Von allen Werken Jules Vernes ist "Die fünfhundert Millionen der Begum" wohl sein politischstes. Kurz nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 verarbeitet Jules Verne in diesem Buch dieses dunkle Kapitel der deutsch-französischen Geschichte: Ein ehemaliger deutscher Freund des Romanhelden wird nach einem Millionenerbe zum erbitterten Widersacher und plant von seiner "Stahlstadt" ausgehend düstere Machenschaften. Der Romanheld stellt sich diesem Finsterling für Frankreich und für die Welt entgegen. Spannend und interessant, wie man es von Jules Verne kennt, wird die Vielzahl der Abenteuer beschrieben, die der Romanheld zu durchleben hat. Man kann dieses Buch unter zwei verschiedenen Aspekten lesen: Einmal zur Unterhaltung und außerdem unter Berücksichtigung des geschichtlichen Hintergrunds. Zudem kann man von der im Roman beschriebenen absolut kontrollierten und brutalen Zerstörungsmaschinerie auch Parallelen zu anderen Kapiteln der deutschen Geschichte ziehen, wobei der Nationalsozialismus nahe liegt! Dieses Buch sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, es ist eine Art Geschichtsdokument und spannender Roman in einem! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)