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Junges Licht Taschenbuch – 27. Februar 2006


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 236 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (27. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518457543
  • ISBN-13: 978-3518457542
  • Größe und/oder Gewicht: 10,7 x 1,3 x 17,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 233.114 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wie junges Licht muten sie an, die glitzernden Salzkristalle, die ihm im Schein seiner Grubenlampe im Bergwerksstollen entgegenleuchten. Die ständige Schicht in ewiger Lichtlosigkeit hat dem Vater allmählich die Sinne betäubt. Sein Sohn, der 12-jährige Julian, ist zuhause unterdes von den erotischen Lockungen des Nachbarmädchens Marusha, einer Art Ruhrpott-Lolita, mehr irritiert denn angefacht. Als schließlich die Mutter allein mit Julians kleiner Schwester in die Sommerfrische fährt, brechen sich lang verschüttete Gefühle unheilvolle Bahn. Am Ende der erotisch aufgeladenen Geschichte wird eine Lampe erloschen sein – und das Licht am Ende des Tunnels der Kindheit wird erheblich an Glanz eingebüßt haben.

Mit jedem Buch ist Ralf Rothmanns Ruf als Poet unter den Schreibern gewachsen. Immer wieder diente ihm dabei das Ruhrgebiet als ruß– und seelengeschwängerte Dramenbühne. Schwitzige Maloche, unausgelebte Träume, ungelebtes Leben, quälende Sehnsucht. Auch in seiner neuesten Erzählung, angesiedelt in den dumpfigen 60er-Jahren, muss das Revier als Folie eines Familiendramas im Kleinformat herhalten. Um sein feinfühlig und souverän dahinfließendes, aber etwas handlungsarmes Soziodrama anzureichern, setzt Rothmann auf den geballten Einsatz pittoresker Accessoires der Sechziger. Vom „Loewe Opta“ bis zur „Constructa“, in der natürlich die damals stets grauen und ausgeleierten Feinrippunterhosen rotieren – an gängigen Markenartikeln der Epoche herrscht wahrhaftig kein Mangel.

Was Julian auf seiner nächtlichen Pirsch um die Nachbarwohnung an Lauten zu hören bekommt, gleicht einem rätselhaften und kaum entschlüsselbaren Code. Zu allem Überdruss muss der irrlichternde Junge feststellen, dass Marushas Stiefvater Gefallen an ihm gefunden hat und ihm merkwürdige Avancen macht. Völlig ahnungslos den sexuellen Duftmarken Marushas folgend, stellt Julian schließlich schockiert fest, dass in der Rangordnung der Frühreifen jemand gänzlich anderes den Vorzug erhalten hat. Das Ende eines Sommers und einer unbeschwerten Kindheit scheint vorprogrammiert. –Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ralf Rothmann ist auf dem besten Weg, zu einem Klassiker der Gegenwartsliteratur zu werden. (...) Rothmann beschreibt sie immer wieder mit unvergleichlicher Intensität.
... ein Meister zärtlicher Melancholie.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Sprechen wir nicht zu oft und nicht zu viel von Rothmanns Meisterschaft. Denn was sagen wir in zwanzig Jahren, wenn wir von ihm noch weitere Romane haben die so schön und bedeutsam, so menschlichen und intelligent sind wie dieser?« (Die Zeit )

»Selten hat ein deutscher Autor unserer Zeit mit so viel Eindringlichkeit, mit so viel Takt die Nöte des Erwachsenenwerdens beschrieben. Das erinnert an Hermann Hesse. Aber Ralf Rothmann ist sprachlich sachlicher, emotional klarer. Ein Buch, das das Zeug zum Klassiker hat.« (Die Welt )

»Rothmanns metaphorische Treffsicherheit macht den einen Teil des Leseglücks aus, für den anderen sorgt die Exaktheit der den jeweiligen Figuren eigenen Sprache [...]
...jeder Tonfall ist unverwechselbar.« (Der Spiegel )

 
»Rothmann ist ein Meister der Hauptsätze, beherrscht die Kunst der Auslassung und der Figurenzeichnung. Ein Roman, der in der Hitze frösteln lässt.«  (WAMS )

»Ralf Rothmann ist ein wunderbarer Erzähler. Er hat die Kraft, von Gefühlen zu berichten, ohne sentimental zu werden, er beherrscht die Kunst, Stimmungen in Worte zu fassen. In seinem neuen Roman Junges Licht ist er überzeugender als je zuvor.« (Westdeutsche Allgemeine Zeitung )

»Ralf Rothmann aber ist bei einer Meisterschaft und Menschlichkeit angekommen, die ihn zum großartigsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur macht.« (Rheinpfalz )

»Das Buch ist eine atemberaubende Diagnose eines familiären Dramas.«  (Verena Auffermann Laudatio anlässlich der Verleihung des Wilhelm Raabe Literaturpreises an Ralf Rothmann ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Frank Farenski am 13. August 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Julian ist 12 und steht am Beginn seiner Pubertät. Er wirft einen ersten Blick in die Erwachsenen-Welt, kann sich aber viele Dinge nicht erklären. In dem 60er-Jahre Ruhrgebiet-Milieu trifft Julian die ganze Härte des Kohlenbergarbeiter-Milieus: Seine Familie ist finanziell chronisch knapp, das Familien-Leben orientiert sich am Schichtdienst des Vaters, die Mutter ist unglücklich und geht körperlich langsam zugrunde. Bier und Zigaretten stellen die einzigen Luxus-Artikel dar. Julian versucht sich seine eigene Welt zu bauen, scheitert aber an der Zerstörungs-Wut anderer Altersgenossen.
Junges Licht ist ein typischer Rothmann, aber ohne den üblichen Witz. Gewohnt warmherzig nähert sich Rothmann seinen Figuren. Er beschreibt ihre Fehler und Macken, ohne den Stab über sie zu brechen. Das ist, wie immer, eine der besonders positiven Eigenschaften von Rothmann. Er geht vorurteilsfrei an alle Figuren heran und bleibt es auch. Großartig seine Milieu-Beschreibungen, aber Rothmann verkneift sich jegliche "Knall-Efekte". Als alter "Rothmann-Fan" wartet man aber auf solche Effekte und will sich zwischendurch amüsieren. Das versagt Rothmann diesmal seinen Fans. Dafür entschädigt er mit einem sehr geschmeidigen Sound, die literarische Weiterentwicklung ist greifbar. Dadurch wird man natürlich frei für tiefergehende Emotionen. Es ist wirklich sehr traurig zu lesen, wieviel Enttäuschungen und Verletzungen Julian mit seinen 12 Jahren hinnehmen muss. Die Protagonisten in den Büchern von Rothmann verziehen ja generell keine Miene unter ihrem Leid, so auch Julian nicht. Das schafft natürlich Platz für die eigenen Emotionen des Lesers.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von HeikeG HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 26. Januar 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Wie Ralf Rothmanns bisherige Romane auch, beschreibt "Junges Licht" eine "Ruhrgebietskindheit". Und nicht irgendeine Kindheit, sondern Rothmanns eigene ist es, an der er entlang schreibt, gewissermaßen stromaufwärts, denn seine Helden werden zunehmend jünger. Diese Geschichte, die aus der Sicht des zwölfjährigen Ich-Erzählers Julian geschrieben ist, hat mir sehr gefallen. Julian ist wie alle Helden Rothmanns ein Beobachter, ein "Danebensteher", der versucht, den Geschehnissen aus dem Weg zu gehen. Wenn sie ihn dann doch einholen, wehrt er sich nicht, sondern erduldet sie als "schweigsamer Held des Ertragens". Besonders gelungen finde ich, wie Rothmann gleichsam "aus dem Innern der Vorstellungswelt des Kindes" schreibt, umso mehr als Julian vieles erspürt, ohne es wirklich zu verstehen. Dazu gehört auch die "kaum begriffene Sexualität", die überall im Roman "vibriert". Einfühlend erzählt ist die Armut der Bergarbeiter, sie wird nicht verkitscht oder verklärt, dafür wird aber ein regelrechtes "Museum der Arbeitswelt" in seine Erzählung eingeflochten, das mit seinen Beschreibungen der Welt unter Tage und ihrer "tektonischer Spannungen" zum Echo des rissigen Familienlebens über Tage wird.

Ein "sommerheller" und "subtiler Ruhrgebietsroman".
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gustav Mechlenburg am 29. September 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Es gehört zu einer der schwersten Entscheidungen in der Kindheit, beim Fasching zwischen Cowboy und Indianer zu wählen. Als der kinderfreundliche Einsiedler aus Ralf Rothmanns neuem Roman „Junges Licht" den 12-jährigen Icherzähler fragt, ob er Cowboy oder Indianer ist, steht die Sache für Julian fest. Er ist Tecumseh, und Indianer kennen bekanntlich keinen Schmerz.
Was der Junge Mitte der 60er im Ruhrpott ertragen muss, geht aber dann doch weit über die Schmerzgrenze. Der Lehrer schlägt mit dem Lineal, die Mutter mit dem Kochlöffel, bis dieser bricht. Glücklicherweise hat der skurrile Alte, der die Kinder der Siedlung um sich schart, Lebensweisheiten parat: „Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast, kann dir gar nichts passieren. Nie." Dieser Satz steht auch auf dem Rückcover des Buchs und bringt den kitschigen Rothmann auf den Punkt. Als Christologen hat man den Autor bezeichnet oder als metaphysischen Realisten. Das Realistische steht in seinem neuen Roman im Vordergrund, das Metaphysische verbirgt sich in erträglicher Lichtmetaphorik.
Prinz-Eisenherz- und Fix-und-Foxi-Hefte, Maggi-Sauce, Baumhaus, Spucken und Pissen zeichnen eine Kindheit im Ruhrgebiet, wie sie Rothmann schon wiederholt beschrieben hat. Diesmal nicht im Rückblick, sondern durchgängig aus Kindersicht.
Julian ist selbstverständlich nicht unter Tage. Die Arbeit des Bergarbeiter-Vaters erzählt Rothmann daher in „arbeitsgeschichtlichen" Einschüben. Es ist verblüffend, wie es dem Autor gelingt, dabei nicht ins Romantisieren zu verfallen. Denn in der Oberwelt flimmert gleichzeitig der Fernseher „Bonanza", Werner Höfer und Heinrich Böll in die Stube.
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