Als Liebhaberin von Kinderbüchern und Bilderbüchern sitze ich oft Stundenlang im realen Buchladen oder in der Bücherei und blättere und lese Kinderbücher. Meine Tochter ist 5 Jahre alt und hat ihr "Buchliebegen" der Mama zum Glück geerbt - sprich wir haben für eine 5 jährige einen riesig großen Bücherschrank. Aber da gibt es auch Bücher die sich vom seichten duzi duzi gebabbel der meisten Kinderbücher deutlich hervorheben und trotzdem keine Lehrbücher mit erhobenem Zeigefinger sind. Diese Buch spricht die gleiche Sprache wie unser zugegebenermaßen sprachlich sehr versierte 5 jährige Tochter. Die Geschichten sind herrlich unspecktakulär - es passiert meist so wenig, aber es wird in blühenden Worten und Farben beschrieben was dieses wenige bei einem Kind auslöst. Zum Beispiel das Blaubeermonster da steht das kleine Mädchen vorm Spiegel und beschäftigt sich mit dem Monster mit dem verschmierten Mund. Die Erwachsenen in den Büchern reagieren nicht so super verständnisvoll wie schwebenden Engelswesen sondern natürlich, wie es Eltern eben tun. In den meisten Kinderbüchern werden Eltern glorifiziert verstehen alles sind immer gut gelaunt und gelassen nie genervt wenn sie morgens aufstehen müssen, hier lebt Jule mit ihren normalen Eltern und ihrem Freund. Dessen Mama bekommt ein Baby von ihrem neuen Freund Adrian - ist das nicht das wahre Leben? Die Jule in dem Buch stellt sich die gleichen Fragen und reagiert wie unsere Tochter in ähnlichen Situationen auch reagieren würde - wir besitzen inzwischen beide Jule Geschichten Bücher und wenn es um die Gute-Nacht-Geschichte geht, kann meine kleine Lilly von der Jule nicht genug bekommen. Immer wieder und unaufhörlich will sie Jule lesen.