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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Auf halber Strecke stehengeblieben, 26. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Julius Caesar (DVD)
Die Macher des Films haben sich ja durchaus viel vorgenommen, z.B. wurde das Forum Romanum jener Tage penibel rekonstruiert, die Stimmung des alten Rom wurde einigermaßen gut getroffen, jedoch schlichen sich auch so viele Fehler ein, dass einem der Spaß an einem Historienschinken vergehen kann. Von den fehlenden Personen über falsche Reihenfolge von Ereignissen bis zu einer schlicht historisch bewußt unkorrekten und falschen Darstellung. Ein Leben wie das des Julius Caesar in 3 Stunden zu vermurksen ist eben schon anstrengend genug, wie will man da auch noch historische Genauigkeit erwarten können? Nun, es gibt Leute, die hätten sich durchaus mehr erhofft, der Ansatz war ja ganz gut, nur wie gesagt, irgendwo wurde eben aufgehört, eingespart oder ganz gestrichen. Vielleicht wurde zuviel Geld in die Rekonstruktion der Kulissen gesteckt, vielleicht beruht es aber auch auf einer meisen Note in Geschichte gepaart mit einem miesen Drehbuch und zuvielen namhaften Stars, die man als Zugpferde unbedingt drinhaben wollte. Und wo ich gerade schon bei den Schauspielern bin: Viele der "Zugpferde" scheinen einfach nur hineingeworfen in die Menge. Sie machen zwar ihre Rolle ganz gut, doch im Rahmen des Durcheinanders, der drehbuchmässig um sie herum abgeht, wirken sie wie hoffnungslose Rettungsanker in einer Umgebung, die sich nie so recht entscheiden kann, was sie darstellen will. Auch die "menschliche" Seite Caesars, die der Film darstellen will, ist etwas merkwürdig geraten. Nun weiß ja keiner mehr, wie Caesar nun wirklich drauf war, aber scheint mir die im Film gezeigte Fassung mehr aus einen verklärten und durch beschönigende Sichtweisen verfremdeten Blick entstanden zu sein. Wie auch immer, in gewisser Weise gut gemacht, aber nachdem das Budget und wohl die Einwände der Produzenten berücksichtig werden mussten, auf halber Strecke zum platten Fernsehfilm mutiert stellt der Film ein eher dürftiges Vergnügen dar, das man sich allenfalls ansieht, weil einen das Thema interessiert und man einige schöne Darstellungen bekommt. Ansonsten ziehe ich jederzeit Caesars geschriebene originale solchen eigentlich immer irgendwie lieblosen Filmen vor. Die Bücher enthalten einfach mehr für wissbegierige Menschen, der Rest geht an die Fantasie des Lesers und ist deshalb immer besser als jeder Film. Es sei denn, man besitzt keine Fantasie.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Der Abtritt, -oder das Ende von der Auferstehung der Sandale, 30. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Julius Caesar (DVD)
Julius Caesar schade Viele Monumental-Film Fans sind zu recht enttäuscht. Endlich kommt mal ein interessantes historisches Thema. Doch leider ist wieder einmal ein großes Thema verhunzt, und im Einheitsbrei der TV-Drehbuch-Logik verwurstet. Was wollte uns dieser Zweiteiler überhaupt sagen ? War es eine Liebesgeschichte ? eine Lektion in Geschichte, oder gar Politik ? Man konnte sich wohl nicht recht entscheiden. In drei Stunden hätte man genügend Zeit gehabt die Charaktere und Handlungsstränge aufzubauen. Die Personen und Begebenheiten werden lieblos aneinandergeklatscht. - Zudem auch noch in historisch falscher Reihenfolge ( besonders 1. Teil ). Aber selbst dem Nicht-Caesar Fachmann fällt auf, das ein zwanzig jähriger wohl kaum eine Tochter von 8 Jahren haben kann.
Wie kann ein Film mit Tobias Moretti und Christopher Walken schlecht sein, fragt man sich. - Doch es geht , wenn man sie als Statisten einsetzt, und sie nur engagiert um zugkräftige Namen zu haben. Wenn sich das Fahrwasser von "Gladiator" weiter so verdünnt, ist es um die Auferstehung der Sandale bald geschehen. Um dem geneigten Zuschauer nicht mit historischen Fakten zu überfordern ( aber nur so kann im Grunde die Biographie Caesars verstanden werden ) lässt man möglichst viel Hintergrund weg . Wird dennoch aus der Geschichte Gebrauch gemacht stimmt es nicht ( Wann war Caesar nochmal Consul ??? ) . Dies ist mit Sicherheit nicht auf kinematografische Erfordernisse zurückzuführen. An das bei PC-Spielen längst verbreitete Computerdesign muss sich der Zuschauer bei Massenszenen wohl gewöhnen, aber nicht an Sätze wie "mit 40.000 Komparsen" . Vielleicht sollte es ein Film werden der keinen vergräzt, aber auch keinen richtig begeistert . Ein Film für die ganze Familie. Wenn man nichts falsch machen will , macht man nichts richtig. Ich bewerte hier den Film, denn die DVD werde ich mir nach dem TV Auftritt nicht kaufen.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
LEST LIEBER EIN BUCH!!, 29. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Julius Caesar (DVD)
Ganz Ehrlich ich hatte mich echt drauf gefreut, doch die Enttäuschung ließ nicht lang auf sich warten!!! Zwar lockt die Verfilmung mit Namen wie Christopher Walken, Christopher Noth und Heino Ferch , doch keiner der Schauspieler wird in seiner Darstellung den historischen Persönlichkeiten gerecht , die hier dargestellt werden!! Auch Jeremy Sisto, den einige vielleicht aus der Serie " SIX FEET UNDER " kennen, kann dem großen Cäsar nicht einen Hauch von Persönlichkeit verleihen! Uli Edels Verfilmung macht ganz und gar keinen Spaß und wer sich tatsächlich gedacht hat hier etwas lernen zu können, sollte lieber ein gutes Buch lesen. Edel wollte angeblich ein Portrait Cäsars zeichnen, dass nicht nur dem Feldherren und Staatsmann sondern auch der Person Gaius Julius Cäsar gerecht wird. Wenn dies tatsächlich die Absicht dieser Verfilmung war, so ist Edel übel gescheitert. Viel schlimmer ist jedoch, dass hier ein historisch vollkommen falsches Bild gezeichnet wird. Hätte Cäsar sich tatsächlich so verhalten, wie der Film es zeigt, wäre er wohl schon viel früher auf der Strecke geblieben. Nicht einmal zeigt Edel seine Figur als brillianten Strategen, oder Staatsmann, um die korrekten historischen Hintergründe hat sich eh keiner geschert, wie mir scheint. Da war ja sogar die " Cleopatra" Verfilmung mit Billy Zane und Timothy Dalton näher an der geschichtlichen Wahrheit ..... Ich kann jeden nur vor dem Kauf dieses peinlichen und total langweiligen Films abraten!!! Ich weiß nicht was mieser ist - dieser Film oder das was Uli Edel aus Marion Zimmer Bradleys Meisterwerk " Die Nebel von Avalon " gemacht hat ! Ich kann nur hoffen, dass der arme Julius die letzte historische Gestalt war, derer Uli Edel sich angenommen hat!
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