Die Macher des Films haben sich ja durchaus viel vorgenommen, z.B. wurde das Forum Romanum jener Tage penibel rekonstruiert, die Stimmung des alten Rom wurde einigermaßen gut getroffen, jedoch schlichen sich auch so viele Fehler ein, dass einem der Spaß an einem Historienschinken vergehen kann. Von den fehlenden Personen über falsche Reihenfolge von Ereignissen bis zu einer schlicht historisch bewußt unkorrekten und falschen Darstellung. Ein Leben wie das des Julius Caesar in 3 Stunden zu vermurksen ist eben schon anstrengend genug, wie will man da auch noch historische Genauigkeit erwarten können? Nun, es gibt Leute, die hätten sich durchaus mehr erhofft, der Ansatz war ja ganz gut, nur wie gesagt, irgendwo wurde eben aufgehört, eingespart oder ganz gestrichen. Vielleicht wurde zuviel Geld in die Rekonstruktion der Kulissen gesteckt, vielleicht beruht es aber auch auf einer meisen Note in Geschichte gepaart mit einem miesen Drehbuch und zuvielen namhaften Stars, die man als Zugpferde unbedingt drinhaben wollte.
Und wo ich gerade schon bei den Schauspielern bin: Viele der "Zugpferde" scheinen einfach nur hineingeworfen in die Menge. Sie machen zwar ihre Rolle ganz gut, doch im Rahmen des Durcheinanders, der drehbuchmässig um sie herum abgeht, wirken sie wie hoffnungslose Rettungsanker in einer Umgebung, die sich nie so recht entscheiden kann, was sie darstellen will.
Auch die "menschliche" Seite Caesars, die der Film darstellen will, ist etwas merkwürdig geraten. Nun weiß ja keiner mehr, wie Caesar nun wirklich drauf war, aber scheint mir die im Film gezeigte Fassung mehr aus einen verklärten und durch beschönigende Sichtweisen verfremdeten Blick entstanden zu sein.
Wie auch immer, in gewisser Weise gut gemacht, aber nachdem das Budget und wohl die Einwände der Produzenten berücksichtig werden mussten, auf halber Strecke zum platten Fernsehfilm mutiert stellt der Film ein eher dürftiges Vergnügen dar, das man sich allenfalls ansieht, weil einen das Thema interessiert und man einige schöne Darstellungen bekommt. Ansonsten ziehe ich jederzeit Caesars geschriebene originale solchen eigentlich immer irgendwie lieblosen Filmen vor. Die Bücher enthalten einfach mehr für wissbegierige Menschen, der Rest geht an die Fantasie des Lesers und ist deshalb immer besser als jeder Film. Es sei denn, man besitzt keine Fantasie.