Das Buch JUgend und Alkohol versucht das große Themenfeld ohne unnötige Dramatik und Schwarzmalerei erfolgreich zu erklären.
Positiv hervorzuheben ist, dass für einen Einstieg in den Bereich Jugendalkoholismus alle notwendigen Informationen enthalten sind.
Über zwei Fallbeispiele, welche die später erläuterten, typischen Familientypen in den Biografien von Alkoholikern veranschaulichen, wird eine Allgemeingültige Definition der Sucht und speziell des Alkoholismus gegeben, die sich auch in anderer Fachliteratur finden lässt.
Die darauf folgenden Statistiken sind als einziger Abstrich des Buches veraltet, dienen demnach nicht dazu die akute Medienbrisanz des Themas herzuleiten.
Folgend klären die Autoren über die Besonderheiten der Jugendphase auf und geben Verständnisgrundlagen, warum gerade hier der Erstkontakt mit Alkohol als Option herangezogen werden kann. Hierbei wird jedoch weniger der Erstkontakt als der probemmatische, zweckorientierte Konsum bemängelt.
Die Ursachen für den Konsum werden dabei nicht klar benannt, sondern als multifaktorielles Modell eingeführt, welches von Biografie zu Biografie differiert, was der Schiwerigkeit des Themas Tribut zollt.
Die Prävention und Therapie gliedert sich in drei allgemein verwendete Prävewntionsformen (primär, sekundär, tertiär) und wird in der Durchführung auf die verschiedenen Lebensbereiche deutlich angewendet.
FAZIT: Ohne an einer Stelle Abstinenz zu fordern oder das Problem zu stark zu simplifizieren bleibt das Dogma aus, was dem Buch eine sehr objektive Herangehensweise an das Thema einbringt. Die Vollständigkeit ist in Anbetracht der Länge und der einfachen Schreibweise sehr gut und die verwendetetn Schaubilder sind leicht verwständlich und anwendbar.