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Jugend ohne Gott
 
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Jugend ohne Gott

 Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Jugend ohne Gott + Jugend ohne Gott (suhrkamp taschenbuch) + Erläuterungen und Dokumente zu: Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott
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Produktinformation

  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: absolut Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 5. Dezember 2008
  • Produktionsjahr: 1991
  • Spieldauer: 107 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3898488845
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.292 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

kulturnews.de

Eigentlich dachte der greise Sprachwissenschaftler Dominic Matei (Tim Roth) an Selbstmord. Doch dann trifft ihn am Osterfest 1938 der Blitz, und es erfüllt sich der Traum ewiger Jugend: Körperlich um Jahrzehnte verjüngt, verfügt Matei trotzdem über das Wissen eines 80-Jährigen und obendrein über einige übernatürliche Fähigkeiten. Doch die plötzliche Verjüngung hat ihren Preis. Ein zweites Ich verwickelt ihn ständig in Zwiegespräche, und weil die Nazis an Matei Experimente durchführen wollen, flieht er in die Schweiz. Hier verliebt er sich in Veronica (Alexandra Maria Lara) - die seiner einstigen großen Liebe täuschend ähnlich sieht. Mit "Jugend ohne Jugend" adaptiert Francis Ford Coppola eine Novelle des rumänischen Religionswissenschaftlers Mircea Eliade. Leider nicht besonders erfolgreich: Dem Drama mangelt es an Gefühlsdarstellungen, und die nichtlineare Abhandlung über Träume und alternative Bewusstseinszustände ist ein wirrer Mix aus Kostümschinken, Comic und David-Lynch-artigem Thriller. Obendrein illustriert Coppola das Geschehen mit Spielereien wie Pop-ups und auf dem Kopf stehenden Bildern. Coppola-Freunde kommen um die DVD-Anschaffung selbstverständlich trotzdem nicht drumrum - ebenso wenig wie Fans von Frau Lara, die hier zeigt, dass sie mehr kann als rehäugig in die Kamera gucken. (jul)Features: Audiokommentar, Making-of, Dokumentationen, TrailerAuch als Blu-ray-Disc!

Kurzbeschreibung

Noch unmittelbar vor seinem tragischen Unfalltod am 1. Juni 1938 verhandelte Ödön von Horváth in Paris mit dem Regisseur Robert Siodmak über die Verfilmung von JUGEND OHNE GOTT. Der Roman über einen humanistischen Lehrer, der in den dreißiger Jahren zu Beginn des Nationalsozialismus am rohen Nihilismus seiner Schüler verzweifelt, hatte Horváth rasch international bekannt gemacht und wurde noch zu seinen Lebzeiten in acht Sprachen übersetzt. Das Vorhaben, JUGEND OHNE GOTT zu verfilmen, ließ Siodmak allerdings nach dem Tod des Autors fallen. Später wurde das Buch dann unter den Titeln NUR DER FREIHEIT GEHÖRT UNSER LEBEN (1969) und WIE ICH EIN NEGER WURDE (1969) verfilmt. Im Jahr 1990 inszenierte Michael Knof den Stoff als eine der letzten DEFA-Produktionen.

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Verfilmung, aber ... 10. April 2009
Format:DVD
Ich kenne den Roman sehr genau, insofern fühle ich mich auch dazu berufen, etwas zu der Verfilmung zu sagen. Die Verfilmung hält sich ziemlich genau an die Romanvorlage und erzählt den Roman chronologisch. Was fehlt, ist die Episode mit dem kleinen W und das Kapitel "Das Gespenst". Ersteres kann man verkraften, aber diesen Albtraum des Lehrers halte ich für wichtig. Eine scheinbare Ungenauigkeit führt zu einer inhaltlichen Verfälschung. Eva sagt zu Z im Film: "Ich liebe dich." Im Roman gibt sie sich Z nur hin, um ihn davon abzuhalten, sie anzuzeigen. Sie liebt ihn nicht. Das sagt sie auch später vor Gericht: "Nein", sagt sie leise, 'ich liebe ihn nicht.' Der Z schnellt empor. 'Ich habe ihn auch nie geliebt', sagt sie etwas lauter und senkt den Kopf." Die Rolle der Lehrerin halte ich für eine Fehlbesetzung. In der Romanvorlage wird eine resolute, etwas verschrobene und vor allem linientreue Pädagogin gezeichnet: "Wir berücksichtigen weder Flitter noch Tand, wir legen mehr Wert auf das Leistungsprinzip als auf das Darbietungsprinzip." Und weiter: "...denn Weiber kommen ja leider nicht an die Front." In der Verfilmung erscheint eine junge, gut aussehende, völlig harmlos wirkende Lehrerin. Das, was sie sagt, passt nicht zu ihrem Aussehen. Genau so ging es mir mit "Fräulein Nelly", der Prostituierten, die von Katin Saß dargestellt wird. Sie erscheint in der Verfilmung als abgetakelte, ältliche Person, die eher wie eine biedere Hausfrau wirkt als eine Gewerbsmäßige. Es war mir auch nicht einsichtig, warum die "Frau Professor", die Mutter des Z, bei der Gerichtsverhandlung einen schwarzen Witwenschleier trägt. Sie ist zwar Witwe; der Tod ihres Mannes liegt aber schon längere Zeit zurück. Julius Caesar ist mir als suspendierter Pädagoge ohne Einkommen mit Nadelstreifenanzug und Nelke im Knopfloch etwas zu sehr aufgetakelt. So gut geht es ihm eigentlich nicht; er lebt vom Scherzartikelverkauf und verdient sich mit juristischen Tipps im Rotlichtmilieu etwas dazu. Was mich auch gestört hat, ist die Kleidung der Jungen im Zeltlager. Sie hatten mit ziemlicher Sicherheit HJ-Hemden an. Da sich die Handlungsdauer des Romans über einen Zeitraum von ca. eineinhalb Jahren erstreckt (vom März 1934 bis September 1935), hätte man im Lager auch eine Hakenkreuzfahne sehen müssen. Wenn man den Roman genau liest, so erkennt man, dass Horvath irgendeinen fiktionalen faschistischen Staat darstellen will. Der Name Hitler fällt im ganzen Roman nicht. Es ist immmer nur vom "Oberplebejer" die Rede oder vom "Geburtstag des Oberplebejers", der allerdings am 20. April gefeiert wird. Wenn man sich schon vom Dritten Reich freimachen will, dann hätte man Fantasieuniformen nehmen können. Die abgelegten Uniformen aus dem Ersten Weltkrieg sind historisch nicht korrekt. Eine Bemerkung noch zum "Feldwebel": Peter Sodann macht aus dieser Rolle eine Klamaukrolle. Man kann ihn und sein Genuschel nicht ernst nehmen. Alles in allem aber ist diese Verfilmung im Vergleich zu den anderen filmischen Adaptionen, die ich kenne, mit Abstand die beste. Ulrich Mühe hebt sie aus der Durchschnittlichkeit heraus.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
kulturnews.de meinen hier offensichtich einen anderen Film als auf dieser DVD enthaltenen. Sie beschreiben die Adaption einer Novelle von Mircea Eliade durch Francis Ford Coppola, aber nicht die Verfilmung Ödön von Horváths.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brauchbar aber wenig Pep 10. Juni 2009
Von Anke Wein
Format:DVD
Da der Roman schon im dritten Jahr Thema der Fachhochschulreife ist, war ich sehr dankbar für eine brauchbare Verfilmung, bei der die Schüler weder einschlafen noch vor Lachen vom Stuhl fallen. Ulrich Mühe ist natürlich sehr glaubhaft, die ganze Verfilmung ist für Schüler gut nachvollziehbar. Als abendfüllende Unterhaltung sehe ich den Film allerdings nicht, da fehlt dann doch etwas der Pep.
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