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Julian
 
 
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Julian [Taschenbuch]

Gore Vidal
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Btb (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442725089
  • ISBN-13: 978-3442725083
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 361.114 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In diesem Buch erzählt der Kaiser Flavius Claudius Julianus (331-363), der Neffe Konstantin des Großen - des ersten christlichen Kaisers, sein Leben. Faszinierende Figuren wie zügellose Politiker, weise Philosophen, machtgierige Frauen, verräterische und kriecherische Höflinge spielen im Leben des Kaisers eine wichtige Rolle.
Nach seinem Regierungsantritt im Jahr 361 bekennt sich Julian zum alten Götterglauben. Doch sein Versuch, dem Christentum ein erneuertes Heidentum entgegenzustellen, scheitert. Die Christen nennen Julian "den Abtrünnigen" und leisten ihm offenen Widerstand...

Autorenportrait

Gore Vidal, geboren 1925, zählt zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Literatur. Er ist Autor von 22 Romanen, fünf Theaterstücken, vielen Filmdrehbüchern, Kurzgeschichten und über 200 Essays. Für "United States: Essays 1952 - 1992", eine Sammlung seiner Kritiken, erhielt er den National Book Award. Seine Memoiren "Palimpsest" (1996) sind ein bedeutendes Zeitdokument. Der Autor lebt in Ravello und Los Angeles.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dies ist einer der besten Romane Vidals und ein herausragendes Beispiel für einen historischen Roman. In Form eines Briefwechsels zwischen einem erfundenen Athener Philosophen und dem historisch verbürgten Rhetoriker Libanios aus Antiochia erzählt das Buch die Lebensgeschichte des spätrömischen Kaisers Julian (gest. 363 n. Chr.), der wegen seiner Wiedererweckung heidnischer Kulte vom siegreichen Christentum als "Apostata", "Abtrünniger" bezeichnet wurde. Eingeschoben sind Auszüge aus einem fiktiven Tagebuch Julians, die sich hauptsächlich auf den Bericht des Historikers Ammianus Marcellinus (gest. 395) über die Germanen- und Perserfeldzüge des Kaisers stützen. Das Buch ist insgeheim ein Schlüsselroman über Vidals Jahre als Berater John F. Kennedys und ein verstecktes Porträt von JFK, aber die Anspielungen sind so subtil, daß sie sich im Lauf des Lesens verlieren.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht nur eine Parabel! 24. Juni 2006
Format:Taschenbuch
Julian erschien 1964/65; von daher ist es schwer, den Roman rein als historischen Roman zu betrachten und nicht als Schlüsselroman zur Person der legendären US-Präsidenten John F. Kennedy, dessen Berater Gore Vidal zuvor gewesen war. Und dennoch muß dieses Projekt den Autor zuvor viele Jahre lang beschäftigt haben, was ihn nachgeradezu visionär erscheinen lässt.

Detailliert läßt Gore Vidal eine versunkene Welt wiederaufleben und Revue passieren; die ethische Korruption der Mächtigen, die krude Gradlinigkeit des religiösen Fanatismus -- all das findet sich gespiegelt sowohl im Konstantinopel des 4. Jhs. als auch in den Machtzentren der Vereinigten Staaten des 20. Jhs. Gore Vidal gelingt diese Parallelisierung ohne Abstriche bei der Überlieferung machen zu müssen. "Seine" Spätantike ist die Geisteswelt des 4.Jhs. und kein ideologischer Abklatsch. Und auf dieser Basis spürt er die Parallelen auf.

Julians Besonderheit liegt darin, daß er sich der Korrumpierung durch Reichtum und Macht mit aller Kraft seiner Gesinnung und seiner philosophischen Bildung entgegenstemmt -- und ebenso der Idiotie der religiösen Fanatiker. Heide aus Berufung ist er durch und durch ein zutiefst christlicher Mensch. Sein Fehler ist, die Auswüchse, den Fanatismus für den Irrglauben zu halten, dem er mit dem Mut der Verzweiflung eine wiederbelebten heidnische Religion entgegenstellen will, nachdem er keinen Weg mehr sieht, das System von innen heraus zu erneuern.

Formal handelt es sich um eine Mischung zwischen Briefroman und fiktiven Aufzeichnungen, ein Kunstgriff, mit dem Gore Vidal eine Atmosphäre von Authentizität erschafft, die den ganzen Text durchzieht.

Bei aller Trauer und Bitterkeit über den Untergang Julians (ebenso wie John F. Kennedys) durchweht ein unerschütterlicher, wenn auch wehmütiger Optimismus und Glaube an den Menschen den Roman.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Hier wird detailliert ein wichtiger Abschnitt der westlichen Welt beleuchtet. Der gescheiterte Versuch des römische Kaisers Julian, das Christentum als römische Staatsreligion wieder abzuschaffen. Hätte er das geschafft, würden wir heute in einer anderen Welt leben.
In seinem Kampf gegen die christlichen Lobbyisten wird deutlich, mit welcher politischen Berechnung, Brutalität und List die frühen Christen Ihre Pfründe verteidigten. Mit inszenierten "Wundern" und allerlei magischen Tricks hetzen sie das Volk gegen ihre Wiedersacher auf und vernichten sie erbarmungslos. An unzähligen Beispielen erhellt der Autor wie die Christen sämtliche Kulte zu ihren eigenen Riten uminterpretieren und sie so einverleiben. Julian wird so zum Don Quichote der gegen die christlichen Windmühlen scheitert.
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