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Der 20. Juli 1944 / Berichte und Studien Nr. 48. Eine Replik
 
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Der 20. Juli 1944 / Berichte und Studien Nr. 48. Eine Replik [Taschenbuch]

Manfred Zeidler
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 106 Seiten
  • Verlag: V&R Unipress; Auflage: 1., Aufl. (1. April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899712137
  • ISBN-13: 978-3899712131
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.610.615 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Manfred Zeidler
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit Jahrzehnten begleitet den 20. Juli 1944, zuerst in der alten Bundesrepublik, inzwischen auch im wiedervereinigten Deutschland, eine weitgehend zum Ritual erstarrte, fast schon "zeremonielle" Erinnerungs- und Gedenkkultur. Nahezu für alles Mögliche ist er seitdem in Anspruch genommen worden, sei es für die Demokratie, den Rechtsstaat, die Liberalität, den Europagedanken oder für gesellschaftliche Pluralität, Toleranz und Internationalität. Auf der anderen Seite ist es seit gut drei Jahrzehnten ebenso schick geworden, ihn mit politischen und moralischen Fragezeichen zu behaften und ihn mit möglichst kritischer Attitüde nach seinen wertmäßigen Grundlagen zu befragen. In diesem ambivalenten Kontext möchte der Text Stellung beziehen und dabei sowohl die falschen Vereinnahmungen als auch die dem gesellschaftlichen Konsens unserer Tage so irritierend erscheinenden Facetten des 20. Juli zur Sprache bringen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Blendender Essay 27. Juli 2005
Format:Taschenbuch
Trotz geglätteter Filmproduktionen und Feiertagsreden seit rund 60 Jahren hat es das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler schwer, in der deutschen Historiographie einen angemessenen Platz einzunehmen. Vom bequemen Schreibtischstuhl hält mancher auf dünnster Quellengrundlage urteilende Kritiker von heute vieles für unzulänglich, was die mitten im Kriegsgeschehen agierenden Verschwörer unter Einsatz ihres Lebens taten. Vor diesem Hintergrund ist es nur zu begrüßen, dass Manfred Zeidler dem 20. Juli 1944 einen Essay gewidmet hat.
Für Zeidler verkörpert der 20. Juli 1944 „den einzig ernsthaften Versuch, das Regime Adolf Hitlers durch Deutsche selber zu beseitigen" (S. 7). Versuche zur Ermordung Hitlers hat es viele gegeben, jedoch außer dem 20. Juli 1944 keine, die auch die Überwindung des NS-Staates zum Ziel hatten. Zeidler spekuliert über die politischen Möglichkeiten, die eine neue Reichsregierung nach dem Tod Hitlers gehabt haben könnte. Den Gedanken, das Attentat hätte im Falle des Gelingens ein sofortiges Kriegsende herbeiführen und Millionen von Menschenleben retten können, hält er für erwägenswert, gibt aber zu bedenken, dass man nicht lange um einen Waffenstillstand hätte verhandeln können, da die Alliierten auch gegenüber einem Reichskanzler Goerdeler auf der bedingungslosen Kapitulation bestanden hätten.
Jüngste Kritik gegen den 20. Juli (Christian Gerlach, Johannes Hürter), die eine verspätet einsetzende Moral bei zentral wichtigen Personen attestieren, weist er als besserwisserische Einwendungen ex post zurück und fragt zu Recht: „Doch verliert jemand die Tauglichkeit zum ‚Vorbild', wenn er schuldhafte Erfahrungen mit dem Unrecht macht, um schließlich daraus den Anstoß zum Handeln zu gewinnen, zur radikalen Wendung gegen diejenigen, von denen dieses Unrecht ausgeht und die mit immer neuen Zumutungen andere zur Komplizenschaft nötigen?" (S. 29).
Den meisten Raum nimmt vor diesem Hintergrund dann die Auseinandersetzung mit der Kritik an den politischen Zielvorstellungen und dem nach Zeidler letztlich zentralen moralischen Grundantrieb der Verschwörer ein. Hier wird insbesondere auf die in ihrer Endphase diskreditierte Weimarer Republik abgehoben, die in den Augen der Verschwörer nicht Opfer, sondern Ursache Hitlers gewesen war. Auch die Schwierigkeit, für eine ungewisse Zukunft zu planen, betont Zeidler nachdrücklich. So sei es am Ende vor allem ein moralischer Konsens gewesen, der Antrieb des Attentats war, da ein politischer Konsens 1944 noch nicht erreichbar und auch nicht erforderlich gewesen sei. Daher erscheint Zeidler der 20. Juli vor allem als „moralisches Fanal", das sich in dieser Funktion auch genügte (S. 59).
Die Ausarbeitung schließt mit einem sechsseitigen Literaturverzeichnis und dem Abdruck von fünf für das Selbstverständnis der Verschwörer wichtigen Quellenstücken.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Albrecht Bär VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Eingedenk der Tatsache, daß das Attentat vom 20. Juli 1944 einher ging mit einem minutiösen Putschplan zum Sturz des nationalsozialistischen Regimes, ist es zu begrüßen, daß Manfred Zeidler endlich eine dem Anlaß würdige Arbeit zum Thema geschrieben hat.
Der Anschlag des Georg Elser oder der Widerstand der "Weißen Rose" - so ehrenvoll sie auch waren, hatten niemals eine regimegefährdende Brisanz. Nur von diesem Standpunkt aus sollte das Attentat auf Hitler bewertet und auf Chancen verwiesen werden, die ein frühzeitigeres Ende des Krieges für Deutschland und Mitteleuropa bedeutet hätte. Denn im letzten Kriegsjahr starben die Hälfte aller Toten, die der Zweite Weltkrieg in Europa forderte.
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