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Ein Oscar für das Drehbuch, 24 Nominierungen für Preise in aller Welt und 21 schon verliehene Auszeichnungen für Film und Screenplay sprechen für einen Film der Extraklasse. Beste Rezensionen und euphorische Publikumsreaktionen begleiten das von Jason Reitmann gedrehte, humorige Spektakel JUNO, wo immer es gezeigt wird. Besetzt mit den Newcomern Ellen Page und Michael Cera in den Hauptrollen, dürfte JUNO einer der besten Filme über die Mühe des Erwachsenwerdens sein, der seit Jahren das Licht der Kinos entdeckt hat. Seit Dezember läuft der Film höchst erfolgreich in den USA, ab März kommt er endlich auch in unsere Kinos.
Erwachsenwerden und Musik - das gehört heute einfach zusammen. Und so ist es logisch, dass JUNO einen Soundtrack mitbringt, dessen Charme einfach unwiderstehlich ist. JUNO - Music From The Motion Picture bietet auf 19 Tracks die bisher gelungenste Mischung aus Anti-Folk, Freaksongs und Popklassikern, die man bislang gehört hat. Vier Wochen lang hielt sich das Album auf Platz 1 der US-Digital-Charts und bei iTunes. Allein durch die digitalen Verkäufe katapultierte sich der Soundtrack auf Platz 8 der Billboard-Charts und kletterte nach der physischen Veröffentlichung bis auf Platz 1!
Hauptdarstellerin Ellen Page selbst soll vorgeschlagen haben, dass ihre Filmfigur vor allem durch die Songs von Kimya Dawson repräsentiert werden, die allein fünf der Songs zum Soundtrack beigesteuert hat. Der unglaubliche Charme ihrer Songs, die sie mehrstimmig und zumeist nur mit einer Akustik-Gitarre vorträgt, wird durch einen nicht minder charmanten musikalischen Kontext unterstrichen: Etwa durch Underground-Größen wie Belle & Sebastian, Cat Power und Moldy Peaches (bestehend aus Kimya Dawson und dem hierzulande ebenfalls hoch gelobten Adam Green), aber auch durch gestandene Indie-Veteranen wie Sonic Youth. Und für die Erziehungsverpflichteten der (post-)pubertierenden Nachkommenschaft sind durchaus auch einige Leckerlis dabei: Buddy Holly, The Kinks, Mott The Hoople und Velvet Underground ergänzen den Soundtrack mit Originalversionen und wirken im neuen Kontext wie frische Kompositionen aus der heutigen Songwriterszene.
Der Höhepunkt des Ganzen ist aber zweifellos das Duett der Hauptdarsteller Ellen Page und Michael Cera, das auf dem Soundtrack wie im Film den dramaturgischen Klimax unterstreicht. "Anyone Else But You" nennt sich das schrammelnde Happy-End, das noch einmal die schönsten Eigenschaften des Films auf den Punkt bringt: Direktheit, Natürlichkeit und Einfachheit. Grenzenloser Genuss jenseits der Verstärkertürme und Hi-Tech-Studios.
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