Man kann nicht viel mehr zu diesem Buch sagen als "lest es". Es ist nicht besser als der erste Teil, er ist anders. Band eins sehe ich als eine sehr lange Einführung in die Charaktere und das Universum, in dem die Handlung stattfindet. Er hatte seine Längen, aber in meinen Augen machte dies die Protagonisten nur realer.
Der Hauptunterschied ist, daß durch Band eins die Gesamtsituation nicht ganz klar war. Man wusste lange Zeit nicht, aus welchen Gründen heraus die Personen handelten, geschweige denn, worum es eigentlich ging. Erst ganz am Ende ergab sich ein Gesamtbild, und die eigentliche Handlung konnte beginnen.
Und genau das tut sie jetzt. Hamilton schaltet zwei Gänge hoch: Auf jeder Seite gewinnt die Geschichte an Geschwindigkeit, ohne dabei an Spannung zu verlieren. All die offenen Fragen aus Teil eins werden jetzt mit Hochdruck angegangen, man meint fast, die Handlungsträger würden jetzt ihre "Aufgabe kennen" - und sie legen bei deren Erfüllung eine atemberaubende Geschwindigkeit zutage. Eventuelle Vorhersehbarkeiten in der Geschichte werden davon einfach mitgerissen, auch weil das Universum von Hamilton immer detaillierter und damit greifbarer gezeichnet wird.
Wer also den ersten Teil nicht mochte, weil er zu schleppend war, wird mit dem zweiten seine helle Freude haben.
Solide science fiction also, woran man eigentlich nichts aussetzen kann. 4 Sterne wären wirklich zu wenig.