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Moviemans Kommentar zur DVD: Top Bild, leider nur mäßiger Ton, aber die Besetzungscouchszene in den Extras machts fast wieder wett.
Bild: Alle Bildwerte liegen auf sehr hohem Niveau und bieten keinen Grund zur Klage. Die Farben sind hoch gesättigt, insbesondere Rot leuchtet sehr angenehm, aber nicht übertrieben und die Farbfelder bleiben auch innerhalb ihrer Grenzen. Egal ob Nahaufnahmen mit Bartstoppeln in Gesichtern, oder weit entfernte Details an Wänden, hier wird stets das Maximum aus der Vorlage hervorgebracht. Allenfalls die aktuellen Animationsfilme bieten hier noch etwas mehr Zeichnung. Rauschen oder Artefakte sind nur meßtechnisch zu erfassen, das Auge bleibt davon bis auf große Leinwände praktisch unbehelligt.
Ton: Die Musikeinlagen verteilen sich auf den vorderen 3 Kanälen luftig und breit und lösen sich nahezu vollständig von den Gehäusen der Lautsprecher (00.37.00). Nach hinten hinaus verliert der Sound jedoch deutlich an Volumen und kommt nur in ruhigen Momenten nennenswert aus den rückwärtigen Boxen an die Muscheln. Dialoge, insbesondere des Hauptdarstellers klingen piepsig, ohne den üblichen Grundton, der eine Männerstimme erst zu einer Männerstimme macht. Auch ist hier eine leichte Höhendämpfung attestierbar, die für ein leicht muffiges Gesamtbild der Akustik sorgt. Auch die Dynamikausbeute ist eher bescheiden und vermag es z.B. nicht, die Musik im Nightclub (00.22.20) akustisch vom Alltag im Laden unterscheidbar zu voluminieren.
Extras: Die Extras sind für mich etwas konfus. Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass 90% der Extras einfach nur nicht verwendete Szenen sind. Diese stehen aber einfach so, lose im Extramenü, während ein weiterer Button "Nicht verwendete Szenen" darin zu finden ist, derweitere knapp 13 Minuten Szenenmaterial zeigt. Sehr nett (für die Männer) ist die gespielte Besetzungscouchszene mit "Stormy". Die Idee mit dem Tattoo auf der Brust sollte zur Nachahmung empfohlen werden. Alle Boni und natürlich der Film selbst sind mit einem Audiokommentar (mit optionalen Untertiteln) versehbar, was den eigentlich nur geringen Informationsgehalt ordentlich nach oben treibt. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Schon mit dem Prolog wird klar etabliert, dass es sich beim 40-jährigen Titelhelden Andy Stitzer um einen schrägen Vogel handeln muss: Seine penibel aufgeräumte Wohnung quillt über mit sorgfältig aneinander gereihten Actionfiguren, er kleidet sich wie ein braver College-Nerd und zum Job in einem Elektronikgeschäft strampelt er in Ermangelung eines Führerscheins auf einem alten Fahrrad. Dort ist der umgängliche Berufsjugendliche ein gelittener Außenseiter, dennoch laden ihn eines Tages seine Kollegen David (Paul Rudd), Jay (Romany Malco) und Cal (Seth Rogen) zum Pokerspielen ein. Beim Austausch von Sexstorys kommt Andys Geheimnis, noch unerfahren zu sein, ans Licht. Fortan machen es sich seine neuen Buddys zur Aufgabe, ihn unter ihre Fittiche zu nehmen und ihm zu helfen, seine Unschuld zu verlieren. Nach einigen fehlgeschlagenen Anläufen wie mit einer im Nightclub aufgelesenen stockbesoffenen Mieze (Apatows Ehefrau Leslie Mann), die sich versehentlich in sein Gesicht erbricht, verliebt sich Andy in die gleichaltrige Trish (Catherine Keener aus 'Being John Malkovich' versprüht ihren gewohnt natürlichen Charme). Sie beschließen ihre Romanze langsam anzugehen, was ganz nach dem Geschmack des nervösen Andy ist und diversen präkoitalen Komplikationen Vorschub leistet.
Im Gegensatz zu Rob Schneiders 'Deuce Bigalow'-Figur ist der Antiheld dieses ebenfalls mit einigen kruden Bad-Taste-Gags angereicherten Sexspaßes ein schrulliger Sympathieträger. So hat er zwar seine eigenwilligen Macken, wird jedoch nicht als enervierender Vollidiot abgestempelt. Man lacht mehr mit als über ihn und selbst dann fallen die Gags nie hämisch aus. Carrell, der bislang immer die zweite Gag-Geige spielte (u.a. in 'Bruce Allmächtig', als Korrespondent in 'The Daily Show' und zuletzt als Hauptdarsteller der US-Version der Serie 'The Office'), schafft unter Einsatz seiner eigenen Brustbehaarung (die ihm in einer urkomischen Szene tatsächlich abgewachst wurde) den Wandel zum urkomischen Leading Man. Unterhaltsam unterstützt wird er von seinen drei neuen Freunden, die, wie sich im Verlauf herausstellt, allesamt ihre eigenen Frauenprobleme haben. Dabei wird der ansteckende Humor weniger von den vulgären visuellen Gags als den oft gepfeffert absurd-albernen und gesalzen obszönen Dialogen gefüttert. Da werden Aufreißer-Ratschläge verteilt, sich so zu geben wie 'David Caruso in ,Jade'', oder aufschlussreiches verbales Beschnuppern beim Speed-Dating betrieben. Als vielleicht einziger Wermutstropfen des fast zweistündigen Jungfernulks schleicht sich gegen Ende eine gewisse Überlänge ein. Hier wäre eindeutig mehr Würze in der Kürze gelegen. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Synopsis
Andy ist selbstbewusst, erfolgreich und immer pünktlich. Nur einmal kommt er ca. 25 Jahre später als andere: Andy (40) hatte noch nie Sex. Nicht einmal aus Versehen. Als patenter Elektroverkäufer schiebt er einen flotten Einer zwischen Ladenöffnung und Geschäftsschluss, bis die Kollegen Wind von Andys lustlosem Lebenswandel bekommen. Für die Kumpel steht fest: Andy muss tun, was ein Mann tun muss...