Was für ein Buch!
Was für eine wunderschöne Sprache!
Nachdem ich mich 5 Tage durch die Tribute von Panem gelesen hatte, wollte mein Hirn nun etwas weniger dystopisches und so griff ich zu diesem Buch, welches laut meinen Vorschreibern auf zwei verschiedenen Zeitebenen spielt. Ein bißchen Krimi, ein bißchen Liebe, Shakespeare... eine gute Mischung, dachte ich, um wieder im hier und jetzt anzukommen.
Wie naiv von mir...
Ich fand mich in einem fantastischen Buch wieder, das vom Aufbau der Geschichte, vom Stil der Sprache und den Charakteren wirklich unglaublich ist.
Der Inhalt wurde hier schon so oft wiedergegeben, dass ich mir diese Wiederholung erspare.
Meine Meinung:
Anne Fortier hat hier ein zauberhaftes Debüt abgelegt, dass mich wirklich in allen Punkten überzeugt und schwer gefesselt hat!
Julia und Alessandro, sowie Giulietta und Romeo sind wunderbar ausgearbeitet. In beiden Zeitebenen fühlt man sich als Leser wohl und ich konnte gar nicht so schnell lesen, wie ich wissen wollte, wie es weitergeht.
Spannende Wendungen, nachvollziehbare Querschläge und Intrigen rundeten das Bild, das nach kurzer Zeit in meinem Kopf entstand, perfekt ab. Die Sprache ist humorvoll, spannend, die Beschreibungen von Siena in den verschiedenen Abschnitten so schön, das ich sofort losfahren wollte... so was nenne ich Kopfkino vom Feinsten.
Besonders angetan war ich von den Maestros in beiden Zeiten und Bruder Lorenzo... wirklich gut gemacht, Frau Fortier!
Fazit:
Volle Punktzahl, absolute Leseempfehlung und ein Platz im Lieblingsbuchregal. Ich hoffe, von der Autorin noch einiges geboten zu bekommen und kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der anspruchsvolle, spannende und gut durchdachte Romane liebt.