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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein toll animiertes Abenteuer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jules Verne - Die Reise zum Mond (DVD)
Puppentrickfilme sind in letzter Zeit rar geworden. Das deutsche Filmstudio Manfred Durniok schuf in Zusammenarbeit mit Chinesischen Studios gegen Ende der 90er Jahre den Film >Kerabans phantastische Reise<, 1998 gefolgt von >Reise um die Erde in 80 Tagen< und 1999 entstand der hier vorliegende Film >Die Reise zum Mond<. Allen Filmen eigen war die aufwändige Gestaltung der Kulissen, die Vielzahl der agierenden Puppen und die wohltuende und professionelle Filmmusik, umgesetzt durch das Shanghaier Filmmusikorchester. Aber noch etwas anderes ist erwähnenswert: Die Werksnähe der Drehbücher zu den Romanen Jules Vernes. Letztgenanntes gilt im dieser Verfilmung aber nur, wenn man die Vorlage von Verne in der Gesamtheit der Bücher >Von der Erde zum Mond< und >Um den Mond< betrachtet. Da die Handlung weitgehend bekannt ist, möchte nur kurz auf den Inhalt eingehen:
Der Kanonenklub von Baltimore berät nach dem Bürgerkrieg über weitere Projekte. Es ist Friedenszeit und es gibt keine Herausforderungen mehr. Da macht der Präsident den denkwürdigen Vorschlag ein Mondprojektil namens >Columbiade< zum Abschuss zu bringen. Nach anfänglichen Zweifeln und Problemen mit der Geldbeschaffung beginnen die konkreten Arbeiten in Stoneshill auf Florida. Die ursprünglichen Akteure erhalten noch Zuwachs im Team: Der Abenteurer Ardan aus Paris bietet sich zum Mitflug an. Und so formt sich die Besatzung: Der Clubpräsident Barbicane, der Wissenschaftler Nicholls, der angereiste Ardan und ein Hund. Endlich ist der Tag des Startes gekommen. Aber noch während der Schuss bricht stellt man fest, dass es Rechenfehler durch das Nichtbeachten des Luftwiderstandes gab! Aber die Berechnungen korrigieren sich selbst, da austretendes Wasser beim Verdampfen für zusätzlichen Schub sorgte. Auf dem Weg zum Mond streift das Geschoss wie im Roman einen geheimnisvollen Flugkörper und die Columbiade wird leicht beschädigt. Trotzdem können die Mondreisenden auf dem Mond landen. Begeistert macht man einen Ausstieg, genießt das Panorama, den Blick zur Erde und die geringere Schwerkraft. Nicht ohne Probleme tritt die Columbiade den Rückweg an. Noch während auf der Erde die zurückgebliebenen Startmannschaften, die Klubmitglieder und die Bewohner von Stonehill sich uneins sind, was mit den Mondreisenden geworden ist, tauchen diese plötzlich in der Menge auf. Sie sind gesund zurückgekehrt! Die erfolgreiche Mission" bringt den jetzt offensichtlich pazifistisch orientierten Barbicane dazu Nicholls den Vorschlag zu machen, ein Reisebüro für Raumfahrt zu eröffnen ... Die Filmschöpfer bieten dem Betrachter einen abendfüllenden Animationsfilm an, der durch seine Qualität und der aufwändigen Umsetzung herkömmliche Vorstellungen zum Puppentrickfilm sprengt. Er bietet Unterhaltung für die ganze Familie! Das dem so ist, zeigt sich auch im subtilen Humor des Drehbuches. Was Kindern vielleicht nicht gleich so auffällt: Fast alle kriegswilligen Mitglieder des Kanonenklubs sind invalidisiert! Durch Rollstuhl, über Armprothese und Augenklappe sind einige vom Geschäft" gezeichnet. So hat jede Altersgruppe etwas zu entdecken. Was bei diesem Film den Kindern vielleicht nicht so gefallen wird: Aus meiner Sicht werden für diese Zielgruppe zu viele technische Erläuterungen und Hintergrundinformationen gegeben. Aber das zeigt auch, dass man sich im Gegensatz zu anderen Verne-Verfilmungen mehr Mühe gegeben hat, physikalische Grundlagen nicht ganz auszuhebeln. So schweben die Mondreisenden romangerecht und physikalisch richtig zeitweilig in Schwerelosigkeit durch ihr Projektil und der Kanonenschuss als solcher ist noch Grundlage der >Antriebsidee<. Ergänzt hat man diese jedoch noch durch kleine Lenkraketen um die Mondmanöver plausibler zu machen. Toll was man mit Puppen alles so machen kann .... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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