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Julietta - Es ist nicht wie du denkst

Lavinia Wilson , Barnaby Metschurat    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Lavinia Wilson, Barnaby Metschurat, Matthias Koeberlin, Sibylle Canonica, Uwe Kockisch
  • Künstler: Josef Sanktjohanser, Prof. Martin Steyer, Sandy Saffeels, Daniel Blum, Jochen Stäblein, Sascha Schwingel, Jochen Bitzer, Petra Kray, Barbara Josek, Prof. Nico Hofmann, Andrés Jauernick, Bettina Reitz, Christoph Stark
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 11. März 2002
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000060MRN
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 62.524 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

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Die Idee hinter Christoph Starks Spielfilmdebüt Julietta ist mehr als verlockend. Eine moderne, im Berlin der Love Parade angesiedelte Verfilmung von Kleists berühmter Novelle Die Marquise von O..., das weckt Erinnerungen an all die amerikanischen Adaptionen berühmter literarischer Stoffe, die in den letzten Jahren in die Kinos gekommen sind, an Eiskalte Engel und William Shakespeares Romeo und Julia, an 10 Dinge, die ich an dir hasse und Crime and Punishment, und lässt auf einen deutschen Teenagerfilm jenseits von Harte Jungs und Mädchen, Mädchen hoffen. Aber gerade diese Gedanken an die amerikanischen Produktionen setzen die Messlatte sehr hoch. Schließlich gehören sie zu den faszinierendsten und vielschichtigsten Filmen über Teenager überhaupt.

Ihren Trip zur Love Parade und das Wiedersehen mit ihrem Freund Jiri (Matthias Koeberlin) hatte sich die 18-jährige Schülerin Julietta (Lavinia Wilson) auch anders vorgestellt. Im Gedränge der feiernden und tanzenden Menge verlieren sie und Jiri sich, und schließlich bricht sie, von Drogen berauscht, in einem Springbrunnen zusammen. Selbst als der Rettungshelfer und DJ Max (Barnaby Metschurat) sie aus dem Wasser fischt, kommt Julietta nicht wieder zu sich. Erst am nächsten Morgen wacht sie wieder auf und fühlt sich sofort zu ihrem "Retter" hingezogen. Nur hat der in der vorherigen Nacht ihre Bewusstlosigkeit ausgenutzt und sie vergewaltigt.

Über Christoph Starks Absicht kann schon nach den ersten Bildern von Julietta kaum noch ein Zweifel bestehen. Der junge Regisseur träumt von einem wilden, ganz unmittelbaren Kino. Die leicht verwackelten, schnell geschnittenen Bilder von Juliettas Zugfahrt nach Berlin zu Beginn sind genauso wie die späteren Aufnahmen von der Love Parade Dokumente einer überhöhten Erfahrung. In ihnen soll das Lebensgefühl einer Generation zum Ausdruck kommen, einer Generation, die ihre Gefühle, vor allem die Liebe, über alles, auch über moralische Erwägungen, stellt. In diesem Sinne wäre die Geschichte von dem Mädchen, das dem Mann verzeiht, der sie vergewaltigt hat, die ultimative Liebesgeschichte. Doch dieses radikale Konzept geht nicht auf. Die Dreieckskonstellation zwischen Max, Julietta und Jiri steigt nicht in die Höhen einer neuen, noch leidenschaftlicheren Romantik auf, sondern versinkt in den Untiefen einer Seifenoper. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

Julietta, eine 18jährige Schülerin aus behütetem Elternhaus, kommt nach Berlin, um mit ihrem Freund Jiri auf der Love Parade zu feiern. Sie tanzen, nehmen Drogen, werden von der brodelnden Masse mitgerissen und schließlich getrennt. Auf der verzweifelten Suche nach Jiri verliert Julietta das Bewusstsein. Max, ein DJ, rettet sie. Er ist fasziniert von Juliettas Schönheit und in einem, für ihn unwirklichen Moment zwischen Nacht und Morgen, schläft er mit ihr - während sie noch immer bewusstlos ist. Sechs Wochen später bemerkt Julietta ihre Schwangerschaft. Sofort fährt sie nach Berlin, sucht Jiri und trifft auf Max. Der ist inzwischen mit Jiri befreundet und erweist sich erneut als Juliettas "Retter". Max und Julietta fühlen sich zueinander hingezogen und kommen sich näher, doch Julietta versucht, diese Gefühle zu ignorieren. Max kann Julietta die Wahrheit nicht länger verschweigen und gesteht ihr, was ihn schon lange bedrückt. Als dann auch Jiri von Juliettas Schwangerschaft erfährt, überschlagen sich die Ereignisse, und es kommt zu einer dramatischen Auseinandersetzung...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen das kino lebt! 21. Juli 2005
Format:Videokassette
minutengenau war diese inszenierung:
nachts im tv rumgezappt - aus routine mal bei 3 sat reingeschaut - ah, da beginnt ein film (ah, der 22.25uhr-film auf 3 sat - mist, batterien der fernbedienung sind leer - naja, dann eben ohne teletextinfos...)...
und schon hat er begonnen...
es beginnt ganz interessant... und plötzlich spüre ich wie ich drin bin in dem film... selten geht es mir so, dass die zeit vergeht, ohne dass man auf die uhr schaut, dass die bilder voranschreiten und man wissen will wie es weitergeht - dass neue musik am werk ist, ohne dass sie nervt... dass von loveparade die bilder sind (und sogar die rede), ohne dass es langweilt... und dann sind da diese darsteller... jung, hübsch, authentisch - und v.a. niveauvoll im spiel... das macht spaß - aber es bleibt nicht beim spaß... ein spiel beginnt, das uns mitnimmt auf die reise, das schwankt zwischen idylle und tragödie... eine ahndung taucht auf: oh, das erinnert an kleist - später dann: ah: die wahlverwandtschaften - aber beides wirkt nicht aufgesetzt, ist kraftvoll und sprühend eingearbeitet... dieser film lebt - und hat seinen besonderen reiz darin, dass er andererseits fast wie slapstick daherkommt - ein touch von seifenoper, das schon - aber eine seifenoper auf verdammt hohem regie-niveau... hut ab - es gab applaus vor dem fernseher von mir - zumal das ende auch kurz vor schluss noch tragisch hätte umschlagen können, was gut gewesen wäre... dieses ende aber war mindestens genauso gut: es wirkt real und realistisch - und das bei soviel unwahrscheinlichkeiten im handlungsablauf... eine echte leistung!
weiter so... ich jedenfalls bin nun schon gespannt auf den nächsten christoph-stark-film...
die nur 4 sterne erklären sich so: es gibt schließlich noch tarkowskij oder angelopoulos, ein bisserl luft muss schon noch sein :-)
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen volltreffer 17. März 2002
Format:Videokassette
gleich einmal vornweg: der film ist sicher geschmackssache.ich bin ohne jegliche vorahnung in den film gegangen und war fasziniert.die story beginnt auf der love parade, auf welcher julietta u.ihre freunde feiern.sie und ihr freund jiri,ein medizinstudent aus berlin, verlieren sich jedoch später aus den augen u. julietta wird bewusstlos.max, ein dj, findet sie und schläft mit ihr.ein paar wochen später, kurz vor dem abi, bemerkt julietta ihre schwangerschaft.fest davon überzeugt,dass sie von jiri ein kind erwartet,fährt sie nach berlin.max und jiri sind mittlerweile freunde geworden und das gefühlsCHAOS beginnt. es ist faszinierend, wie die vergewaltigung zwischen den vielen szenen zum schmunzeln und max' charme in den hintergrund rückt, so dass man ihm die ganze sache kaum noch übelnimmt, obwohl es ja ein verbrechen ist.die spannung wird bis zum ende des filmes erhalten; man weiß nie, wie julietta als nächstes entscheiden wird.
ein cooler streifen mit super schauspielern !
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mann liebt Frau liebt Mann 19. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Format:DVD
Nach Motiven von Heinrich von Kleist - aber sehr frei. Und es geht auch nicht um Sex, Drogen und Love-Parade (das macht zehn MInuten des Films aus), sondern um eine Frau (Frau!! Wieso sagen immer alle "Mädchen" zu jemand wie Lavinia Wilson??) zwischen zwei Männern und den drei Worten, die uns auf ewig binden ("Ich bin schwanger!"). Und außerdem gehen doch alle fremd, irgendwie...
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