Mit seinem Rückblick auf die eigene Kindheit ist Coetzee eine einfühlsame Beschreibung der Gefühlswelt und Denkweise des kleinen Jungen, der er selbst einst war, gelungen. Indem er nicht die Ich-Form wählt, sondern in der 3. Person erzählt, distanziert er sich selbst zwar im Nachhinein von dessen Person, lässt den Leser aber dennoch unmittelbar an dessen Gedanken teilhaben. Der Junge ist ein nachdenklicher, in sich gekehrter Einzelgänger und stets scharfer Beobachter, der bereits so manches an widersprüchlichem und verlogenen im Leben der Erwachsenen durchschaut. Seine kindliche Suche nach Leitbildern und Idealen, sein abwechselndes Lieben und Bekämpfen der Mutter sowie sein Wunsch, einer bestimmten Gruppe (z.B. den Katholiken) zuzugehören, spiegeln zugleich auch die Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit der damaligen südafrikanischen Gesellschaft wider, in der sich der schwelende Rassismus allmählich in der Apartheidspolitik manifestierte.