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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach Liebe, 13. April 2007
Eine schöne, leichte Liebesgeschichte wird hier am Anfang erzählt. Schöne, intelligente und gebildete Menschen treffen sich und verlieben sich ineinander und verbringen die großartigste Zeit ihres Lebens - nur leider sind sie zu Dritt. Zwei gute Freunde, einer aus Deutschland, der andere Franzose, treffen auf eine wunderbare Frau gespielt von einer großartig aufgelegten, etwas verrückten Jeanne Moreau. Natürlich müssen sich beide Männer in sie verlieben. Aber zu Beginn ist selbst das kein Hindernis, man arrangiert sich und es geht weiter mit dem schönen Leben in Stadt und Land.
Nur leider werden junge Menschen erwachsen, man muss Entscheidungen treffen und auch ein Krieg zerreist schließlich das Trio. Der Film erzählt die Lebensgeschichten der drei Protagonisten über Jahre, und aus den jungen, glücklichen, geschichtslosen Jugendlichen des Anfangs werden gezeichnete, vielleicht sogar gescheiterte Existenzen. Und dennoch spielt die Liebe der drei immer noch eine große Rolle. Leider wachsen mit den inzwischen wechselnden Konstellationen der Beziehung der drei Beteiligten auch die persönlichen Verletzungen. Schließlich kommt auch ein Kind ins Spiel.
Der Film erscheint sparsam, einfach und gerade heraus, fast schon effizient erzählt. Er ist in Schwarzweiß gedreht und gilt als einer der wichtigsten Filme von Truffaut und der Nouvelle Vague, vielleicht sogar des französischen Kinos überhaupt. Unglaublich viele, großartige Dialoge sind der Romanvorlage entnommen, die wiederum auf den Erlebnissen historischer Personen beruht. Vielleicht ist das wichtigste Thema hier sogar nicht Liebe, sondern die Freundschaft der beiden männlichen Protagonisten, die trotz allem erhalten bleibt. Der Film hat ein melancholisches, großartiges Ende. Für mich ist es einer der Filme für die einsame Insel.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Truffauts Hymne an das Leben - Jules und Jim, 9. September 2008
Kaum ein Film wird so sehr mit dem Namen Truffaut in Verbindung gebracht wie JULES ET JIM aus dem Jahr 1962, seine Dreiecksgeschichte zwischen den Männern Jules (Oskar Werner, hier noch mit einem "C" geschrieben), Jim (Henri Serre) und der berückenden Catherine (Jeanne Moreau), eine Beziehung, die sich über die Jahrzehnte, über Krieg und wechselnde gesellschaftliche Positionen immer wieder verändert und in neue Konstellationen findet. Liebe und Freundschaft bleiben aber. Truffauts filmischer Stil ist in diesem, seinem dritten Langspielfilm, heute noch überraschend. Insbesondere in der ersten Hälfte rasen Erzählung und Kamera geradezu über die Ereignisse, nicht zuletzt ist JULES ET JIM auch eine Meditation über die Zeit - darüber, was sie verändert und was von ihr bleibt. So jung und ungestüm wie Jules und Jim zu Beginn in ihrer draufgängerischen Phase sind, so atemlos ist auch Truffauts Inszenierung, als Zuschauer kommt man kaum zum Luftholen. Später kehrt Ruhe ein, wenn die Unbedarftheit der Erfahrung weicht. Inhalt und Form verbinden sich in JULES ET JIM meisterhaft, unterstützt von der grandiosen Musik Georges Delerues. Der Einfallsreichtum von JULES ET JIM ist enorm, doch es sind die Schauspieler, die ihn unvergesslich machen. Moreau - alles andere als eine klassische Schönheit - kann uns jederzeit glauben machen, dass jeder Mann sich in sie verlieben muss. Ihr Temperament und ihre Ausstrahlung sind unvergleichlich, egal ob sie sich als Mann verkleidet oder aus Frust spontan in die Seine springt. Werner und Serre spielen neben ihr die zweite Geige, liefern aber jeder für sich eine kraftvolle und lebensechte Darstellung. Leider hat Oskar Werner sich für die deutsche Fassung nicht selbst synchronisiert! Wer seiner so markanten Stimme lauschen möchte, muss die französische Originalspur wählen.
Aus meiner Sicht gibt es genau drei gute Filme über Dreiecksbeziehungen. Lubitschs "Serenade zu dritt" ist die komische Variante, Chabrols "Zwei Freundinnen" die düstere, und Truffauts JULES ET JIM ist die schönste, eine Liebeserklärung an die Jugend und die Liebe selbst, komisch und tragisch, berührend und zu Tränen rührend. Truffaut nannte den Film eine "Hymne an das Leben". Dem ist nichts hinzuzufügen.
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5.0 von 5 Sternen
...schon wegen Oskar Werner, 16. November 2009
Ein wunderbarer Truffaut-Film! - Ein glänzendes Thema obendrein, worüber es sicherlich viel zu diskutieren gäbe. Zumal die Geschichte einen wahren Hintergrund (die Geschichte des Romanautors Henri-Pierre Roche)hat. - Da ich absoluter Fan von Oskar Werner bin, finde ich es leider unverzeihlich, daß er in diesem Film von Michael Chevalier unverständlicherweise synchronisiert wurde. In der französischen Fassung jedoch spricht Werner seinen Part selbst.
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