Der Titel der Scheibe bezieht sich auf einen Song aus dem legendären Painkiller-Album, aber man kann den Bezug des Titels natürlich auch komplett anders interpretieren. Aber ob Judas Priest im Laufe der Jahre nun wirklich so schwach geworden sind, das man gleich Übelstes (Evil) erwarten kann, dem kann ich als Fan gleich widersprechen. Und die CD beweist dann letztendlich auch das dem nicht so ist, um es mal geschwollen auszudrücken.
Judas Prist legten 2009 ihre insgesamt vierte Live-Scheibe auf, die dritte mit *uns* Rob Halford und setzten ihre Tradition fort. Es gibt Songs die auf den beiden Live-Scheiben *Priest... Live* und *Unleashed In The East* nicht enthalten waren, damit es keine Songüberschneidungen gibt, aber die Band greift dennoch Tief in die Trick- bzw. Hitkiste. Ältere Hammersongs wie *Dissident Agressor* und *Eat Me Alive* sind genauso enthalten wie ein Sack voll Killernummern aus dem Album *Painkiller*. Abgerundet wird die Scheibe mit den neuen Songs *Judas Rising* und *Hell Rider*, die sich lückenlos einfügen.
Allerdings finde ich das gerade Judas Priest eine einfache Einzel-CD nicht gerechnet wird. Im Falle von *A Touch Of Evil - Live* wäre eine Doppel-CD angebracht gewesen, wenn nicht sogar die Veröffentlichung einer fundierten Live-BOX. Aber wer weiss was nach der Abschiedtournee von der Band oder der Plattenfirma noch so alles an Archivmaterial ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird.
FAZIT: starke Live-Scheibe, aber viel zur kurz...