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Juliet, Naked [Gebundene Ausgabe]

Nick Hornby
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag; Auflage: 1. Auflage (3. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041398
  • ISBN-13: 978-3462041392
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 239.103 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Nick Hornby
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Von Musik hat Annie keine Ahnung. Das jedenfalls glaubt Duncan, nachdem er die Besprechung seiner Freundin von bisher unbekannten Aufnahmen des Singer-Songwriters Tucker Crowe gelesen hat. In Duncans Welt dreht sich alles um Crowe, der 1986, kurz vor einem Auftritt und kurz nach einem Erlebnis auf einer schmuddeligen Toilette, für immer aus der Musikwelt verschwunden zu sein schien. Nun hat die Plattenfirma Duncan als großem – vielleicht größtem – Fan mit Juliet, Naked eine alte Einspielung mit Songs zugeschickt, die in anderer Form auf dem Album Juliet zu hören waren. Für Annie sind die Lieder nicht mehr als talentierte Vorarbeiten, die die spätere Größe der Studioeinspielungen lediglich andeuten. Für Duncan aber sind sie eine Offenbarung.

Im Roman Juliet, Naked veröffentlichen Annie und Duncan ihre Rezensionen auf einer Fansite, er euphorisch mit dem Hang zum Größenwahn und voller Vergnügen, die Songs vor allen anderen gehört zu haben, sie leise und zurückhaltend, mit gemessener Kritik. Und plötzlich beginnt sich Tucker Crowe, von dem seit Jahren niemand mehr etwas gehört hat und über dessen Verbleib die wildesten Gerüchte kursieren, zu rühren. Er nimmt zu Annie, von der er sich erstmals seit langem wieder verstanden fühlt, Kontakt auf. Die beiden kommen sich näher – und das auf eine Art und Weise, die Ducan nicht gerade lieb sein kann...

Juliet, Naked von Nick Hornby ist eine Liebesgeschichte, die von der abgestorbenen und entflammten Liebe zweier Menschen ebenso erzählt wie – natürlich! – von der Liebe zur Musik. Wie es Hornby dabei gelingt, selbst aus scheinbaren Belanglosigkeiten wie zwei Musikbesprechungen ganze psychologische Kosmen seiner Figuren zu entwerfen, ist mehr als faszinierend. Juliet, Naked ist ein großartiges, leichthändig formuliertes Buch über Leidenschaft und Verlogenheit, das man unbedingt lesen sollte. – Thomas Köster

kulturnews.de

Über Musik schreibt eben doch niemand besser, und "Juliet, Naked" ist gerade deshalb so gut, weil Nick Hornby gar nicht erst versucht, so zu tun, als wäre er auf der Höhe der Zeit. Natürlich weiß er von den Vorteilen der iPod-Welt, er schätzt die Schnelligkeit von Downloads und Musikblogs - doch das gute alte Nerdtum mit Sammelleidenschaft und Auskennergepose ist ihm einfach immer noch näher. Diese Zerrissenheit schreibt er auch den Figuren seines neuen Romans ein, um in den Grenzbereichen auf andere große Fragen zu stoßen. Da sind Duncan und Annie, die seit 15 Jahren in Gooleness, einem Kaff an der englischen Ostküste, ihren tristen Pärchenalltag leben. Leidenschaft kommt in Duncans Leben eigentlich nur vor, wenn es um seinen Lieblingsmusiker Tucker Crowe geht. Der Singer/Songwriter feierte in den 80ern mittelgroße Erfolge, beendete dann aber aus unbekannten Gründen seine Karriere und lebt seitdem völlig zurückgezogen in einer amerikanischen Kleinstadt. Als nach 15 Jahren völlig überraschend eine neue Crowe-CD mit bisher unveröffentlichten Demoversionen erscheint, kommt es zur großen Beziehungskrise: Während Duncan natürlich sofort seine Expertenmeinung im Netz veröffentlicht, ist es doch ein Text von Annie, durch den sich Crowe zum ersten Mal verstanden fühlt. Ist nach 15 Jahren Routine noch ein anderes Ankommen möglich? Wieviele Kompromisse kann Liebe aushalten? Wenn Annie und Tucker sich annähern, werden Themen verhandelt, bei denen selbst Musikbanausen genau hinhören. (cs)

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Kundenrezensionen

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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hornby findet zu alter Form 6. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ein neuer Hornby,und dazu auch noch einer der von Musik handelt.
Oh Freude.Bei Hornby geht es mir wie bei meinen Lieblingsbands,man weiss das Erscheinungsdatum,rennt in der ersten Woche in den Laden,und wenn man das Buch das erste mal in der Hand hält,fühlt man sich wie an Weihnachten...
Zum Buch:Ein mittelaltes Paar aus einem englischen Nest führt eine eher weniger befriedigende Beziehung,sie fühlt die biologische Uhr immer lauter,und er geht völlig auf in seiner Bewunderung für einen amerikanischen Songwriter aus den achtzigern namens Tucker Crowe,der vor langer Zeit untergetaucht ist.
Seit der Erfindung des Internets findet jedes Interesse auch Gleichgesinnte,so ist er hauptsächlich damit beschäftigt,mit Gleichgesinnten alles über Tucker Crowes Leben besser zu wissen und den wildesten Gerüchten Glauben zu schenken.
Als er ein altes Demotape mit Crowes Rohfassungen seines einzigen Achtungserfolge findet,lobt er es im Netz in den Himmel.
Annie,seine Lebensabschnittsgefährtin findet diese Lobhudelei so überzogen,dass sie auch eine Kritik schreibt,wohlwollend aber objektiv.
Und der echte Tucker(der seine Fans für abgedrehte Spinner hält)antwortet ihr.Dies führt natürlich zu einigen Komplikationen.
Nick Hornby ist älter geworden,seine Protagonisten sind keine jungen Männer mehr sondern befinden sich in der Lebensmitte.
Über die zwanghafte Beschäftigung mit Musik kann er so gut schreiben wie kein anderer.Was mich ein bisschen nachdenkllich stimmt,ist dass weder Fan noch der Musiker ein halbwegs befriedigendes Erwachsenenleben führen.Eigentlich sind es 50jährige die die innere Reife von Teenagern haben.Man könnte fast meinen eine ganze Generation weigert sich mit Händen und Füssen erwachsen zu werden.
Was mir besonders gelungen erscheint ist der Kontrast zwichen den Fanlegenden und dem Leben,das Tucker Crowe tatsächlich geführt hat.
Im Gegensatz zu Hornby's letzten 3 Büchern,wo mir die Handlung doch ein bisschen konstruiert erschien,hat er wieder ein Thema gefunden zu dem er einen eigenen Zugang hat,deswegen sind auch alle Charaktere nachvollziehbar.
Wunderbar zum lesen und viel zu schnell aus,und leider gibts keine einzige Bestenliste,an High fidelity und fever pitch kann es sich nicht messen,aber es ist nah dran.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Bleis VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Nick Hornby ist ein begnadeter Plauderer. So empfinde ich das Lesen seiner Bücher immer als federleicht. Die Texte sind witzig, skurril, amüsant und immer wieder muss man laut auflachen, weil er eine Situation so wunderbar treffend beschrieben hat.

"Juliet, Naked" ist eine insgesamt eher wenig Ereignisse enthaltene Story, die sich liest, als wenn man ein nettes, amüsantes Gespräch belauscht. Doch Hornby erreicht weit mehr, denn er charakterisiert seine Durchschnittsfiguren" (Duncan, Anni und ihre Bekannten) sehr treffend und legt ihren Kern offen.

Anni lebt mit Duncan ein langweiliges, ereignisloses Leben in einer langweiligen englischen Küstenstadt. Das Leben plätschert vor sich hin. Man arrangiert sich mit der Langeweile und den Enttäuschungen. Ihr Partner - Duncan - lebt zwei Leben, sein langweiliges und eines im Internet als "Experte" von dem nur noch Insidern bekannten "Tucker Crowe". Durch einen Zufall und natürlich das Internet beginnen sich die Dinge aber zu verschieben, was dazu führt, dass alle drei Hauptpersonen (Anni, Duncan, Tucker Crowe) sich ihrem jeweiligen Leben stellen müssen.

Katalysator von der Verwandlung von Anni (der Hauptperson) ist der zunächst nur mailtechnische Kontakt mit Tucker Crowe, einem ausgebrannten ehemaligen, fast berühmten Sing-Songwriter, der - wie Anni - seine schon Jahre währende Sinnkrise langsam begreift.

Nick Hornby thematisiert aber nicht nur die Lebenskrise seiner Hauptpersonen, auch das Internet als Reflektions- oder Ersatz-Medium wird pointiert aufgegriffen.

Ein tolle Buch über das Leben und wie man es leben sollte, und wie vielleicht eher nicht.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Speaking words of wisdom ... 23. September 2010
Format:Broschiert
Der Enddreißiger Duncan ist zugleich das Beste und Schlimmste, was der Musikindustrie passieren kann: Superfan. Er kennt jedes Detail, jedes Gerücht, jede Theorie und kann auf jedweder, illegaler Liveaufnahme die feinen Nuancen in der Stimmung seines Idols Tucker Crowe bestimmen. Man könnte sagen, er kennt Tucker Crowe besser, als dieser sich selbst. Noch schlimmer: In Zeiten der digitalen Meinungsverbreitung hat Duncan weitere "Crowologen" gefunden, mit denen er sich austauschen und fachsimpeln kann. Hauptleidende ist Annie, Tuckers Beinahe-Frau. Die beiden führen mehr oder weniger eine Zweckbeziehung, die allerdings trotz all der gesellschaftlichen Sicherheit ihren Reiz verloren hat. Sollte sie jemals welchen besessen haben. Nun, zumindest findet Annie das Crowe-Album "Juliet" erstaunlich.

Als die Plattenfirma auf die glorreiche Idee kommt, die ursprünglichen Demoaufnahmen unter dem Titel "Juliet, Naked" zu veröffentlichen (die Beatles lassen grüßen), wird die schon brüchige Verbindung Duncan-Annie schwer auf die Probe gestellt: Wie kann ein solches Meisterwerk (laut Duncan) denn so gar nicht bei Annie ankommen? Und wie erdreistet sie sich, in Duncans Webforum direkt nach seiner Lobeshymne einen derartigen Verriss zu schreiben? Ein Verriss, der vor allem einer Person äußerst gut gefällt: Tucker Crowe selbst, der sich daraufhin per E-Mail bei ihr bedankt und der Fanwelt seit über 20 Jahren Abstinenz sein erstes Lebenszeichen gibt.

Schon auf den ersten Seiten lässt Nick Hornby wieder sein unglaubliches Wissen über die Musikindustrie und die Fanwelt auf höchstironische Art und Weise spielen. Wenn er im legendären "High Fidelity" noch eine eindrucksvolle Einsicht in die Welt des Plattensammlers gegeben hat, versucht er nun in "Juliet, Naked" die Leute zur charakterisieren, die nicht nur massig Platten besitze, sondern vor allem von einer bestimmten Platte eine Menge. Man kann ja nie genug Variationen seiner Lieblingsscheibe haben. Ich gestehe, ich gehöre dazu: Die 120 Led Zeppelin Tonträger in meinem Schrank unterscheiden sich auch oft nur im Detail, aber hey, auf dieses Detail kommt es immerhin an. Und wenn ich bei "One Night in Paris" nicht sofort an einen Hobbyschmuddelstreifen mit der Hilton Tochter denke, sondern eher an ein äußerst gelungenen Zep-Mitschnitt aus dem französischen Radio Anno 1971, wer kann es mir verdenken?

Hornby nimmt also die ganze Welt der Superfans aufs Korn, nicht böse-bissig, sondern verständnisvoll und mit britischer Nonchalance auf eine Art "Das ist halt so". Dabei werden vor allem auch die Möglichkeiten, die es seit dem Einzug des Internets gibt nicht ausgelassen, und so mancher Onlinerezensent könnte sich vielleicht den einen oder anderen Gedankenstoß aus dem Roman holen. Von diversen Rezensionsportalen ganz zu schweigen.

Doch wie immer bei Nick Hornby bietet dieses Umfeld nur den Rahmen, um fein gezeichnete Charaktere und deren Alltagsschwierigkeiten und Beziehungsprobleme genauer zu beleuchten. Hat er bei "About a boy" und "High Fidelity" noch von den großen Jungs gesprochen, die ihre Mühe mit dem Erwachsenwerden hatten, zeigt er hier vor allem Leute, die im Erwachsensein allesamt gescheitert sind. Was bringen gesellschaftliche Formen und Pflichten, wenn man am Ende ohne Antrieb, Motivation und Liebe auskommen muss. Gerade Tucker Crowe ist nicht nur wunderbares Beispiel für dieses Los, sondern auch gleichzeitig Katalysator für die Erkenntnis bei Annie und Duncan zugleich, und das jeweils auf seine eigene Art.

Der aktuelle Hornby liefert alles, was ich von einem seiner Bücher erwarte: Pointierte und humorvolle Betrachtungen der Popkultur, auch als Zeitdokument, sowie tiefgehende Psychogramme der Allerweltspersonen, die mit ihrem Leben und ihren Beziehungen auf Kriegsfuß stehen. Zum Lachen und zum Lernen. "High Fidelity" hat mich in den letzten zehn Jahren begleitet, gut möglich, dass "Juliet, Naked" das in den kommenden zehn machen wird.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Guter Lesestoff
Ich glaube, wenn man ein Buch von Nick Hornby in der Hand hält, dann weiß man, was einem erwartet.
Ich bin zumindest von ihm noch nicht enttäuscht worden. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von olli veröffentlicht
Enttäuschend: Öde Protagonisten in einer hanebüchernen...
"Juliet, Naked" gehört nicht zu Hornbys besseren Werken. Weder Charaktere noch Handlung haben mich überzeugt: Das sterbenslangweilige Paar Duncan und Annie aus einem... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Miezekatze veröffentlicht
Lesenswert
Wer Hornby mag wird auch dieses Buch gerne lesen. Ich kenne keinen anderen Autor, der die Persönlichkeit der Hauptpersonen so interessant und faszinierent beschreiben kann.
Vor 7 Monaten von Klaus veröffentlicht
Chronist unserer Zeit
Endlich als Taschenbuch.

Nein, es handelt sich nicht um eine nackte Frau, sondern um ein
Musikalbum. So wie "Let it Be naked". Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Dr. Joachim Stengel veröffentlicht
Nick Hornby - Juliet, Naked
Annie macht mit ihrem Freund Duncan eine Tour durch Amerika, doch nicht irgendeine Tour, es ist eine Tucker-Crowe-Pilgertour, denn Duncan ist ein glühender Anhänger... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Kerry veröffentlicht
Intelligente Literatur zum Abschalten...
Diese Buch ist eine Liebesgeschichte, aber nicht kitschig-romatisch, sondern augenzwinkernd-humorvoll! Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Breumel veröffentlicht
Krude Handlung, sympathisches Buch
Das Schöne an den Büchern von Nick Hornby sind die Figuren, in die man sich als Leser so wunderbar hineinversetzen kann, weil sie so unvollkommen und damit so lebensnah... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Andreas Schröter veröffentlicht
Musik und Leben
Sie loggte sich auf der Website ein (aus irgendeinem Grund hatte sie sie als Lesezeichen gespeichert) und druckte sich den Text aus, damit sie sich besser darauf konzentrieren... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Tanja Heckendorn veröffentlicht
Enttäuschend
Tut mir, aber ich bin wirklich ein Hornby Fan, aber "Juliet Naked" wirkt seltsam uninspiriert und läßt nach dem ersten Drittel so rapide nach, daß ich das Buch weg... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Aboche1 veröffentlicht
Kommt an andere Werke von Hornby nicht heran
Ich habe bisher so ziemlich alles von Hornby gelesen, aber leider ist das Buch ähnlich schlecht wie SLAM. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Liessmich veröffentlicht
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