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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine besondere Vater-Sohn-Beziehung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Ripley folgte (Gebundene Ausgabe)
„Der Junge, der Ripley folgte“ ist der vierte Roman mit Tom Ripley, der vielleicht bekanntesten Romanfigur von Patricia Highsmith. Tom Ripley, ein dem Leser verstörend sympathischer Ganove, der nach dem einen oder anderen Mord, der mehr oder weniger unvermeidbar seinen Lebensweg kreuzte, als Besitzer einer schönen Villa südlich von Paris inmitten der gutbürgerlichen Gesellschaft angekommen ist, trifft völlig überraschend auf einen Jugendlichen, der auch ein unerfreuliches Geheimnis mit sich herumzuschleppen scheint. Für den jungen Frank Pierson ist Tom Ripley in jeder Hinsicht ein Vorbild, und es entwickelt sich eine Vater-Sohn-Beziehung der etwas anderen Art, die den ganzen Roman über trägt. Spannend für den Leser bleiben letztlich zwei Fragen: Hat Millionärssohn Frank Pierson den Mord, der ihn zu Tom Ripley getrieben hat, tatsächlich begangen und – falls ja – gelingt es ihm, als Schüler Ripleys mit der moralischen Bürde, schuldig zu sein, umzugehen ? Bis zur Klärung der beiden Fragen und dem Finale in Frank Piersons Heimat Neuengland führt die Autorin durch eine rasante Romanhandlung, die vor allem in Paris und Berlin angesiedelt ist. Dies geschieht mit dichten atmosphärischen Schilderungen, so dass der Leser neben der psychologischen sehr interessanten Grundkonstellation auch die örtlichen Gegebenheiten der beiden Metropolen aus den 70er Jahren mitnimmt. Vielleicht sogar der stärkste Roman in der insgesamt. Eine Verfilmung des Stoffes gibt es bislang nicht – ob man dies als Leser bedauern soll, bleibt nach den Erfahrungen mit seitherigen Ripley-Verfilmungen aber eine letztlich offene Frage.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein besonderer Ripley,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Ripley folgte (Taschenbuch)
Tatsächlich ist dies der vierte von fünf Ripleys:- The talented Mr. Ripley - Ripley under ground - Ripley's game (dt. "Der amerikanische Freund", verfilmt von Wim Wenders) - The boy who followed Ripley - Ripley under water Daß die bereits eingeführte Figur für Leser vorheriger Teile ein gewisses Potential für mehr oder weniger unvermeidliche Wiederholungen birgt, verwundert nicht. Bestechend ist diese Episode einerseits durch die besondere Beziehung, die geschildert wird, andererseits durch ihr Tempo und die schon in der vorigen Rezension angesprochenen dichten atmosphärischen Schilderungen, besonders in Berlin. Patricia Highsmith hat das wie kein anderer beherrscht, und sie hat intensiv recherchiert - vor Ort. Es handelt sich übrigens um das Berlin der (späten) 70er Jahre, um Orte, an denen zur gleichen Zeit etwa ein David Bowie verkehrt haben könnte. Daß diese Episode nicht verfilmt wurde, schadet ihr sicher nicht aber es wäre vielleicht ein Stoff für einen genialen Regisseur wie Wim Wenders (seine Verfilmung der dritten Episode gehört zum Besten, was der deutsche Film zu bieten hat). Für Berliner und Wahlberliner ist dieser Roman definitiv ein Muss! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ripley Nr. 4 (1980),
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Ripley folgte (Taschenbuch)
Wie schon in "Ripley's Game" steht auch in "The Boy who followed Ripley" die fürsorgerische Seite von Tom Ripley im Zentrum. Patricia Highsmith entfernt sich somit weiter vom Thriller-Genre. So ist z.B. die Entführungsgeschichte in Berlin doch sehr seltsam und unglaubhaft. Im Vordergrund steht die Beziehung von Ripley zum jungen Amerikaner Frank Pierson. Offensichtlich erkennt sich Ripley in Frank wieder, ein Spiegelbild seiner selbst. Erst recht werden bei Ripley Beschützerinstinkte geweckt, als dieser ihm sein dunkles Geheimnis beichtet. Selbstverliebt gefällt er sich in seiner Rolle als Mentor.Das vierte Ripley-Buch ist eigentlich eine grosse Variation von "Der talentierte Mr. Ripley", aber mit umgekehrten Vorzeichen. Wieder kommt ein junger Amerikaner nach Europa, wo er einen anderen bewundert und nachstellt. Wieder geht es um einen vermissten Millionärssohn, der nach Amerika zurückgeholt werden soll. Und wieder taucht ein von der Familie engagierter Detektiv auf. Nur haben Ripley und Frank/Dickie die Rollen getauscht. Schliesslich kommt die homoerotische Komponente in diesem Band klarer zum Ausdruck. Eine lustige Szene spielt in einer Schwulenbar. Zudem erläutert Highsmith etwas genauer die distanzierte Beziehung von Ripley zu seiner Frau. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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