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Der Junge
 
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Der Junge [Gebundene Ausgabe]

J. M. Coetzee , Jean M. Coetzee , Reinhild Böhnke
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100108116
  • ISBN-13: 978-3100108111
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 752.678 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

John M. Coetzee
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte eines sehr sensiblen, intelligenten und schwierigen kleinen Jungen, der in einem öden Provinznest ungefähr 160 Kilometer nördlich von Kapstadt aufwächst. Der südafrikanische Autor J. M. Coetzee erzählt in seinem Erinnerungsbuch von dem kleinen Jungen, der er einst war, mit einer erstaunlichen analytischen Nüchternheit gleichsam aus der Distanz des Unbeteiligten. Die Besonderheiten dieser Kindheit sind zum einen bedingt durch die multikulturelle Situation im Südafrika der 40er und 50er Jahre, dem belasteten Nebeneinander von Afrikaanern, Engländern und Schwarzen, und zum anderen durch die individuellen Eigenarten des Jungen, der ein nachdenklicher Einzelgänger ist, sehr an seiner Mutter hängt und den männlich dominierten Lebensformen um ihn herum nichts abgewinnen kann. Das Verhältnis zu seinem Vater, einem in seinem Beruf als Rechtsanwalt glücklosen Mann, changiert zwischen Desinteresse, Unverständnis und Verachtung, doch auch die Liebe zu seiner Mutter empfindet er eher als Belastung und Falle denn als Glück. Er liebt es, sich in seine Bücher zu vergraben, er ist ein unerbittlicher Beobachter und entwickelt ein genaues Gespür für Widersprüche und die dunklen Geheimnisse der Erwachsenen. Er fühlt, daß er anders ist, und wünscht sich doch sehnlich, normal zu sein. J. M. Coetzees meisterliche Charakterstudie eines kleinen Jungen, in dem sich früh der Autor ankündigt, liest sich wie ein Roman.

Über den Autor

J. M. Coetzee, 1940 in Kapstadt geboren und Literaturprofessor in seiner Heimatstadt, gehört zu den meistgerühmten südafrikanischen Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. zweimal mit dem Booker-Preis - für Leben und Zeit des Michael K. (1983) und für Schande (1999).

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Coetzee's boyhood, 31. Oktober 2003
Von 
Uta Theilen (Steinhausen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Das Buch ist meines Erachtens nicht zuletzt deshalb lesenswert, weil es authentisch die Verhältnisse in der südafrikanischen Gesellschaft wiedergibt, wie man sie selbst heute, in dem demokratischen Südafrika noch finden kann. Ich habe selbst ein paar Jahre in Kapstadt und der Umgebung verbracht und fühlte mich beim Lesen an Vieles erinnert.

An Coetzees Schreibstil gefällt mir, dass er sehr aussagekräftig ist, den Leser mit ins Geschehen nimmt. Kitschig wird C. dabei nie. Obwohl ich es vorziehe, Bücher - soweit mir dies möglich ist - in der Originalsprache zu lesen, finde ich die Übersetzung sehr gelungen.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen englische kindheit im burischen südafrika, 23. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Coetzee beschreibt seine eigene kindheit in einer englischen familie inmitten all der anderen burischen familien. seine eltern legen wert auf sitten und kultur und damit ist der junge aussenseiter, weil bei den burem mehr wert auf handfestes (harte arbeit, alkohol) gelegt wird. dieses buch hilft, einen teil der südafrikanischen gesellschaft zu verstehen - wenn schon die weißen untereinander so zerstritten sind..., lesenswert
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Eine Kindheit in Südafrika, 4. Februar 2003
Mit seinem Rückblick auf die eigene Kindheit ist Coetzee eine einfühlsame Beschreibung der Gefühlswelt und Denkweise des kleinen Jungen, der er selbst einst war, gelungen. Indem er nicht die Ich-Form wählt, sondern in der 3. Person erzählt, distanziert er sich selbst zwar im Nachhinein von dessen Person, lässt den Leser aber dennoch unmittelbar an dessen Gedanken teilhaben. Der Junge ist ein nachdenklicher, in sich gekehrter Einzelgänger und stets scharfer Beobachter, der bereits so manches an widersprüchlichem und verlogenen im Leben der Erwachsenen durchschaut. Seine kindliche Suche nach Leitbildern und Idealen, sein abwechselndes Lieben und Bekämpfen der Mutter sowie sein Wunsch, einer bestimmten Gruppe (z.B. den Katholiken) zuzugehören, spiegeln zugleich auch die Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit der damaligen südafrikanischen Gesellschaft wider, in der sich der schwelende Rassismus allmählich in der Apartheidspolitik manifestierte.
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