehnissen hervor. Die guten Charaktere bleiben sämtlich auf der Strecke (tot, geschändet, verstümmelt). Der Erzähler bleibt auf beinahe ironischer Distanz; das erinnert mich persönlich positiv an Burgess' "A Clockwork Orange" (Heyne TB). Wer allerdings einen feingeistigen Abscheu gegen Körpersubstanzen wie Blut oder Kot hegt, oder gegen anschauliche Schilderungen der Vorgänge, durch die man sie ans Tageslicht befördern kann, der spart sich auch nach über zweihundert Jahren besser den Kaufpreis. Fazit: Ein bitterböses und trotzdem zuweilen tröstliches Stück Literatur, von dem Weicheier lieber die Finger lassen sollten. Und, liebe Kinder: nicht zu Hause nachmachen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Starkes Werk 17. März 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In "Mißgeschick der Tugend" erzählt De Sade eine Geschichte vergleichbar mit dem des "Neuen Testaments". Wie Jesus erfährt seine Heilige Justine für ihren tugentsamen, gottesfürchtigen und selbstlosen Dienst an ihren Nächsten Bosheit, Verfolgung und zum Schluß den Tod. Dabei steigert sie sich mit der Grausamkeit ihrer Schänder in ein Ideotie der Selbstverleugnung hinein, die nur kurz vor ihrem Tod, wie bei Jesus mit den Worten "Mein Gott warum hast du mich verlassen?", von ihrer Einsicht, daß Güte in der Welt in der sie lebt, einzig mit Niedertracht und Gemeinheit vergolten wird, erhellt wird.

Anders als z.B. in De Sades "Schule der Ausschweifung" kommt den Gewaltausbrüchen der Protagonisten in diesem Buch jedoch weniger Bedeutung zu. Vielmehr bilden deren umfassenden, philosophischen Erklärungen, die sie zur Rechtfertigung ihrer egoistischen Handlungen heranziehen, das Herzstück der "Justin".

Bei aller Kritik an einigen brutalen Szenen des Buches, die den moralischen Feingefühl so manches Lesers entgegenlaufen könnten, halte ich die meisten Betrachtungen der vielen Deliquenten in De Sades Welt für absolut plausibel und deren Schlußfolgerungen für gerechtfertigt.

Es steht jedoch zu guter letzt dem mündigen Leser zur Entscheigung, ob die absolut freie Welt des Herrn De Sade auch die seinige ist, oder auch nicht!
In jedem Fall lesentwert!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Absolut lesenswert!
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis vor einigen Tagen den Marquis gar nicht kannte. Durch Zufall bin ich auf seinen Namen gestoßen und dadurch auf seine... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Ein Kunde veröffentlicht
Humoristisch wertvoll.
Justine ist - von der dürftigen Handlung und vom ebenfalls dürftigen Stil des Romans abgesehen - ein Buch mit philosophischen Ansätzen, die unzureichend... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Magda veröffentlicht
sehr zufrieden
Mit der Lieferung und dem Produkt bin ich sehr zufrieden, das Buch ka schnell an und ist in einem einwandfreien Zustand! Immer wieder gerne!
Vor 20 Monaten von S. Möller veröffentlicht
Realität oder Phantasie?
Wie bei allen Schriften des Sades frage ich mich, wo liegt hier die Grenze zwischen Realität und Phantasie? Was hat er selbst erlebt oder sich ausgedacht? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2010 von Brigitte Deininger
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Veröffentlicht am 29. Oktober 2009 von Feuerstein
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Veröffentlicht am 19. Juni 2009 von Sandra Elfe
Bewegend und essentiell
Justine oder vom Mißgeschick der Tugend ist sicherlich eines der besten Bücher de Sades. Justine, eine durch und durch tugendhafte Person, immer auf den Nächsten... Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 10. April 2008 von KATHARINA KLAGES
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