... türkischstämmiger Deutscher. Hier kommen aber nicht Cem Özdemir oder Vural Öger zu Wort, sondern eher unbekannte Menschen wie Ali Aslan, Elvan Polat und Türkbug Tamer Uras. Vielleicht sagt dem einen oder der anderen Namen wie etwa des Musikers Muhabbet, des Fotografen Ali Kepenek oder der Grünen-Abgeordneten Bilkay Öney etwas. Von Hatice Akyün, von der ich gerade ein Buch gelesen habe, ("Einmal Hans mit scharfer Soße") ist auch zu lesen. Passagenweise werden Auszüge aus dem Buch als Interview übernommen.
Das Buch startet mit einem Vorwort des Bundesministers des Innern Schäuble. Er unterstreicht natürlich das löbliche Unterfangen.
Negative Schlagzeilen über misslungene Integration gibt es genug. Das Buch setzt einen deutlichen Kontrapunkt. Im Jahre 1955 gab es das erste Anwerbeabkommen mit Italien, das mit der Türkei folgt 6 Jahre später. Heute leben über 2 Millionen türkischstämmige Menschen in Deutschland mit Schwerpunkt in den Ballungsräumen.
Zu Überschriften wie "Migration und mediale Präsenz", "Bildung öffnet Türen" oder "Migranten schaffen Arbeitsplätze" kommen jeweils 2-3 Personen in zum Teil Fließtexten und zum Teil im Interviewstil zu Wort. Sie berichteten von ihrer Kindheit in Deutschland und den Faktoren, die dazu führten, dass ihre Integration als eine gelungene zu bezeichnen ist.
Alle betonen die 'Bildung' von Anfang an als höchstes Gut. Das wird sicherlich die Kultusminister erfreuen.