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Der Junge und der Wolf [Blu-ray]

Nicholas Brioudes , Pom Klementieff , Nicolas Vanier    Freigegeben ab 6 Jahren   Blu-ray
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Nicholas Brioudes, Pom Klementieff, Vantha Talisman, Bernard Wong, Gurgon Kyap
  • Regisseur(e): Nicolas Vanier
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 20. Mai 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003CM4IBU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.478 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Der 16-jährige Nomade Sergei lebt in den nordöstlichen Steppen Sibiriens und wird trotz seines jugendlichen Alters von seinem Vater Nicolaï zum neuen Hüter der Rentierherde bestimmt. Seine Aufgabe ist es, die dreitausend Tiere zählende Herde auf höher gelegene Ebenen zu führen und sie vor Übergriffen der Wölfe zu schützen. Eines Tages jedoch trifft er auf eine Wolfsmutter und ihre vier Jungen und bringt es nicht über das Herz, sie zu erschießen, wie es die jahrtausendealten Regeln des Clans verlangen. Mit der Zeit kommt er den Wölfen näher, lediglich seine große Liebe Nastazia teilt sein Geheimnis. Bis Mitglieder des Clans Wolfsspuren im Schnee entdecken ...

Produktbeschreibungen

Der 16-jährige Nomade Sergei lebt in den nordöstlichen Steppen Sibiriens und wird trotz seines jugendlichen Alters von seinem Vater Nicolaï zum neuen Hüter der Rentierherde bestimmt. Seine Aufgabe ist es, die dreitausend Tiere zählende Herde auf höher gelegene Ebenen zu führen und sie vor Übergriffen der Wölfe zu schützen. Eines Tages jedoch trifft er auf eine Wolfsmutter und ihre vier Jungen und bringt es nicht über das Herz, sie zu erschießen, wie es die jahrtausendealten Regeln des Clans verlangen. Mit der Zeit kommt er den Wölfen näher, lediglich seine große Liebe Nastazia teilt sein Geheimnis. Bis Mitglieder des Clans Wolfsspuren im Schnee

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Nicolai(Min Man Ma), der Führer eines Ewenen-Clans weiß das genau. Aber er muss es seinem Sohn Sergei(Nicolas Brioudes) einschärfen. Im Nordosten Sibiriens geht es im Winter ums nackte Überleben. Die Ewenen benötigen für dieses Überleben genau das, was auch die Wölfe Sibiriens über den Winter bringt: Rentiere. Sergei, der jetzt alt genug ist, um die Herde zu hüten, hat sich in diesem Kampf jedoch in eine Zwickmühle manövriert, aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Als Sergei die Rentierherde des Clans hüten darf, bemerkt er eine Wölfin in der Nähe. Er folgt ihr, will sie töten, unterlässt es aber, als er sieht, dass sie vier Junge hat. Jeden Tag beobachtet er die Tiere und kommt ihnen näher. Sergei nennt die Wölfin Vulca. Ein männlicher Wolf gesellt sich ebenfalls zur Familie. Sergei, der allein bei der Herde ist, erzählt dem Clan nichts. Die Ewenen töten jeden Wolf, um ihre Herden zu schützen. Doch dann weiht er seine Freundin Nastazya(Pom Klementieff) in sein Geheimnis ein. Nastazya erkennt sofort die Gefahr, in der Sergei schwebt. Und auch im Clan wird einigen klar, dass Sergei ein Geheimnis hat, dass er nicht preisgeben will. Als dann Wolfsspuren in der Nähe der Herde gefunden werden, machen sich die ersten Jäger Gedanken. Auch Sergeis Vater Nicolai spürt den Wölfen nach. Als der Winter sich über Sibirien legt, kommt es, wie es kommen musste: Die Wölfe reißen ein Rentier. Jetzt muss Sergei die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen...

Nicolas Vanier hat uns 2004 mit seinem Film -Der letzte Trapper- große Freude bereitet. Da war es klar, dass auch -Der Junge und der Wolf- jetzt in meinem Player landete. Vanier hat das gemacht, was er am besten kann: Mit ruhiger Hand und dem Blick fürs Detail hat er die unvergleichbare Landschaft Sibiriens in unvergesslichen Bildern abgelichtet. Wenn die Tundren im Abendlicht glühen oder der Winter auch noch den letzten Zweig in einen Eispanzer gehüllt hat, transportiert Vaniers Kamera diese Bilder direkt in unser Herz. Wenn Vanier aus der Vogelperspektive die Rentierherde, die im Winter über einen Bergrücken zieht, in den Focus nimmt, dann ist das Ergebnis dieser Bilder atemberaubend. Dazu hat Vanier fantastische Aufnahmen der Wölfe abgeliefert. Das wirkt in keiner Szene gestellt, kommt natürlich, wild und animalisch daher.
Dialoge und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind da nicht so ganz Vaniers Ding. Aber in der klar strukturierten Story um den jungen Ewenen und den wilden Wölfen fällt das kaum ins Gewicht.

"Sie werden es nie erfahren" lässt Nicloas seine Nastazya wissen. Da ahnt er noch nicht, dass Sibiriens weite Flächen und der eiskalte Winter jedes Geheimnis offenbaren werden. Sie dürfen dabei sein, wenn sich entscheidet, was mit Nicolas Wölfen passiert. Nutzen sie die Chance. Es gibt wunderbare Bilder und eine anrührende Geschichte zu sehen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
filmisches meisterwerk 5. August 2010
Format:DVD
Nicolas Vanier ist ein Meister seines Faches! mit traumhaften Bildern bringt er uns den Alltag eines nahezu unbekannten Nomadenstammes im unwirtlichen Nordosten Sibiriens nahe. eine zarte Liebesgeschichte, die Bemühungen eines jungen Ewenen um Anerkennung in seinem Clan, sowie eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und wilden Wolf.
im Making Of wird klar warum dies alles so ehrlich authentisch "rüberkommt". nicht nur die Ewenen sind echt,Vanier filmte auch bei minus 50 grad C! Er braucht keine Styroporschneestürme im ge heizten Studio und das sieht man in jeder Szene.
echt. pur.ehrlich. ein schöner berührender Film
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Produkt: DVD (1) / Qualität TOP
Deutscher Titel: Der Junge und der Wolf. Originaltitel: Loup
Produktionsland: Frankreich. Premiere: 2009
Mit: Nicolas Brioudef, Pom Klementieff, Min Man Ma, Vantha Talisman, Bernard Wong, Gurgon Kyap, Kaveil Kem u. A.
Regie: Nicolas Vanier. Kamera: Thierry Machado, Gerard Simon
Bild: gut / Farbe / Breitbildformat. Sprache: nur deutsche Synchronisation. Untertitel: nur deutsch. Filmlänge: 101 Minuten
Genre: Ethnofilm > Tierfilm > Jugendfilm
Specials:
a) Making of (51 Minuten in französischer Sprache mit deutschen UT)
b) Doku über Tiere Sibiriens von Nicolas Vanier (15 Minuten)
c) Pannen (5 Minuten)

Sibirien. Äußerster Nordosten. Entlegenes Werchojansker Gebirge. Heimat der Rentiernomaden aus dem Volk der Ewenen. Der Stamm ist aufgeteilt in Clans von vier bis sechs Familien. Der junge Sergej wurde ausgewählt, um auf einem einsamen Hochplateau die Rentiere zu hüten. Er ist völlig alleine und hat ein Gewehr, um damit die Herde vor den Angriffen der Wölfe zu schützen. Als er zufällig einen Bau mit Wolfswelpen entdeckt und deren Mutter erblickt, zögert er entgegen der Tradition seines Volkes, mit der Erlegung der Tiere. Stattdessen freundet er sich mit den Wölfen an. Sie wachsen heran und werden zu Rentierjägern. Der Konflikt zwischen Tradition und Tierfreundschaft ist vorprogrammiert.
Ein unentschlossener und gesamtgesehen unbefriediegender Spielfilm, obwohl das Thema interessant ist - die Bemühung um das Aufzeigen des Gesamtzusammenhangs von Mensch, Tier, Natur. In der Tat ist die gesamte Natur der Raum, in dem man sich realisiert. Jedoch sind die unwirtlichen Naturgesetze derart bedrohlich, dass kleine Fehler lebensgefährlich sind. Die Überlebensregeln müssen vorbehaltlos eingehalten werden, damit es aufgrund von sich einschleichenden Lockerungen nicht zu einer Katastrophe käme. Freundschaftliche Kompromisse mit gefährlichen Elementen der Natur sind mit den bewährten Überlebensregeln unvereinbar. Es stellt sich dabei die Frage, inwiefern ein positiver Zugang zu den als bedrohlich angesehenen Elementen dennoch möglich ist, und ob es ein harmonisches Miteinander trotzdem geben kann.
Der Regisseur schält nun einen allzu künstlichen Konflikt heraus, den er gar nicht beantworten kann. Nämlich: wenn die Wölfe programmierte Rentierkiller sind und darum gnadenlos gekillt werden müssen, dann ist die Frage nach einer Koexistenz zwischen Mensch und Wolf inexistent. Da der Regisseur jedoch in die Geschichte eine Freundschaft zwischen Wolf und Mensch hineinstellt, so ist es logisch, dass er scheitern muß - da die Unvereinbarkeit bleibt: der Wolf bleibt weiterhin Jäger der Rentiere und infolgedessen der Mensch der Jäger des Wolfs. Darin ist das unbewältigbare Dilemma beinhaltet, welches der Film nicht beantworten kann, jedoch in einer konstruierten Dramaturgie vermeintlich beantwortet. Die faule Lösung, dass das Wolfsrudel weit entfernt in irgend einem Landabschnitt verweilt, nur weil der Junge es ihnen ins Ohr geschrien hat, erscheint dämlich. Dämlich auch die Pointe, dass sich der Junge frenetisch freut, dass die abgeschossenen Wölfe nicht zu seinen Wolfsfreunden gehören - als ob der Tod der unbekannten Wölfe weniger bedauerlich wäre. Das sind letztlich totale Naivitäten, welche die tatsächliche wichtige Thematik verwässern und relativieren. Der Film menschelt auf eine realitätsverfremdende Weise und hinterlässt beim Zuschauer einen unglaubwürdigen Nachgeschmack.
Die Freundschaft zwischen dem Jungen und den Wölfen wird nicht verinnerlicht. Die mystische Verbrüderung zwischen dem Jungen und den Raubtieren erfährt keinen Inhalt - es ist eine Aneinanderreihung von gegenseitiger Beobachtung und gemeinsamen Spielen, ohne den Prozess der Verwesentlichung in einen letzten Sinn.
Es war dem Regisseur unerreichbar, eine tatsächliche befriedigende Lösung zu vermitteln in einer möglichen Symbiose des Zusammenlebens zwischen Mensch und Raubtier. Die Ewenen müssen ihre Rentierherde schützen, also müssen sie die sich anschleichenden Raubtiere töten. Die Wölfe aber bleiben Wölfe und lassen sich nicht domestizieren zu etwas, was sie niemals sein können. Wofür also die Konstruktion der Filmhandlung? Der einzige Grund mag in der Tatsache liegen, dass der Regisseur ein gutes Auge hat für die dokumentarische Darstellung von Naturvölkern, Wildtieren und Landschaften. Um diese Drei gleichzeitig darzustellen, bedarf es eines Spielfilms. Der Spielfilm jedoch bedarf eines kompatiblen Drehbuchs. Darum wurde das in sich unvereinbare Thema künstlich konstruiert. Das Projekt ist kläglich gescheitert.
Das Dilemma besteht in der Tatsache, dass ein Naturvolk im Einklang mit der Natur dennoch innerhalb dieses relativen Einklangs konsequent Wölfe abknallt, ohne die metaphysische Hinterfragung nach dem Warum. Es ist letztlich nicht klar, ob sich der Regisseur dieses Dilemmas überhaupt bewußt war. Denn er wählte das Thema und die Lokalität aus, ließ jedoch seine Geschichte vom Anfang bis zum Ende gemäß einem naturalistischen Drehbuch einfach laufen, wie es laufen konnte. So verbleibt der Film letztlich in einem unentschlossenen Mittelmaß der Handlung ohne wirkliche Spannung, ohne Biss und Ergriffenheit und schwächelt dahin, so wie wenn ein Nomadenzug gelassen dahinzieht. Für eine Dokumentation wäre das wunderbar - für einen Spielfilm ist es fatal. Die wunderbaren Landschaftsaufnahmen samt den dokumentarischen Darstellungen der Nomadenzüge der Ewenen mit und auf ihren Rentieren, vermögen sich dabei nur als Dokumentareindrücke zu beweisen, nicht als Qualitätsmerkmale eines Spielfilms. Der Regisseur hätte mittels solcher Szenen einen Dokumentarfilm über Natur, Ewenen und Tiere machen sollen, aber keinen Abenteuerfilm.
Weiters armt der Film an viel zu seichten Behandlungen der Ewenen selbst. Die Menschen bewegen sich beeindruckend als reitende, schlittenfahrende, zeltlagernde Nomaden. Wenn sie aber reden, so haben sie nicht viel zu sagen. Die Sätze hören sich an wie kitschige Dialoge einer Telenovella des modernen Lebens . Die Worte des Schamanen, welche die eigentliche, tiefste Wahrheit auf eine mystische und transparente Weise erhellen sollten, bleiben verschwommen und indifferent. Die Liebesgeschichte zwischen Junge und Mädchen hat keinen Bezug zum Grundthema. Die Beobachtung der Wölfe aus der dramaturgischen Sicht des Jungen ist langweilig und spannungslos. Der Film ist langweilig, weil er Spielfilm ist, statt Dokumentarfilm. Als Dokumentation wäre er eine filmische Sensation. Doch als Spielfilm ist es ein Werk ohne Richtung und Ziel. Bedauerlich, dass eine so spannende Thematik so unbefriedigend und langweilig bearbeitet wurde.
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