Das von Michael Stollmann herausgegebene biographische Lexikon von Juristen, das Persönlichkeiten von der Antike bis zum 20. Jahrhundert umfaßt, stellt eine außergewöhnliche Sammlung dar. Die Vielfalt der Autoren, die zu diesem Lexikon beigetragen haben, kennzeichnet es: interessant vor allen Dingen, daß neben Universitätsprofessoren auch Rechtsrefereandare und Studenten zu Wort kommen und Persönlichkeiten des Rechts vorstellen durften. Das Buch umfaßt ca. 600 Biographien und ist damit sehr umfangreich. Der örtliche Raum ist nicht auf Europa beschränkt, obwohl man damit sicherlich bereits ein solches Werk hätte erstellen können. Stolleis Anliegen war es aber, ein weltumspannendes Nachschlagewerk zu erstellen, schließlich gibt es Juristen weltweit. So reichen die Biographien von China über die griechisch-römische Antike hin zu byzantinischen, jüdischen, arabischen und christlichen Juristen bis nach Nord- und Südamerika sowie Rußland, Südafrika oder Japan. Der weit gespannte Bogen erscheint gerechtfertigt und macht das Blättern in diesem Buch um so spannender, denn man bekommt Eindrücke aus der ganzen Welt geliefert und kann so noch besser Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Rechtssysteme erkennen, die sich an den Laufbahnen der Akteure verdeutlichen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)