"I'll never return" - das sind letzte Worte, die endgültig klingen. Die das unwiderrufliche Ende bedeuten. Und so traurig es auch ist: Grandaddy gibt's nicht mehr. Denn mit diesen letzten Worten beendet die Band das Album "Just Like The Fambly Cat" und schließt damit auch das letzte Kapitel ihres Buches. Schade.
Als einer der Hauptgründe für das Aus wird die mangelnde Rentabilität des Projekts Grandaddy genannt. Was weiter zum Ende der Band führte, erfährt man, wenn man den Texten auf "Just Like The Fambly Cat" ganz genau lauscht oder bewusst etwas in die Songs hineininterpretiert. "Rear view mirror" könnte man so deuten, als das Bandchef Jason Lytle in seinem unbeständigen Musikerleben ständig die Sachen verpasst, die seine "ganz normalen Freunde" erleben. "(Don't wanna live life looking through a) Rear view mirror" singt er im Refrain. Vielleicht will Lytle aber auch einfach nur mehr Zeit für sich und sein Leben haben. Die Zeile "You don't have to be alone anymore, that really ain't no way to live" in "Campershell dreams" ließe sich so deuten. Wenn jemand Sätze wie "My friends are home indoors, reading bout me, feeling sorry for the guy who tried" (aus "Guide down denied") singt, dürfte spätestens dem letzten klar werden: Hier ist jemand gescheitert. Wie satt Lytle die Arbeit als Musiker hat, erklärt er in "Elevate myself" mit Zeilen wie "I don't wanna work all night and day on writing songs [...] or playing little solos on the keyboard."
An allen Ecken und Enden auf diesem Abschiedsalbum steckt der Frust über das Verpasste. Eigentlich müsste Moll die vorherrschende Tonart sein. Doch seine Lyrics verpackt Lytle in wundervolle Indie-Pop-Perlen wie "Summer...it's gone", "Rear view mirror", "Disconnecty" oder "This is how it always starts". Grandaddy ist tot. Und die "Fambly Cat" auch. Denn genau das ist es, was mit der Katze passierte: sie starb. Danke für die schöne Zeit.