Wer die Mad Caddies nicht kennt, nur sieht dass sie beim NoFX-Label Fat Wreck Chords sind und diese CD in den Player schiebt, wird erstmal geschockt sein: "Und das soll eine Punkrock-Band sein?", wird diese Person sich denken, wenn der gefühlvolle Reggae-Schunkler "Drinking for 11" aus den Boxen schallt. Aber dann wird mit "Contraband" in knapp 1:20 erstmal ordentlich in den Hintern getreten, bevor die irrwitzige Slalomfahrt durch die Musikstile wirklich losgeht.
Die Mad Caddies schaffen es wie keine zweite Band, die Grenzen des Punkrock zu sprengen und alles einzubauen, was ihnen gefällt. Allein der unglaubliche Bläsersatz in jedem Song sorgt für Abwechslung pur. Mal schneller, mal langsamer, mal laut und krachend, mal "laid back", alles klingt wie aus einem Guss und macht unglaublich viel Spaß und gute Laune. Ganz vorn dabei auf diesem Album sind "Leavin'", welches stark Dixieland-mäßig daherkommt und jede Tanzfläche in jedem guten Club füllt, dann noch das sehr groovige "Spare Change", vorher erwähntes "Drinkin' for 11" (vielleicht das schönste Liebeslied einer Punkrock-Band aller Zeiten) und das latin-artige Titelstück "Just one more" mit spanischem Refrain.
Aber auch lieder wie "Wet Dog", "Game Show" oder "Day by Day" sind jedem Fan punkiger Rockmusik bedenkenlos zu empfehlen. "Just one more" ist ohne Frage eines der besten Punk/Ska/Reggae/was auch immer-Alben des neuen Jahrtausends und es gibt wirklich keinen logischen Grund, warum es nicht auch bei deiner Party die Leute zum tanzen bringt.