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Julian Comstock
 
 
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Julian Comstock [Taschenbuch]

Robert Charles Wilson , Hendrik P. Linckens , Marianne Linckens
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: 1. (3. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453525663
  • ISBN-13: 978-3453525665
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 501.207 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Robert Charles Wilson
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Robert Charles Wilson ist ein magischer Geschichtenerzähler!" (Stephen King )

"Robert Charles Wilson erinnert uns an etwas, was wir beinahe schon vergessen hatten: dass die Science Fiction das aufregendste aller literarischen Genres ist." (Toronto Star )

Kurzbeschreibung

Was wäre, wenn in den USA ein neuer Bürgerkrieg ausbricht ...

Infolge einer Wirtschaftskrise greift eine religiöse Clique nach der Macht in Washington – mit verheerenden Konsequenzen: Das Land versinkt in einem Bürgerkrieg, der auf frappierende Weise an den letzten erinnert. Und inmitten der Wirren dieses Krieges findet sich Julian Comstock wieder, Held wider Willen und möglicher Schlüssel für eine neue Art der Zivilisation …

Mit „Julian Comstock“ hat Robert Charles Wilson einen der großen Romane unserer Zeit geschrieben.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wilson mal ganz anders 4. September 2009
Von Peter Samol TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Vom Erzählstil und seiner Struktur her ist dieser Roman ganz anders gestrickt als die bisherigen Bücher von Robert Charles Wilson. Wer einfach ein weiteres Buch von diesem Autor lesen möchte und dabei Vertrautes erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht.

Dabei enthält es sogar zwei Stilmittel, die bisher auch schon in den besten Büchern von Wilson (gemeint sind "Spin" und "Chronolithen") anzutreffen waren. 1) Die Perspektive des Ich-Erzählers, der 2) nicht der eigentliche Held der Handlung ist, sondern vielmehr eine mehr oder weniger wichtige Nebenperson. In "Spin" war der Ich-Erzähler Privatarzt eines wichtigen Entscheidungsträgers, in Chronolithen ein Informatiker, der einer Physikerin wichtige Zuarbeiten lieferte. Im vorliegenden Roman handelt es sich beim Ich-Erzähler um Adam Hazzard, einen angehenden Schriftsteller (!) aus dem ehemaligen Kanada (!), der gleichzeitig der beste Freund von Julian Comstock ist. Dennoch ist der Roman, wie schon gesagt, so ganz anders als die beiden genannten (und auch alle anderen) Bücher von Wilson.

Die Handlung setzt ca. 160 Jahre in der Zukunft ein. Es ist eine Post-Doomsday-Welt. Die Katastrophe, die sie herbei geführt hat, war eine ökologische und hängt vor allem mit der restlosen Erschöpfung der Ölvorkommen zusammen. Die Technologie ist auf die Stufe des 19. Jahrhunderts zurückgefallen. Es ist wieder eine Zeit der Dampflokomotiven, der Telegrafendrähte und des Pferdes. Auch in zivilisatorischer Hinsicht gab es eine Rolle rückwärts. In den USA hat der Feudalismus Einzug gehalten und die Menschen sind eingeteilt in Aristokraten, Pächter (bürgerliche) und Leibeigene (wenigstens gibt es keinen Rassismus mehr). Die Amtszeit des Präsidenten ist nicht mehr beschränkt und er wird alle vier Jahre durch Akklamation ohne Gegenkandidaten im Amt "bestätigt". Die USA erstrecken sich vom Panama-Kanal bis Alaska, auch Kanada ist einverleibt. Die führenden Kirchen haben sich zum "Dominion" zusammengeschlossen und nehmen auf Politik, Moral, Kultur und Bildung großen Einfluss, wobei sie alles zu unterdrücken trachten, was nicht mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren ist - darunter auch Darwins Evolutionslehre.

Wilson hat sich Mühe gegeben, Schreibstil und Denkhorizont des Ich-Erzählers diesem Hintergrund anzupassen. In diesem Zusammenhang gilt ein Lob auch dem Übersetzer. Man bekommt wirklich das Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten, das VOR ca. 160 Jahren geschrieben wurde. Gerade dieser Umstand dürfte allerdings auch so manche Leser-Erwartung enttäuschen. Durch den gewollt antiquiert wirkenden Schreibstil und die Unbedarftheit eines anfangs naiven Adam Hazzard, der erst nach und nach die weite Welt kennen lernt und dabei klüger wird, liest sich das Buch über große Strecken eher wie ein historischer Roman. Auf vielen Seiten kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, eigentlich über vergangene Zeiten zu lesen.

Und WAS liest man? Es ist die Lebensgeschichte von Julian Comstock, seines Zeichens Neffe des amtierenden USA-Präsidenten. Julian ist die Nr. 1 in der Erbfolge auf das Präsidentenamt. Daher steht er auf dessen Abschussliste ganz oben. Adam, Julian und ihr väterlicher Feund und Lehrmeister Sam Godwin befinden sich bald auf der Flucht vor den Häschern des Präsidenten. Dabei durchlaufen sei eine abenteuerliche Odyssee in einer seltsamen, aber leider nicht unplausiblen Zukunft Nordamerikas. Ihre Dreierkonstellation erinnert ein wenig an Frodo, Sam und Gandalf: Der Träger einer großen Last, der treu ergebene (und etwas tumbe) Freund und der Weise Alte. Wer solche Konstellationen und die historisch anmutende Umgebung mag, wird an "Julian Comstock" seine Freude haben. Wer Science Fiction im eigentlichen Sinne erwartet, wird allerdings ziemlich enttäuscht. Nun ging es Wilson zwar schon immer eher um die Innenperspektive und die persönliche Entwicklung der beteiligten Personen, aber so wenig SF war bei ihm noch nie.

Dennoch: Fünf Punkte für einen interessanten Blick in eine mögliche Zukunft, für lebendige entwicklungsfähige Charaktere, für eine spannende - wenn auch manchmal etwas langatmige - Handlung und nicht zuletzt für einen sehr angemessenen Schreibstil.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von tombr
Format:Taschenbuch
Vorneweg kann ich sagen, dass ich es sehr genossen habe das Buch zu lesen. Der Anfang war sehr vielversprechend, bis zum Ende gab es immer wieder interessante Geschichten und Wendungen. Alles in allem gut geeignet für langsam kälter werdende September und Oktobertage.
Jedoch fehlte mir etwas in diesem Buch von Mr. Wilson. Ich hätte mir etwas mehr Detailreichtum in Bezug auf die Entwicklung des 21-22 Jh. gewünscht. Ebenfalls war die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar und etwas schematisch bzw. Klischeehaft. Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es durchaus ein lesenswertes Buch ist, jedoch waren meine Erwartungen höher als sie letztendlich erfüllt werden konnte, da ich noch gut das (meiner Meinung nach) großartige Werk Spin: Roman (welches ich uneingeschränkt empfehlen kann) im Gedächtnis hatte .

Also: wer gerne post-apokalyptische Werke liest, und gut unterhalten werden sowie ab und zu nachdenklich gestimmt werden will (denn an Ironie und Zynismus mangelt es hier nicht), sollte durchaus zugreifen, es liest sich gut, bleibt jedoch hinter meinen Erwartungen zurück, deshalb *nur* 3 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ReneS
Format:Taschenbuch
Julian Comstock spielt in der Zukunft, aber das Buch ist kein High-Tech Science Fiction, sondern Low-Tech. Die Technologie ist verschwunden und die Welt erfindet sich gerade wieder neu. Man gräbt nach den alten Sachen der untergegangenen Welt. Die Dampfmachine ist aktuell, Öl gibt es keins mehr, Kohle ist die Energieform der Wahl. Computer kennt man nicht, Hochhäuser sind Skelette und vom alten Glanz ist kaum etwas übrig, nur Gerüchte und feuchte muffige und illegale Bücher, die nicht jeder lesen kann, weil nicht jeder lesen kann.

Amerika's Hauptstadt ist jetzt New York und der Amtssitz des Präsidenten liegt auf dem Gebiet des ehemaligen Central Park. Amerika reicht vom Panamakanal bis weit ins ehemalige Kanada. Es ist immer Krieg - Amerika und die Deutschen kämpfen gegeneinander. Nicht wirklich die Deutschen allein, denn "die Deutschen" ist der Sammelbegriff für Europa, dass auch nicht mehr so aussieht, wie es mal war.

Gesellschaftlich hat sich auch viel verändert. Ein Feudalsystem ist wieder entstanden, aus Aristokratie, Leiharbeitern und Leibeigenen. Die Kirche hat quasi das Sagen und diktiert Moral, Politik und Literatur. Der Präsident regiert auf Lebenszeit und wird nur noch bestimmt, nicht mehr gewählt.

In dieser Welt erzählt der gedachte Autor des Buches von seiner Freundschaft zu Julian Comstock, eines Neffen des gegenwärtigen Präsidenten. Das ganze Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und der Gesamtstil liegt irgendwo zwischen Tagebuch, Biografie und Roman. Beide erleben Kindheit, Jugend und Krieg zusammen und der Rest sei jetzt nicht verraten.

Wilson hat ein interessantes Buch geschrieben, dass leider nicht ganz alle Erwartungen erfüllt. So wartet man vergebens auf mehr Einblicke in die Zeit zwischen dem Heute und der Zukunft, die so komplett anders ist. Auf das Warum es so gekommen ist und warum die Welt so immens zurückfiel, geht er nicht weiter ein. Vielleicht, weil die Menschen dieser neuen Zeit auch nichts vom Gestern wissen. Die Kirche hortet das Wissen über das Damals und gibt es nicht frei. Ausgegrabene Bücher aus alten Städten machen unter der Hand die Runde, denn es ist illegal Bücher ohne Freigabe des Dominion (der Kirche) zu lesen.

Julian Comstock ist durchaus lesenswert, wenn man damit leben kann, dass nicht alle Fragen beantwortet werden und die Geschichte doch teilweise zu naiv verläuft. Aber schliesslich lesen wir aus der Perspektive eines anderen Schriftstellers, der Julian und sein Leben nachzeichnet und natürlich zu Übertreibung und Vereinfachung neigt.

Fazit: Ok-Stoff wenn es draussen regnet und schneit.
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Die obige Kurzbeschreibung des Romans! 4 10.07.2009
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