Aus der Amazon.de-Redaktion
Deswegen ist es umso erfrischender, dass sich Joe Johnston und seine beiden Autoren, Alexander Payne und Jim Taylor, bei Jurassic Park III ganz offen zu ihren Wurzeln bekennen. Sie schließen mit ihrem Dinosaurier-Abenteuer direkt an die Traditionen des alten B-Kinos an und haben damit den bisher spannendsten und unterhaltendsten Jurassic Park-Film erschaffen.
Dr. Alan Grant (Sam Neill), der seinen Aufenthalt im Dinosaurier-Themenpark auf der Insel Isla Nubarnur mit knapper Not überlebt hat, widmet sein ganzes Leben wieder der Erforschung fossiler Saurier-Funde und will eigentlich nie wieder etwas vom Jurassic Park hören. Doch um seine Arbeit fortsetzen zu können, benötigt er für sich und seine Studenten finanzielle Mittel, die ihm der Unternehmer Paul Kirby (William H. Macy) verspricht. Grant soll dafür nur Kirby und seine Frau Amanda (Téa Leoni) bei einem Flug über Isla Sorna, der zweiten Dinosaurier-Insel, begleiten. Doch die Kirbys spielen mit verdeckten Karten. Sie wollen auf der Insel landen und nach ihrem 14-jährigen Sohn Eric (Trevor Morgan) suchen, der vor acht Wochen bei einem Abenteuerausflug auf Isla Sorna gelandet ist.
Auch Jurassic Park III wartet wieder mit einigen spektakulären Effekten auf. Die Raptoren wirken noch beängstigender als in den vorherigen Filmen. Sie und die hier zum ersten Mal in Erscheinung tretenden prähistorischen Wesen, der gewaltige Spinosaurus und die Pteranodons, eine Rasse überaus gefährlicher Flugsaurier, beweisen einmal mehr, dass der Mensch längst nicht die Krone der Schöpfung darstellt. Aber trotz all der Effekte verliert Joe Johnston nie seine Figuren aus den Augen. Anders als bei seinen beiden Vorgängern sind in diesem Dinosaurier-Spektakel die Menschen wirklich die Hauptfiguren. Wie die früheren B-Film-Regisseure verzichtet Joe Johnston auf jedes überflüssige Beiwerk.
Jurassic Park IIIist reines Bewegungs- und Action-Kino, in dem sich die Figuren über ihre Handlungen definieren. So kann sich der großartige William H. Macy von einem Schwindler und Schwächling zu einem wahren Helden entwickeln, und Trevor Morgan kann als ein Teenager brillieren, der den Erwachsenen im Überlebenskampf eindeutig überlegen ist und doch nie altklug oder unrealistisch wirkt. --Sascha Westphal
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch schrammt die Universal Produktion knapp an der Grenze zum Perfekt. Das Upgrade erreicht die Disc aber durch ein in Umfang und Informativität sehr gutes Extramaterial. Der Audiokommentar der Special-Effects-Crew sowie das gesamte restliche Material ist VOLLSTÄNDIG UNTERTITELBAR. Ein immenser Kostenaufwand, den man sich hier aufbürdet, um dem deutschen und israelischen Kunden die Extras verstehen zu lassen. Das verdient Respekt. Die Autostartroutine ist ebenfalls etwas, was sich andere Anbieter einmal überlegen sollten. Drückt man keine Taste, beginnt der Film automatisch nach einer kurzen Wartezeit. Der Besuch der ILM-Studios ist sehr umfangreich und bietet einen umfassenden Eindruck zu den Schwierigkeiten der Entwicklung der animatorisch perfekten Dinoszenen. Das Cover verspricht mit 91 Minuten Laufzeit ganze 3 Minuten zuviel. Auch ist die FSK-12 Freigabe in Anbetracht der gebotenen Blutlachen und Freßszenen überdenkensfähig.ae
Bild: Die Ritek-Pressung zeigt die wilde Natur auf Dino Island mit einer sehr hohen Detailschärfe, solange das Bild ruht. Kameraschwenks werden von einer leichten Unschärfe und ansatzweisem Nachziehen begleitet (00.03.50, 00.16.47). Die Gesichter der Akteure sind bis in den Bartansatz sehr scharf zu sehen und dies bleibt auch bis deutlich in die Halbdistanz so. In hellen Flächen, wie dem Himmel (01.18.20), tritt ein leichtes Flächenrauschen auf, daß aber den von hoher Rauschfreiheit geprägten Gesamteindruck nicht nachhaltig beeinträchtigt. Das Bild wurde beim Premastering etwas zu hell abgestimmt (00.21.50) und läßt dadurch schattige Szenen etwas überbelichtet erscheinen, was den sichtbaren Kontrastumfang einschränkt. Das Encoding ist einwandfrei und bietet trotz datenintensivem DTS-Ton sehr ansehnliche Bilder, die auch in Nebelszenen nicht zu Artefakten neigen.
Ton: Erwartungsgemäß grollt und donnert es aus allen Rohren, was die digitalen Tonformaten und die Boxen auszugeben vermögen. Das brachiale Bassfundament ist beängstigend, nicht weniger. Was aber diese Version von seinen beiden Vorfahren unterscheidet, ist der spürbar zögernde Einwurf von atmosphärischen Effekten. Vor allem die Surroundkanäle lassen zwar einige direktionale Streueffekte vom Stapel, in der Summe jedoch bleibt der fundamentale Raumeindruck im dritten Aufguß eher harmlos. Das wir uns nicht falsch verstehen: Im Verhältnis zu den phantastischen Vorgängern, nicht zu einer Teencomedy! Die Sorgfalt am Mischpult läßt allerdings in deutlichen Effekten zu wünschen übrig. Ein so deutlich eingestreuter Effekt eines rechts klingelnden Handys folgt nicht dem Kameraschwenk und klingelt weiter von rechts, während der Eigner sich mittlerweile irgendwo mittig im Bildschirm findet (00.09.30). Noch eine Überraschung: Die DTS-Tonspur hinkt in der Effektwiedergabe ansatzweise hinter beiden DD-Spuren zurück. Alle Sprachausgaben haben Mühe, in der Baßlawine Gehör zu finden. --movieman.de