Frans Lanting, dessen atemberaubende Natur- und Tierfotografien in den großen Museen von Madrid, New York, Tokio und Paris ausgestellt wurden, der unter anderem die Auszeichnungen 'World Presse Photo', 'Wildlife Photographer of the year' erhielt, war es ein besonderes Anliegen, mit den Fotografien, die im Arbeitsprozeß zu "Jungles" entstanden, mehr als eine bloße Ablichtung von faszinierten, unberührten Landstrichen zu liefern, sondern vielmehr auch deren Einzigartigkeit zu dokumentieren, und die Verletzbarkeit, der sie durch den Mensch ausgesetzt sind. Lanting deutet die Welt mit dem Auge des Fotografen, und das Auge des Fotografen dokumentiert selbst die kleinste Einheit dieser Welt. Rein visuell ist dieser Bildband eine Wucht, das Artwork großartig geataltet, die Qualität und Dichte der Farbdrucke exzellent.
Doch "Jungles" erfüllt mehr als die Funktion, sich an betörend exotischen Bildern zu berauschen, die globale Expansion von Industrie droht diesese Paradiese, die Lanting auf seinen Reisen mit seiner Kamera erforscht hat, für immer zu zerstören; und dieser Umstand kommt bei den Begleittexten auch zum Ausdruck.
Dieser prachtvolle Bildband dokumentiert in einzigartiger Weise die Artenvielfalt der Tropen, und ist zugleich ein Dokument für seine Verletzlichkeit. Christine Eckstrom, unter anderem Redakteurin der National Geographic Society, verfaßte fundierte und interessante Texte über die Tier- und Pflanzenwelt der "Jungles", die einen passenden Kontext zu den Fotografien von Lanting bilden.
Ein hochwertiger Bildband mit Botschaft, ein Plädoyer für die Einzigartigkeit und Vielfalt der Natur!