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Die Jury / Die Kammer. Zwei große Romane
 
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Die Jury / Die Kammer. Zwei große Romane [Taschenbuch]

John Grisham
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1291 Seiten
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453199286
  • ISBN-13: 978-3453199286
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,4 x 5,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 977.165 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zwei seiner großen Thriller: John Grisham, selbst Rechtsanwalt und Kenner der Gerichtsszene, enthüllt bestürzend realistisch, wie Recht praktiziert wird. Sam Cayhall ("Die Kammer") sitzt im Hochsicherheitstrakt des Staatsgefängnisses von Mississippi in hoffnungsloser Lage; und Carl Lee Hailey übt in "Die Jury" Selbstjustiz.

Über den Autor

John Grisham wurde am 8. Februar 1955 in Jonesboro, Arkansas, geboren, studierte in Mississippi und ließ sich 1981 als Anwalt nieder. Der aufsehenerregende Fall einer vergewaltigten Minderjährigen brachte ihm zum Schreiben. In Früh- und Nachtschichten wurde daraus sein erster Thriller, 'Die Jury', der in einem kleinen, unabhängigen Verlag erschien, der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nach eingehender Lektüre des Romans und dem Anschauen der Verfilmung entschließe ich mich zu einer Rezension dieses thematisch nicht einfachen Buches.

Die Story ist rasch erzählt: Schwarzer Vater erschießt weiße Vergewaltiger seiner Tochter, wird (im Süden der USA) angeklagt und mit der Hilfe eines jungen, idealistischen weißen Anwalts freigesprochen.

Klingt nach Klischees à la Hollywood?

Das dachte ich auch. Und ehrlichgesagt, ich fand die Handlung und die Darstellung der Charaktere zuweilen hart an der Grenze zur Stereotypisierung und Reproduktion hollywood'scher Schablonen, dennoch lohnt sich die Lektüre des Romans. Der Ausgang des Prozesses erfüllt zwar die Postulate der "poetic justice" ("Der/das Gute siegt!"), doch erscheint er mir recht unglaubwürdig und eher als Wunschdenken denn harte Realität im konservativen, nicht ganz vorurteilsfreien Süden der USA.

Es ist ohne Frage eines der fesselndsten Werke Grishams, in dem sein Anliegen klar zum Ausdruck gebracht wird. Aber welches Anliegen überhaupt???

Ich meine, dass der Roman den Leser auf eine gefährliche Reise führt und verführt - nämlich die der Billigung von Gewalt und Selbstjustiz. Ich bin nicht so naiv zu denken, dass sich die Gewalt und Probleme der Welt mit blauäugigem Pazifismus und Jesus-Sprüchen lösen lassen, dennoch ertappte ich mich dabei, wie befriedigend und gerechtfertigt ich es fand, dass z.B. der schwarze Police Chief einem weißen Bombenleger mit seinem Knüppel die Knochen bricht (= foltert), um aus ihm Infos herauszudreschen. Oder dass ich die - juristisch gesehen - Ermordung der weißen Vergewaltiger und Rassisten durch den Vater mit innerem Applaus billigte (bin selbst Vater zweier Kinder und wüsste wirklich nicht, wie ich in diesem Falle handeln würde). Darin liegt die Verführung des Romans, damit spielt der Autor mit der Verführbarkeit des innerlich aufgewühlten Lesers! Grisham spricht die Emotionen an (ist im Grunde m.E. für ein Buch legitim), reflektiert wird nach vollendeten Tatsachen.

Man kann Grisham vielleicht vorwerfen, dass er sehr simplistisch arbeitet, dennoch bin ich mir bewusst (und das rechne ich dem Autor positiv an), dass ein aufgeklärter, rational denkender Abendländer oft emotional berührt werden muss, um zum Handeln und echten Verständnis für die Opfer bewegt zu werden. Z.B. weiß jeder Jugendliche in Deutschland, dass Millionen von Juden unter Hitler umgekommen sind, jedoch berührt sie das Schicksal der Anne Frank mehr als alle statistischen Zählungen. Ich weiß, dass Vergleiche mit dem Dritten Reich nie aangemessen sind, aber ich möchte nur eine Analogie aufzeigen.

Ergo muss jeder Leser das Buch für sich selbst entdecken, dennoch muss man sich bewusst machen, mit welcher Brutalität und Gewalt Gewalt und Brutalität begegnet wird. Der Leser verlässt dabei leicht die Rolle des Beobachters und begibt sich in die des heimlichen billigenden Unterstützers.

Letztendlich muss ich diesem Werk eine Empfehlung aussprechen - mit einem Stern Abzug für die zuweilen fragwürdige unterschwellige Sicht der Gerechtigkeit, die das Buch transportiert.

Hoffe, dass dies hilfreich war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die zehnjährige, dunkelhäutige Tonya Hailey wird von den zwei Weißen James Willard und Billy Cobb erniedrigend mißhandelt und vergewaltigt; sie überlebt die Torturen schwer gezeichnet. Da die Täter sogar mit ihrer Tat noch prahlen, dauert es nicht lange bis zu ihrer Ergreifung und zum Prozess. Carl Lee Hailey, Vater der kleinen Tonya, nimmt die Sachen in die eigene Hand. Er besorgt sich eine Waffe von einem Freund, versteckt sich im Gerichtshaus und wartet bis die beiden Vergewaltiger vom Gerichtssaal zurück ins Gefängnis geführt werden. Mit dem Maschinengewehr schießt er wild um sich, beide Vergewaltiger sind tot. Nun wird ihm der Prozess gemacht - kann sein Freund und Anwalt Tyler Brigance Carl Lee ihn vor der Strafe schützen?

Die Story reißt den Leser mit. Mat hat Sympathien für den wüten Vater, der Gerechtigkeit sucht - auf der anderen Seite gibt es Regeln, an die sich jeder zu halten hat. Wo käme man hin, wenn jeder die Sachen in die eigene Hand näme?
Dieser spannende Konflikt zieht sich durch das ganze Buch. Die Konstellation, dass ein Duneklhäutiger zwei Weiße ermordet hat, hetzt die Weiße und Dunkelhäutige aufeinander auf. Die National Association for the Advancement of Colored People, NAACP, versucht sich einzumißen, eine Divison Ku-Klux-Klan bildet sich im kleinen Clanton.

Das erste Grisham-Buch bietet einen tollen Einblick in das amerikanische Rechtssystem und wirft schwierige Gewissenskonflikte auf. Die neuen Grishams wie der Anwalt sind schneller, spannender - aber auch oberflächlicher. Von mir gibt es für dieses interessante Buch vier Sterne.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mit "Die Jury" (im englischen Original "A Time To Kill") gelang John Grisham der Thriller, den ich als seinen Allerbesten bezeichnen würde. Grisham erzählt die Geschichte eines zehnjährigen schwarzen Mädchens, das von zwei Weißen brutal mißhandelt und vergewaltigt wird. Der Vater des Mädchens erschießt die beiden Täter noch im Gerichtssaal. Der junge Anwalt Jake Brigance übernimmt die Verteidigung des Mannes. Richter und Staatsanwalt sind weiß, die Jury gemischt, der Täter ist schwarz. Grisham schildert eindringlich, spannend und fundiert den Prozeß, das Bemühen um die Wahrheitsfindung - war es Gerechtigkeit oder eiskalte Rache. Im Örtchen Clanton bleibt es unterdessen nicht still. Schwarze gehen für den Vater auf die Straße - der Ku-Klux-Clan aber fordert die Höchststrafe und setzt Gewalt ein. Die Jury aber soll unabhängig bleiben und wird von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Mit viel Spannung und dem profunden Blick als Kenner des amerikanischen Rechtssystems entwarf Grisham eine Story, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt ! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
Langatmig und ohne Überraschungen
'Die Jury' fand ich in erster Linie langatmig, wodurch kaum Spannung aufkommen wollte. Ich habe bereits zwei andere Grisham-Romane gelesen und fand beide viel stärker als 'Die... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Krümel veröffentlicht
Ein tolles Buch
Tonya Hailey, ein zehnjähriges, schwarzes Mädchen, wurde von zwei betrunkenen, weißen Männern brutal vergewaltigt und missbraucht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2010 von Oehler
Ein Erstlingswerk, und das merkt man auch
Dies ist der erste Roman Grishams, der allerdings zunächst von den Verlagen abgelehnt wurde und nur deswegen erscheinen Konnte, weil andere Bücher so erfolgreich waren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2009 von Marko Schlichting
Sehr lang gezogen, warum Bestseller?
Ein packender, interessant geschriebener Thriller, den man am liebsten erst nach Lesen des letzten Kapitels wieder weglegen möchte - so, oder so ähnlich wird das Buch im... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2009 von Marcel Holthaus
Vorhersehbar
Im Gegensatz zu anderen Romanen des Autors führt hier die Geschichte ohne Überraschungen zum absehbaren Happy End. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2008 von Rare
Der allerbeste Grisham!!!
Mit abstand das beste Buch von Grisham!Von Anfang bis zum Schluß glaubt man das man selber irgendwie mitzuspielen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2008 von Guido Hoß
Packend!
"Die Jury" wurde bereits verfilmt, aber wie das meistens so ist: Das Buch ist besser. Ein zehnjähriges farbiges Mädchen wird brutal misshandelt und vergewaltigt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Juli 2008 von Ete Petete
Wann darf man töten?
Dieses Werk von Grisham ist mit eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Ein schwarzes Mädchen wird vergewaltigt und fast getötet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2006 von Hendrik Vadersen
Teilweise etwas überzogen
Ein schwarzes Mädchen wird von zwei weißen Männern brutal vergewaltigt. Bei der Gerichtsverhandlung werden die beiden Angeklagten vom Vater des Opfers per... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2006 von T. Herwig
Grisham blickt den Tatsachen ins Auge
Die Jury. Carl Lee Hailey, ein Schwarzer, nimmt das Schicksal in die Hand und tötet kurzerhand die beiden weißen, brutalen Vergewaltiger seiner zehnjährigen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2005 von Christoph Wissing
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