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Jungs im Abseits: 5 Gründe, warum unsere Söhne immer antriebsloser werden - Die aufrüttelnde Analyse eines Kinderarztes - Mit einem Vorwort von ... warum unsere Söhne immer antriebsloser werden
 
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Jungs im Abseits: 5 Gründe, warum unsere Söhne immer antriebsloser werden - Die aufrüttelnde Analyse eines Kinderarztes - Mit einem Vorwort von ... warum unsere Söhne immer antriebsloser werden [Gebundene Ausgabe]

Leonard Sax , Knut Krüger
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag (30. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3466308224
  • ISBN-13: 978-3466308224
  • Originaltitel: Boys adrift: Five factors driving the growing epidemic of unmotivated boys and underachieving young men
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 261.712 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Leonard Sax
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ausgezeichnete und hoch informative Hinweise … kraftvoll und überzeugend dargestellt." (Familie und Erziehung )

»Ein Muss für alle Eltern von Jungen … beruht auf harten wissenschaftlichen Fakten und Dr. Sax deckt die wichtigen Gesundheitsfragen auf, über die alle Eltern von Jungen Bescheid wissen müssen.« (Dr. med. Mehmet Oz, Columbia University )

"Unbedingt lesenswert!" (publik forum )

Kurzbeschreibung

Ein Kinderarzt schlägt Alarm: Was ist bloß mit unseren Jungs los

Jungs entwickeln sich zunehmend zu den Verlierern im Bildungssystem und in der Gesellschaft. Schulstrukturen, Computerspiele, mangelnde Vorbilder und Hormonveränderungen durch Medikamente und Giftstoffe in Plastikflaschen. Dr. Leonard Sax, erfahrener Entwicklungspsychologe und Kinderarzt, deckt die fünf sozialen und biologischen Faktoren auf, durch die immer mehr Jungen hinter ihrem Potenzial zurückbleiben.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Buchdoktor HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
(J. R. Moehringer in Tender Bar)
Leonard Sax wird bei Eltern, die Söhne und Töchter haben, offene Türen einlaufen. Eltern beobachten seit langem, dass Mädchen zielstrebige, motivierte Schülerinnen sind, die aus Sympathie zur Lehrerin lernen, während ihre Brüder im vergleichbaren Alter Probleme haben, in der Schule still zu sitzen und schließlich verkünden, dass ein normaler Junge sich eben nicht für Schule interessiert. Zehn Jahre später hat die unkomplizierte Schülerin ein Studium beendet, während der Bruder sich zwar der Anerkennung Gleichaltriger für seine Verweigerung sicher sein kann, aber nur mit Mühe einen Schulabschluss schafft. Wieder zehn Jahre später wünscht sich die erfolgreiche Karrierefrau Kinder und hofft, dass ihr Partner sie wenigstens bei der Familienarbeit unterstützt, wenn sie schon den größeren Anteil zum Familieneinkommen beiträgt. Doch hoch qualifizierte, erfolgreiche Frauen haben zunehmend Probleme einen passenden Partner zu finden.

Aus der Sicht des Kinderarztes und Entwicklungspsychologen erläutert Leonard Sax, welche gesellschaftlichen, familiären und umweltbedingten Entwicklungen dazu geführt haben, dass wir uns inzwischen um Jungen als das schwächere Geschlecht sorgen müssen. Sax führt die Antriebslosigkeit von Jungen auf ein Schulsystem zurück, das Mädchen fördert, ohne auf die Bedürfnisse von Jungen einzugehen, auf die schädliche Wirkung von Phthalaten im Trinkwasser, auf die Verordnung von Ritalin an verhaltensauffällige Schüler, auf die Verwöhnung im Hotel Mama und schließlich darauf, dass PC-Spiele Jugendliche von sinnlichen Erfahrungen in der Realität fernhalten.

Der 1960 geborene amerikanische Autor hält Jungen im Vergleich zu ihren Altersgenossen, die vor 40 Jahren aufwuchsen, für intelligent, verwöhnt und antriebslos. Selbst Tom Sawyer hätte Ziele gehabt, für die er sich anstrengte, auch wenn er heute vermutlich wegen Hyperaktivität Patient bei Dr. Sax wäre, moniert der Autor. Sax kritisiert, dass Fünfjährige in amerikanischen Kindergärten Lesen und Schreiben lernen, statt sich zu bewegen und zu spielen. Wenn man berücksichtige, dass Mädchen in diesem Alter Jungen in ihrer Entwicklung um bis zu zwei Jahre voraus sein könnten, sei dies der ungünstigste Zeitpunkt für den Vorschulunterricht. Sax formuliert einige bemerkenswerte Vorschläge, wie Schulen jungenfreundlicher werden können, die sich jedoch nur bedingt auf das deutsche Bildungssystem übertragen lassen.

Sax Urteil zum problematischen Einfluss von PC-Spielen auf Jungen in der Pubertät unterscheidet sich wohltuend von Urteilen jener Experten, die zwar wissen, dass sie dagegen sind, aber anscheinend nicht kennen, was sie kritisieren. Sax moniert an der schönen, schnellen Welt am PC, dass sie Jugendliche von der Realität fernhalte und damit auch von der Möglichkeit, unter Gleichaltrigen soziale Fähigkeiten zu trainieren.

Kritisch äußert sich Sax dazu, dass inzwischen Kindern in den USA dreimal so häufig Medikamente gegen psychische Störungen verschrieben würden wie in jedem europäischen Land, häufig ohne dass Kinder zuvor von einem Entwicklungs-Psychologen untersucht wurden. Die von ihm wahrgenommene Trägheit junger Männer führt Sax u. a. auf Nebenwirkungen des Mittels gegen das Aufmerksamkeitsdefizit zurück. Den Einfluss von synthetischen Östrogenen, die aus Weichmachern, und von Bisphenol A, das aus dem Polycarbonat von Baby-Flaschen ins Trinkwasser und in die Nahrungskette gelangt, erläutert Sax sehr plausibel.

Leonard Sax ist sich der Tatsache bewusst, dass seine Erkenntnisse aus US-amerikanischer Perspektive sich nur bedingt auf deutsche Verhältnisse übertragen lassen. Der Autor kann seine Forderungen - kein Unterricht für Fünfjährige, eine jungenfreundliche Schule, Zurückhaltung bei der Verordnung von Ritalin, Mädchen brauchen Patinnen und Jungen Paten, die sie in ihre Rolle in unserer Gesellschaft einführen - sehr plausibel und mit anschaulichen Beispielen formulieren. Den dringend nötigen dritten Weg für die Erziehung von Söhnen hat auch Sax noch nicht gefunden; denn beständige Kulturen wie die Samburu oder das Judentum seien häufig auch konservative oder sexistische Kulturen, merkt der Autor kritisch an.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
eine Chance für die Jungen 26. September 2009
Von Roland Roth TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich muss mich den ausführlichen Rezensionen meiner Vorgänger durchweg anschließen und möchte mich daher nicht wiederholen.

Eines aber sollte noch angemerkt sein:

In einer verweichlichten Welt antiautoritärer Erziehung, wo weniger >>Erziehung<<, sondern mehr Diskussionen mit Kindern geführt werden und die altbekannten, bewährten Vorbilder auch durch die Medien nicht nur fehlen, sondern teilweise in Frage gestellt oder gar wegdiskutiert werden, wo immer mehr Jungs durch von vornherein chancenlose Partnerschaften ohne Vater aufwachsen, da werden wir mit einem unheimlichen Problem konfrontiert, das sich schleichend in unsere Gesellschaft schmuggelt. Der Verlust der männlichen Position in der Gesellschaft, der Verlust von männlichen Zivilisationsmerkmalen bedroht den Fortbestand der Gesellschaft mehr als mancher denken möge. Solche Faktoren wurden wohl im Zuge der durchaus wünschenswerten Emanzipation und Unabhängigkeit der Frau vergessen. Es scheint so, als müsse nun eine Emanzipation des Mannes folgen, um die Jungs wieder mit den richtigen Werten fit für unsere Gesellschaft zu machen...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Was ist nur mit unseren Jungs und Männern los? Nicht mal ein Job als Kuchenverkoster könnte sie - laut Aussagen eines älteren Mannes - noch motivieren. Welche Gründe hat das? Und was können wir dagegen tun? Ich kann mich glücklich schätzen, noch ein ordentliches Exemplar gefunden zu haben, denn die machen sich zusehends rar.

Dr. Leonard Sax, Kinderarzt und Entwicklungspsychologe in den USA hat hier ein polemisches und sehr interessantes Buch geschrieben. Und in dieser Abrechung räumt er mal ordentlich auf. Mit dem Schulsystem (v.a. dem US-amerikanischen), mit dem Videospielgedaddel, mit der unverantwortlichen Praxis ADHS vorschnell zu diagnostizieren und gleich mit Stimulanzien einzugreifen und mit vielem mehr.

Fünf maßgebliche Gründe für die missliche Situation vieler Jungs und Männer führt Sax an:

1. Veränderungen in der Schule (v.a. der frühe Schulbeginn in den USA, die unterschiedlichen Entwicklungsphasen von Jungen und Mädchen, denen keinerlei Bedeutung beigemessen wird und die Vernachlässigung von durch eigene Erfahrung erworbenen Kenntnissen gegenüber theoretischem Wissen)

2. Videospiele

3. Medikation bei ADHS (vorschnelle Diagnose und Medikation)

4. Endokrine Stoffe (v.a. in Plastik, wie z.B. in Flaschen, Spielzeug etc.)

5. fehlende männliche Vorbilder

Sehr ausführlich geht Sax auf die Folgen ein, die die Veränderungen der letzten Jahrzehnte mit sich gebracht haben. Junge Männer sind häufig unmotiviert, scheuen sich davor, Verantwortung zu übernehmen und leben nicht selten bis zum 35. Lebensjahr bei ihren Eltern, allerdings ohne diese in irgendeiner Weise zu unterstützen.
Sax führt allerdings auch Lösungsvorschläge an.
Anhand zahlreicher Fallbeispiele erläutert er, wo der Hund begraben liegt und wie man ihn am besten wieder ausbuddelt. Hier wird schnell klar, dass das Buch v.a. am US-amerikanischen Alltag orientiert ist. Darauf weist der Autor auch gleich zu Beginn hin. Dies ist in meinen Augen allerdings kein bisschen negativ konnotiert. Im Gegenteil, ich finde die pragmatische Herangehensweise an Probleme, die in den USA sehr viel populärer ist, sehr viel sinnvoller als die europäische Art mit Schwierigkeiten umzugehen. Der Amerikaner versucht das Problem zu lösen, während der Deutsche sich das Problem als solches erstmal mühsam erschaffen muss.
Viele grundsätzliche Aussagen können auch ohne weiteres auf deutsche Verhältnisse übertragen werden. Manches, wie z.B. die Schaffung einer Teamkonkurrenzsituation an Schulen wird wohl eher in der amerikanischen Gesellschaft eine Chance haben.

Sax zeigt hier auch Mut. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und seine Feststellungen treffen oft genau ins Schwarze. So stellt er zum Beispiel fest, dass Eltern heutzutage offensichtlich nur noch hochbegabte oder lernbehinderte Kinder zu haben scheinen. Dass das eigene Kind aber z.B. normal, also mittelmäßig begabt sein könnte, kommt nicht mehr in Frage. In den USA ist man da schnell mit der Diagnose ADHS und mit Stimulanzien bei der Hand, obwohl das Kind völlig normal ist.
Auch die Ausführungen zu den Vorbildern fand ich interessant - und in diesem Zusammenhang auch die allgemeine Situation (auch auf Mädchen bezogen). Wer sind denn heutzutage Vorbilder? Also ich habe als Kind beispielsweise Marie Curie zutiefst bewundert. Wem dient sie heute noch als Vorbild?

Man könnte ewig weiterschreiben, denn das Buch bietet reichlich Diskussionsstoff. Es zeigt, dass Handlungsbedarf besteht und vor allem werden hier auch Lösungen angeführt, die zur Überwindung der misslichen Situation beitragen können.
Deshalb wäre es wünschenswert, dass Sax' Ausführungen von möglichst vielen Eltern, (Sonder)Pädagogen und (Kinder)Ärzten gelesen und beherzigt würden!
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