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Jungen: Was sie vermissen, was sie brauchen
 
 
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Jungen: Was sie vermissen, was sie brauchen [Broschiert]

William F. Pollack , Andreas Gößling
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2. Auflage. (8. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596179416
  • ISBN-13: 978-3596179411
  • Originaltitel: Real Boys (RESCUING OPHELIA'S BROTHERS)
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.987 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

William S. Pollack
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In dem wohl umfassendsten Buch, das es je über Jungen gegeben hat, zeigt William Pollack, was Jungen auf dem Weg zum Mannsein aufgrund falscher psychologischer Vorstellungen vermissen und unwillentlich opfern müssen. Und er zeigt, was unsere Söhne wirklich brauchen, damit sie sich gesund und positiv entwickeln.

Unsere Söhne haben Probleme. Und diese Probleme sind gravierender als wir denken. Selbst diejenigen, die ganz "normal" wirken und die mit ihrem Leben dem Anschein nach ganz gut zurechtkommen, sind davon betroffen. Die Vielzahl widersprüchlicher Erwartungen, denen unsere Söhne von seiten der Gesellschaft als Jungen und später dann als Männer ausgesetzt sind, ist verwirrend, und so fühlen sich viele von ihnen ohne Orientierung - mit weitreichenden Folgen. Jungen über Jungen: "Es ist wirklich schwierig, ein Junge zu sein, wenn man von dir erwartet, dass du nicht über deine Gefühle sprichst. Du musst mit allem allein klar kommen. Bei Mädchen nimmt jeder an, dass sie sofort mit jemandem sprechen. Als Junge darfst du das einfach nicht. Es gibt so viele Dinge, die ein normaler Mensch wahrscheinlich tun würde, die einem Jungen aber einfach verboten sind." Calvin, 15 Jahre "Nur weil du ein Junge bist, behandeln dich die Menschen manchmal wie einen Rüpel. Würden sie ihre Augen öffnen, würden sie erkennen, dass die meisten von uns eigentlich ganz nette Kerle sind." Dirk, 17 Jahre "Du musst immer deine Deckung hochhalten - tust du das nicht, sagen sie, dass du nicht cool bist." Jan, 14 Jahre "In Wirklichkeit unterscheiden wir uns nicht sehr von Mädchen. Wir tun die Dinge nur auf etwas andere Art." Tim, 13 Jahre "Wenn ich niedergeschlagen bin, kann ich es gut verbergen. Es ist, als trüge ich eine Maske." Bernd, 14 Jahre -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

William Pollack gehört zu den angesehensten Psychologen in den USA. Er ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für Studien zur Psychologie des Mannes der Amerikanischen Psychologischen Vereinigung (APA) und Co-Direktor des Männerzentrums am McLean Hospital der Harvard Medical School.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Weit ab vom "Grenzsetzungswahn" und "Supernanny - Gedönns" der letzten Jahre finden wir heute dieses hervorragende Buch. Pollack unterscheidet sich wohltuend von allen auf biologistischen Thesen beruhenden Sichtweisen à la ...Venus und Mars etc. Die angeblich angeborenen Geschlechterunterschiede werden nicht zur Untermauerung seiner Theorie herangezogen. Solcherlei Annahmen haben uns nämlich eigentlich erst zu genau der erzieherischen Mangelkultur geführt, die heute die Buben in Kindheit und Pubertät ihrer "weichen", emotionalen und mitfühlenden Seite weitgehend beraubt.
Er bezieht deutlich Stellung gegen die gesellschaftlich gestützte Zerrüttung der Mutter-Sohn-Bindung in der Pubertät und plädiert mit Nachdruck für eine Abkehr vom üblichen männlichen Verhaltenskodex (Leistungs- und Konkurrenzorientierung, Körperbedürfnisse ignorieren, Emotionen unterdrücken etc....). Er greift umfassend die wichtigsten Alltagsthemen auf (Mutter - Sohn - Beziehung, Vater - Sohn - Beziehung, Alleinerziehende, Freundschaften, Schule, Sport,
(Homo-)Sexualität, Gewalt, Scheidung, Liebe etc.) und gibt auch leicht verständliche praktische Anleitungen für Eltern. Manches hätte man sicher kürzer fassen können, aber das nimmt man gern in kauf, DENN:
Sein Buch ist ein Manifest für die Wiederherstellung und den Erhalt der Herzenskräfte unserer männlichen Kinder. Sehr lobenswert!
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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich mal Fakten 30. März 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch habe ich im Original gelesen und kann daher nur für den Inhalt nicht für die Übersetzung sprechen.
Das Buch vermittelt einen genialen Einblick in die Siutuation und die Probleme von Jungen.
Als Vater bin ich immer wieder verunsichert, welche Dinge ich meinem Sohn mitgeben sollte. Dieses Buch erklärt die Hintergründe auch an Extremfällen aus der psychologischen Praxis und gibt (zumindest mir) überaschende Einsichten und damit einen Anhalt.
Für Mütter dürfte es Augen öffnen!

Eltern von Jungen: Unbedingt lesen!!!

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schockierende Einblicke 5. April 2011
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Man muss bei der Lektüre des Buches immer vor Augen haben, dass das Original aus den USA und von 1998 stammt. Die gesellschaftlichen Aspekte, zum Beispiel in Bezug auf den zweiten Weltkrieg und den Stolz der Mütter auf die abwesenden Männer, sind aus deutscher Sicht manchmal nicht nachzuempfinden. Die Entwicklungen, die sich bei uns im gleichen Zeitrum abspielten waren einfach anders.
Generell geht Pollack davon aus, dass Jungen häufiger von Depressionen und Unsicherheit gequält werden als man gemeinhin vermutet. Jungen maskieren sich besser und ziehen sich auf Rollensterotypen zurück. Was man als "typisch Junge" empfindet (Verschlossenheit, Übermut et.), ist für Pollack ein Zeichen von fehlender emotionaler Zuwendung durch die Umwelt. Er beschreibt wie Jungen im Verlauf ihrer Entwicklung zwangsweise "abgehärtet" und zu echten Männern gemacht werden. Beim Eintritt in den Kindergarten wurde offenbar zu der Zeit als das Buch entstand (doch hoffentlich nicht mehr heute) die Kinder einfach in den Klassenraum gebracht und dort mit den Kindergärtnern allein gelassen. Jungen die weinten oder andere Zeichen von Unwohlsein zeigten wurden zurecht gewiesen sich zusammen zu reißen. Mädchen hingegen wurden getröstet. Pollacks Fallbeispiele mögen absichtlich drastisch gewählt sein. Aber es ist trotzdem schockierend zu lesen wie gleichgültig sich die Gesellschaft den Bedürfnissen kleiner Kinder entegen stellt. Zur Abhärtung schicken zum Beispiel Väter ihre Söhne zum Boxen. Erschreckender ist aber dass es Boxkurse für 5-jährige(!) in Kindergärten überhaupt gibt!
Körperliche Kontakte zu anderen menschen werden meist als sexuell empfunden. daher sind Berührungen zwischen Mutter und Sohn verpöhnt. Die Furcht vor dem Ödipusskomplex ist triesig. Kontakte zwischen Jungen (Umarmungen, Schulterklopfen) werden gesellschaftlich nur akzeptiert, wenn sie mit Spott oder Scherzen verbunden sind. Wahre Gefühle sind für Jungs tabu und werden wenn überhaupt nur engen Freunden im Verborgenen gezeigt. Das Ergebnis ist eine tiefe Vereinsamung.
Problematisch ist das dadurch vermittelte Rollenbild, besonders für Jungen in der Pubertät. Da sie unfähig sind ihre Gefühle zu zeigen und permamanet in der Angst vor Zurückweisung und Scham leben, gestaltet sich eine Annäherung an die emotional freieren Mädchen sehr schwer.
Im Endeffekt plädiert Pollack dafür Jungen viel Zuwendung und körperliche und emotionale Nähe zu geben. Sie zu akzeptieren wie sie sind und zu unterstützen, bei dem was sie mögen.
Als interessanten, praktischen Aspekt nehme ich aus der Lektüre mit, dass Gespräche von Angesicht zu Angesicht für Jungen und Männer schwierig sind. Komunikation läuft hier besser, wenn sie nebenbei läuft. Gespräche mit Ehemann und Sohn führt man also am Besten während gemeinsamer Aktivitäten (Spaziergang, Modellbootbau, Drachensteigen lassen, Kochen, Abwasch etc.). Um Kontakt zum Kind zu halten, sollte man ihm und seinen Interessen etwas Aufmerksamkeit schenken.
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