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Jugend ohne Gott (suhrkamp taschenbuch)
 
 
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Jugend ohne Gott (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Ödön von Horváth
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 148 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (18. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518460196
  • ISBN-13: 978-3518460191
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.761 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ödön von Horváth
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Alles Denken ist ihnen verhaßt. Sie pfeifen auf die Menschen! Sie wollen Maschinen sein, Schrauben, Räder, Kolben, Riemen - doch lieber als Maschinen wären sie Munition: Bomben, Schrapnells, Granaten. Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegerdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät.

Über den Autor

Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.

 

Zeittafel

1901
Geburt als Edmund (Ödön) Josef von Horváth, erster Sohn des Diplomaten Dr. Edmund Josef von Horváth (18741950) und Maria Hermine, geb. Prehnal (1882-1959) Horváth beschreibt seine Herkunft später folgendermaßen: »Sie fragen mich nach meiner Heimat, ich antworte: ich wurde in Fiume geboren, bin in Belgrad, Budapest, Preßburg, Wien und München aufgewachsen und habe einen ungarischen Paß - aber: ›Heimat‹ ? Kenn ich nicht. Ich bin eine typisch alt-österreichisch-ungarische Mischung: magyarisch, kroatisch, deutsch, tschechisch - mein Name ist magyarisch, meine Muttersprache ist deutsch« (Bd. II, S. 184)

1902
Familie Horváth zieht nach Belgrad um, wo ein Jahr später der Bruder Lajos von Horváth zur Welt kommt.

1908
Umzug der Familie Horváth nach Budapest, wo ein Hauslehrer Ödön in ungarischer Sprache unterrichtet.

1909
Sein Vater, im Frühjahr in den Adelsstand erhoben, wird im Herbst nach München versetzt; doch Ödön selbst bleibt in Budapest und besucht dort das erzbischöfliche Internat.

1913
Ödön zieht zu den Eltern und besucht die dritte Klasse des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, ehe er im folgenden Jahr auf das Realgymnasium wechselt. Seine Zensuren sind nicht die besten (vgl. Mat. IV, S. 32), überdies kommt es mit dem Religionslehrer Dr. Heinzinger zu Differenzen, die sich später in Horváths Werk niederschlagen. Im Rückblick auf diese Jahre schreibt Horváth: »Während meiner Schulzeit wechselte ich viermal die Unterrichtssprache und besuchte fast jede Klasse in einer anderen Stadt. Das Ergebnis war, daß ich keine Sprache ganz beherrschte. Als ich das erste Mal nach Deutschland kam, konnte ich keine Zeitung lesen, da ich keine gotischen Buchstaben kannte, obwohl meine Muttersprach die deutsche ist. Erst mit vierzehn [!] Jahren schrieb ich den ersten deutschen Satz« (Bd. II, S. 183)

1915
Sein Vater wird von der Front abberufen und erneut nach München beordert. Später schreibt Ödön über diese Jahre: »An die Zeit vor 1914 erinnere ich mich nur, wie an ein langweiliges Bilderbuch. Alle meine Kindheitserlebnisse habe ich im Kriege vergessen. Mein Leben beginnt mit der Kriegserklärung« (ebd.).

1916
Umzug der Familie nach Preßburg, wo Ödön wieder eine ungarische Schule besucht. Er beginnt zu schreiben, doch nur das Gedicht »Luci in Macbeth. Eine Zwerggeschichte von Ed. v. Horváth« bleibt erhalten.

1918
Vor Kriegsende wird der Vater erneut nach Budapest berufen, so dass Ödön die Nachkriegswirren in der ungarischen Hauptstadt erlebt, sich dort stark für die machtpolitischen Kämpfe interessiert und sich schließlich im Galilei-Kreis engagiert, einer Gruppe junger Leute, die mit Begeisterung die national-revolutionären Werke von Endre Ady (1877-1919) liest.

1919
Während der Vater im Frühjahr zurück nach München versetzt wird, kommt Ödön in die Obhut seines Onkels Josef Prehnal (1875-1929) - dem Vorbild des Rittmeisters in Geschichten aus dem Wiener Wald - in Wien, wo er das Privatgymnasium der Salvatorianer besucht. Nach dem Abitur im Sommer zieht auch er wieder nach München, immatrikuliert sich im Herbst an der Ludwig-Maximilians-Universität und besucht psychologische, literatur-, theater- und kunstwissenschaftliche Seminare bis zum Wintersemester 1921/22.

1920
Ödön beginnt Gedichte zu schreiben. Daneben lernt er »durch einen Zufall« (Bd. II, S. 199) den Komponisten Siegfried Kallenberg (1867-1944) kennen, auf dessen Anregung die Pantomime Das Buch der Tänze entsteht. Über seinen Werdegang als »Literat« berichtet er später in einem Radiointerview: »Ich besuchte 1920 in München die Universität und hatte, wie man so zu sagen pflegt, Interesse an der Kunst, hatte mich selber aber in keiner Weise noch irgendwie künstlerisch betätigt - nach außen hin - innerlich, mit dem Gedanken schon, da sagte ich mir: Du könntest doch eigentlich Schriftsteller werden, du gehst doch zum Beispiel gern ins Theater, hast bereits allerhand erlebt, du widersprichst gern, fast dauernd, und dieser eigentümliche Drang, das was man so sieht und erlebt und vor allem: was man sich einbildet, daß es die Anderen erleben, niederzuschreiben, den hast, du auch - und dann weißt du auch, daß man nie Konzessionen machen darf und daß es dir immer schon gleichgültig war, was die Leute über dich geredet haben - und so hatte ich eigentlich schon auch das, was pathetische Naturen als die ›Erkenntnis einer dichterischen Mission‹ bezeichnen« (ebd., S. 198 f.).

1922
Das Buch der Tänze wird mit zwei anderen Werken konzertant aufgeführt und erscheint anschließend in einer Auflage von 5oo Exemplaren im Münchner EI Schahin Verlag. 1926 kauft Ödön die Restauflage mit Hilfe seines Vaters auf und vernichtet sämtliche Exemplare. Horváth war sich anfänglich keineswegs sicher, ob er als Schriftsteller arbeiten sollte oder nicht, denn im Rückblick bemerkt er: »Ich versuchte es noch mit allerhand mehr oder minder bürgerlichen Berufen - aber es wurde nie etwas Richtiges daraus - anscheinend war ich doch zum Schriftsteller geboren« (ebd., S. 199 f.).

1923
Ödön beginnt intensiv zu schreiben, doch die meisten Manuskripte aus diesen Jahren vernichtet er. Vermutlich entstehen in dieser Zeit das Fragment »Dosa« und das Schauspiel Mord in der Mohrengasse, aus dem einzelne Motive in späteren Stücken auftauchen.

1924
Im Satireblatt Simplicissimus erscheinen erstmals Horváths Sportmärchen. Nach einer längeren Parisreise mit dem Bruder beschließt Ödön nach Berlin umzuziehen, und in Berliner Zeitungen werden in den nächsten Jahren weitere Sportmärchen publiziert.

1926
Am Stadttheater in Osnabrück wird Das Buch der Tänze am 19. Februar uraufgeführt, das auf negative Kritiken stößt. Zur gleichen Zeit entstehen die Dramen Revoltle auf Côte 3018, das den Bau der Zugspitzbahn zum Anlass nimmt, und Zur schönen Aussicht.

1927
Im Berliner Büro der »Deutschen Liga für Menschenrechte« sichtet Horváth Unterlagen für eine Denkschrift zur Justizkrise und stößt dabei auf Material über Fememorde der Schwarzen Reichswehr, das er später in seinem Stück Sladek oder Die schwarze Armee verarbeitet. Die Uraufführung Revolte auf Cöte 3018 in Hamburg am 4. November wird ein Misserfolg, weshalb Horváth das Stück bearbeitet und es unter dem Titel Die Bergbahn vervielfältigen lässt. In einem Radiointerview beschreib er später sein Volksstück so: »Das Stück hat zum Inhalt den Kampf zwischen Kapital und Arbeitskraft. Zwische den beiden Parteien steht ein Ingenieur, und durch ihn ist die Stellung der sogenannten Intelligenz im Produktionsprozeß charakterisiert« (ebd., S. 200).

1928
Horváth schreibt das Stück Sladek oder Die schwarz Armee, arbeitet es später um. Die Neufassung erhält den Titel Sladek, der schwarze Reichswehrmann. In diesen und im folgenden Jahr verfasst er daneben sendereife Sieben Szenen für den Rundfunk unter dem Titel Stunde der Liebe, die aber erst 1973 im Radio zu hören sind.

1929
Mit großem Erfolg wird am 4. Januar Die Bergbahn in Berlin uraufgeführt. Das Haus Ullstein bietet ihm daraufhin ein Fixum und einen Vertrag an, sodass Horváth zukünftig als freier Schriftsteller leben kann. Er schreibt die Posse Rund um den Kongreß, einzelne Kapitel des späteren Romans Der ewige Spießer sowie die Geschichten der Agnes Pollinger und entwirft den Roman Der Mittelstand. In einer Matinee-Veranstaltung wird am 13. Oktober Sladek, der schwarze Reichswehrmann uraufgeführt. Das Stück enttäuscht die Kritik, ruft aber bei den Nationalsozialisten heftige Angriffe hervor.

1930
Der Roman Der ewige Spießer erscheint im zur Ullstein AG gehörenden Berliner Propyläen Verlag, in dessen Theaterabteilung Arcadia auch seine Dramen publizier werden. Zugleich schreibt Horváth an den beiden Volksstücken Geschichten aus dem Wiener Wald und Italieniscbe Nacht und greift in seinem Stück Die Lehrerin von Regensburg das reale Schicksal der ersten protestantischen Volksschullehrerin Elly-Maldaque in Regensburg auf. Am 12.9. tritt er aus der katholischen Kirche aus.

1931
Am 20. März wird im Berliner Theater am Schiffbauerdamm Italienische Nacht mit großem Erfolg uraufgeführt. Eine entpolitisierte Fassung des Stückes hat am 5. Juli in Wien Premiere, anlässlich der Horváth in einem Interview erklärt, er habe »eben« die Geschichten aus dem Wiener Wald abgeschlossen, an denen er lange Zeit gearbeitet hatte. Im Herbst erhält Horváth auf Vorschlag Carl Zuckmayers (1896-1977) zusammen mit Er...


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von einafets
Format:Taschenbuch
Auf gerade mal 140 Seiten treffen Gesellschaftskritik, die persönliche Entwicklung der Hauptperson und ein kriminalistisches Rätsel aufeinander.

Und das in einer einfachen, aber prägnanten Sprache, die voller atmosphärischer Bilder ist. Man merkt die Lust Horvaths daran, mit der Sprache zu spielen, doch ohne poetisch-ausschweifend zu werden.

Der Lehrer als Hauptperson ist gefangen in einer Gesellschaft, die er ablehnt und an die er sich dennoch anpasst. Im Zeltlager mit seinen durch ebendiese Gesellschaft arg verrohten Schülern begeht er sehenden Auges einen folgenschweren Fehler. Ein Mord geschieht.

Das Buch schildert die Aufklärung dieses Mordes und die Veränderung des Lehrers, der zu "Gott" findet. Wobei das Wort "Gott" je nach Textstelle mit Moral, Wahrheit, Gewissen oder Schicksal übersetzt werden kann. Also auch für atheistisch eingestellte Leser (wie z.B. mich) trotz des Titels äusserst empfehlenswert.

Ein zeitloses Buch, das eine mitleidslose Gesellschaft und den Ausbruch einer Person aus ihren Zwängen darstellt. Gleichzeitig ist das Buch positiv-hoffnungsvoll und wird jeden Leser, der ein Gewissen besitzt, mehr oder weniger stark berühren.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Snufkin
Format:Taschenbuch
"Jugend ohne Gott" gehört zu den umstrittenen Werken, die wegen ihres Inhaltes auf den Index in der Zeit des Nationalsozialismus gesetzt worden sind. Eigentlich kein Wunder; Ödön von Horváth konnte sich damals nicht mit diesen Gedankengut identifizieren. Seine kritische Sichtweise dieser Zeit wird mit diesem Werk mehr als deutlich gemacht.

In dem epischen Roman "Jugend ohne Gott", welches 1937 von Ödön von Horváth geschrieben wurde, geht es um einen 34 Jahre alten Lehrer an einer oberbayerischen Schule, der eine Klasse zu Zeiten des Dritten Reiches unterrichtet. Dieser versucht den Jugendlichen, die eine überzeugte Gemeinschaft der Hitler-Jugend darstellen, die moralischen Werte des Menschen näher zu bringen, geratet dabei jedoch in Schwierigkeiten mit deren Eltern und letztendlich auch mit der Schulbehörde. Ein schlechtes Verhältnis zu den Schülern entsteht. Dann nach nur wenigen Tagen macht die Klasse einen Ausflug in ein Waldgebiet, um dort in einem Zeltlager zu verweilen und über die Tage militärische Kenntnisse zu sammeln. Während des Aufenthaltes kommt es zu einem tödlich endenden Anschlag auf den Schüler N. Unter Tatverdacht fallen der Schüler Z, der zuvor einen Streit mit N gehabt hatte und dessen neue Freundin Eva, die sich mit einer Räuberbande in den Wäldern herumtreibt. Es kommt zu einem andauernden Mordprozess, an dem auch der Lehrer beteiligt wird. Doch die Wahrheit erweist sich als komplexer und tiefgründiger, als zueinst gedacht.

Auf dem Weg zur Wahrheit verhilft dem Lehrer der entlassene Altphilologe Julius Cäser der versucht, die Ursachen und das Empfinden der Jugendlichen nachzuvollziehen. Er bezeichnet dabei das nationalsozialistische Regime als "Zeitalter der Fische", in welchem die Jugend ohne individuellem Denken der von den Medien verbreitenden Propaganda Glauben schenkt. Dabei bekommen diese die kalten, ausdrucksleeren, starren Augen eines Fisches. Des Weiteren fördert der Dorfpfarrer dem Lehrer seinen Glauben an Gott, den er zu Beginn des Buches noch vollständig ablehnt, doch nicht viel später immer mehr von Gottes Handeln überzeugt wird. Diese anfänglich nichts sagenden Gespräche wirken sich dann auch gegen Ende des Buches auf das Herausfinden der Wahrheit aus.

Dieser zeitkritische Roman hat bis heute nicht an Aktualität verloren. Seien es die Misshandlungen, die sich Schüler und Jugendliche untereinander antun, Handeln aus Eifersucht, Einzelgänger (hier: der Lehrer), die wegen individuellen Denkens missachtet werden, die Frage nach Verantwortung und Schuld... all das sind noch gegenwärtige Probleme. Der in Prosa geschriebene Text ist sehr leicht, flüssig und verständlich zu lesen. Man bekommt damit einen durchschaubaren Einblick in das Weltbild Horváths, welches in vergangenen Zeiten sehr kontrovers betrachtet worden ist. Dieses Buch sollte man unbedingt gelesen haben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Seelische Verwahrlosung ...?
Schüler, die zu fünft einem sechsten die Buttersemmel klauen und sie aus dem Fenster schmeißen, nur damit er keine hat, und ihn dann verprügeln ...?
Ein Junge, der einfach mal sehen möchte, wie jemand stirbt ...?
Man meint die Nachrichten unserer Tage zu lesen. Doch das Buch erschien 1937.
Der Ich-Erzähler, ein 34-jähriger Lehrer, wollte jungen Menschen etwas mitgeben auf dem Weg ins Leben. Nun sieht er sich Gymnasiasten gegenüber, die auf seine Werte spucken. In kurzen Kapiteln werden Episoden erzählt, in denen die Haltung der Schüler sich zeigt.
Dann stirbt auf einem vormilitärischen Zeltlager der Klasse ein Schüler auf gewaltsame Weise.Im Zuge der unglückseligen Aufklärungsarbeit begegnet der Lehrer, der seinen eigenen Glauben als "junger Kerl in den Flegeljahren" während des Ersten Weltkriegs verlor, und der selber indirekt in das Geschehen verstrickt ist, an unerwarteten Stellen: Gott. Er wird seine Arbeit verlieren und am Ende die Möglichkeit haben, dem sich abzeichnenden Grauen zu entkommen.
Horváth's Sprache ist derart lakonisch, dass der Inhalt umso erschreckender wirkt. Eine absolut angemessene Form, diese Seelenlosigkeit und Brutalität darzustellen, die der Schriftsteller empfindet. Zu Recht machte das Buch den Verfasser auf einen Schlag bekannt; es ist auch heute unbedingt lesenswert und regt das eigene Denken an.
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Veröffentlicht am 14. März 2010 von MiHe1984
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