Als ich noch etwas jünger war, besaß ich ein ähnliches Spiel, bei des es auch darum ging, einen Mordfall aufzuklären. Leider habe ich es nicht mehr und "Tatort Hotel" hat mich wegen seiner Ähnlichkeit zum Kauf bewogen.
Beim Durchlesen der Beschreibung habe ich mir zwar erst einmal gedacht "hä?", aber wenn man dann anfängt, versteht man sehr schnell, was da in der Theorie seitenlang beschrieben wird. Ich glaube aber, dass 12 Jährige mit dieser Beschreibung überfordert sein könnten.
Das Spielprinzip ist folgendes: 15 Mordfälle sollen durch je 27 Karten mit Zeugenaussagen/sonstigen Beschreibungen aufgelöst werden. Als erstes wird der Autopsiebericht des Arztes gelesen und dann geht's los. Ziel ist es, die meisten Punkte zu sammeln. Dies geschieht, indem man etweder den Täter errät (man hat drei Tipps) oder durch das Sammeln von Karten, die wertvolle Hinweise auf den Täter enthalten. Statt zu würfeln muss man sich selbst aussuchen, was man tut: eine der verdeckten Karten ansehen (kostet einen Schritt), eine Karte des Gegenspielers ansehen (dafür muss man 3 Felder weiterziehen) oder eine Karte mit dem Gegenspieler tauschen (Kosten: 5 Schritte).
Für jeden Fall braucht man in etwa 1 Stunde - das kommt wohl drauf an, wie viele Spieler es sind. Das Tolle an diesem Spiel sind die völlig unterschiedlichen Fälle. Zusätzliche Spannung ergibt sich durch die Handlanger-Karte - es kann nämlich sein, dass man während des Spiels besagte Karte zieht und somit zum Handlanger des Mörders wird.
Ich und meine Mitspieler sind völlig begeistert von diesem Spiel...es macht irrsinnig Spaß, die Fälle zu lösen.
Das einzige, was mir Negativ auffällt, ist das Preis-Leistungsverhältnis. Das Problem ist, dass es nur 15 Fälle gibt. Das heißt, nach ungefähr 15 Stunden Spielen kann man das Spiel verschenken oder so lange warten, bis man keine Ahnung mehr hat, wer der Mörder war.
Es ist sehr schade, dass es keine Erweiterung gibt, denn das Spiel ist wirklich lustig. So hat es sich leider nach 15 Stunden ausgespielt. Deshalb auch nur 4 Sterne.