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Insgesamt aber war das Album ein Schlag ins Gesicht traditioneller Priest-Fans, die sich plötzlich mit einem zeitgemäßen Sound rumplagen mußten und den Engländern das herumexperimentieren mit Neo-Thrash-Einflüssen a´la Fear Factory oder Machine Head doch etwas übelnahmen. So stießen extrem harte Nummern wie "Blood Stained" oder "Dead Meat" bei der Fangemeinde auf Ablehnung, während traditionell gehaltenes Songmaterial wie "Bullet Train", "Death Row" oder das perfekte "Burn In Hell" für schiere Begeisterung sorgten. Insgesamt aber hinterließ das Album einen sehr zwiespältigen Eindruck, was die Band auch dazu veranlaßte, auf den folgenden Tourneen überwiegend auf bekanntes Material zurückzugreifen. In Interviews ließ die Band inzwischen auch verlauten, daß man sich in Zukunft wieder dem traditionelleren Metal zuwenden möchte. Gut so! --Frank Trojan
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Auf "Jugulator" knüppeln Priest, dass der Putz von den Wänden bröckelt. Mit "British Steel" oder "Screaming for vengeance" hat das nichts und mit "Painkiller" nur wenig zu tun. Wer aber auch auf härtere Sachen steht, muß eigentlich anerkennen, dass die damals auch schon nicht mehr ganz taufrischen Altrocker inklusive Meistersänger Owens hier ein ganz ganz heißes Eisen geschmiedet haben:
1. Jugulator: unheilvolles Intro und dann voll auf die Zwölf. Allein der Titeltrack ist meiner Meinung nach das Geld für diesen Silberling wert - zumal Owens hier auch seine geniale Kopfstimme zeigt (insgesamt dominieren auf der CD aber die tieferen Tonlagen). Super Gitarrenarbeit und Scott Travis prügelt, dass es eine wahre Wonne ist. Double-Bass ohne Ende mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Super! 10/10
2. Blood Stained: dieser Song hätte auch Pantera gut zu Gesicht gestanden. Die Gitarrensoli haben (natürlich) fast nichts mehr mit Duellen à la "The Sentinel" zu tun, sondern erinnern ab und an deutlich an Slayer - insbesondere in diesem Song (der auf allen Tourneen mit Ripper Owens im Live-Set einer der Höhepunkte war und sich nicht hinter älterem Halford-Material verstecken muß). Zusammen mit "Bullet Train", "Burn in Hell" und "Cathedral Spires" der Höhepunkt dieser Scheibe 10/10
3. Dead Meat: Und wieder knallt die Double-Bass, während Meister Owens aggressiv shoutet und brüllt. Klasse, aber wenig spektakulär 8/10
4. Death Row: Dämlicher Text, klasse Musik inklusive netter Hörspieleinlagen (macht Hui Buh alle Ehre ;-)
Trotz dieser ungewollt lustigen Elemente ein super Song - aggressiv ohne Ende, treibend und super Gesang. 9/10
5. Decapitate: naja, ein (langweiliges) Pantera Rip-Off. Eindeutig einer der schwächsten Priest Songs ever. 5/10
6. Burn in Hell: nette Racheode mit einem Refrain, der sich gnadenlos fest setzt. Super Song Aufbau mit einem Intro von Ian Hill (man mag es kaum glauben). Klassiker. Sollte Owens mit seiner neuen Band "Beyond Fear" auch live spielen! 10/10
7. Brain Dead: nochmal langweilige Durchschnittsware und eindeutig einer der schächsten Priest Momente nicht nur auf dieser CD. 5/10
8. Abductors: super Gesangsleistung vom Ripper - diverse Wechsel zwischen tiefen und hohen Tonlagen. Der Mittelteil erinnert allerdings dermaßen an King Diamond, dass man sich hier fragt, wer wohl wen beeinflußt hat. Das macht den Song etwas schwächer als die oben genannten 4 Höhepunkte. Ansonsten wäre dies auch einer der Klassiker. 9/10
9. Bullet Train: der Übertrack dieses Albums. Habe ich zuerst auf einer Rock Hard CD ungefähr 1 Monat vor Erscheinen von "Jugulator" gehört und damals jeden Tag mindestens 10 Mal gehört. Die Gesangsleistung von Owens ist der absolute Oberhammer, die Gitarren, Drums...einfach alles. Einer der besten Priest Songs ever. So muß Heavy Metal klingen!!! Könnten sie meinetwegen mit Halford auch mal live bringen (wird natürlich nie passieren)...11/10
und damit nicht genug, es kommt ja noch der zweite Überhammer:
10. Cathedral Spires: ich keinen keinen Priest Fan, der dieses Stück nicht gut findet - und das schließt alle Owens-Hasser mit ein. Super Epos und mit 9 Minuten fast noch zu kurz. Ich werde nie, NIE verstehen, warum Priest diesen Hammer damals nicht live gespielt haben. Hier stimmt nämlich wie bei "Bullet Train" ALLES. Auch nach 9 Jahren immer noch einer der besten Priest Songs, der im Grunde auf jede Best Of gehören würde.
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