Ich hatte das Vorgängermodell (Mineral- statt Saphirglas) drei Jahre in Verwendung, aber ohnedies nur als Schmuckuhr, weil sie nicht zum Schwimmen zugelassen ist (von den bekannten Herstellern erlaubt nur Casio das Schwimmen bei 5 bar-Zertifizierung).
Mir gefällt das Design ausgesprochen gut, und auch die Funktionalität kommt nicht zu kurz: Das Display ist sehr gut ablesbar (große Ziffern) und der Funkempfang funktioniert ausgezeichnet - anders als bei meiner Casio GW-M5600-1ER, die in meiner Wohnung in Wien überhaupt keinen Empfang hat (wohl aber im Café an der Ecke), empfing die Junghans so gut wie jede Nacht erfolgreich das Zeitsignal.
Dass die Uhr nicht zum Schwimmen gedacht ist, war mir natürlich schon vor dem Kauf bewusst, hat mich aber immer etwas gestört. Ebenfalls gestört hat mich, dass beim Radfahren im Sommer das Display oft seltsame Ausfallserscheinungen gezeigt hat: Es waren phasenweise sämtliche Segmente sichtbar, sodass die Uhr scheinbar 88:88:88 Uhr anzeigte, und nur wenn man sehr sorgfältig in sehr bestimmten Winkel auf die Anzeige sah, war zu erkennen, dass die Segmente nicht alle gleich stark sichtbar waren, sondern die richtige Uhrzeit doch noch dargestellt wurde. Dieses Verhalten hat sich sehr langsam wieder normalisiert, und im Herbst war die Anzeige wieder so weit normal. Ich hielt das lange Zeit für einen Defekt, und erst seit ich die Casio besitze, halte ich es für möglich, dass es ein normaler Effekt von Sonneneinstrahlung sein könnte: Die Casio zeigt diesen Effekt bei mir zwar *nicht*, aber das Handbuch weist immerhin ausdrücklich darauf hin, dass das Display sich vorübergehend verdunkeln könne, wenn es lange sommerlicher Sonneneinstrahlung ausgesetzt sei.
Was meiner durchaus wohlwollenden (sie sieht einfach gar so gut aus...) Beziehung zur Mega 1000 jedoch ein Ende gesetzt hat, ist ihre mangelnde Stoßsicherheit: Als ich mich einmal bückte, um etwas vom Boden aufzuheben, löste sich plötzlich das Armband auf und fiel die Uhr zu Boden. - Dass das Armband zur Unzeit kaputt geht, ist natürlich Pech, bloß: Nach dem Fall aus lediglich 20 cm Höhe gatte das Display einen für mich nicht mehr tragbaren Schaden: Irgendetwas war intern gebrochen, und so zeigt das Display jetzt zusätzlich zur Uhrzeit einen etwa fünf Millimeter langen Stalaktit. So habe ich die Junghans durch eine G-Shock GW-M5600-1ER ersetzt: Dort sind die Zahlen etwas kleiner und ist der Empfang deutlich schlechter, dafür kostet sie nur einen Bruchteil, *ist* stoßfest *und* 20 Bar wasserdicht, also bestens zum Schwimmen geeignet.
Trotzdem will ich die Mega 1000 nicht verteufeln; als reine Schmuckuhr ist sie wirklich sehr schön. Ich finde es nur einfach schade, dass sie nicht doch etwas robuster ist - und ich finde sie doch *etwas* überteuert: Letztlich handelt es sich nur um eine Digitaluhr, also etwas, das eher günstig herstellbar ist. Wenn sie die bei mechanischen Uhren übliche Stoßsicherheit (Sturz auf Holzboden aus 1 m Höhe) böte, 10 Bar wasserdicht wäre *und* mindestens ein Drittel billiger wäre, dann - ja dann wäre sie aus meiner Sicht eine Traumuhr (und bekäme von mir sofort fünf Sterne).