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Judas 2: Judassohn [Broschiert]

Markus Heitz
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

11. März 2010
Theresia Sarkowitz, genannt Sia, ein »Kind des Judas«, uralt und ewig jung. Sorgfältig getarnt wacht sie über ihre Nachkommen, eine unschuldige junge Frau und ihr Kind, damit diese nicht dasselbe Schicksal erleiden wie sie – einst als Untote wiederauferstehen zu müssen. Doch dann taucht eine Gestalt auf, die seit Jahrhunderten nach Sia sucht. Eine Gestalt, deren Kräfte ausreichen, sie zu töten. Und die voll Rachedurst ist ... Der neue phantastische Thriller von Markus Heitz – die lang erwartete Fortsetzung der "Kinder des Judas"

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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [346kb PDF]
  • Broschiert: 686 Seiten
  • Verlag: Knaur; Auflage: 1. (11. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426652250
  • ISBN-13: 978-3426652251
  • Originaltitel: Judassohn
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 166.952 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Der Vampir an sich ist ein sensibles, schmachtendes Wesen, das nur darauf wartet, von einem jungen, unschuldigen und selbstredend bildhübschen Mädchen in die glückseligen Sphären ewiger Liebe erhoben zu werden und mit ihm zärtlichen Kuschelsex zu haben. Diesen Eindruck könnte man zumindest gewinnen, wenn man die omnipräsenten Twilight-Romane von Stephenie Meyer und die Bücher ihrer Epigoninnen, von Jeaniene Frost bis Tanja Heitmann, liest, die den Vampirroman – eigentlich ein veritables Subgenre des Horrorromans – bis zur Unkenntlichkeit weichgespült und die Untoten, die sich leider nicht dagegen wehren können, in schnulzige Helden von Liebesromanen für Teenies verwandelt haben. Einer der tapfersten Streiter gegen diesen Trend ist Markus Heitz, und allein dafür gehört er gepriesen.

Mit Kinder des Judas hatte Heitz, der sich schon in diversen Spielarten des fantastischen Romans versucht und sich dort eine große Fangemeinde erschrieben hat, erstmals Vampire in den Fokus genommen. Und er hatte gezeigt, dass es auch anders geht: Sein hoch spannender Mix aus düsterer Alchemie, obskurer Wissenschaft, mythisch-geheimnisvoller Fantasy und temporeicher Action auf zwei Zeitebenen – dem 17. Jahrhundert und der Gegenwart – war einer der großen Erfolge des Buchjahres 2007. Nun legt er den Nachfolgeband vor, der einige Fäden aus Kinder des Judas aufnimmt und auch ein paar Figuren aus den Werwolf- und Dämonen-Romanen Ritus, Sanctum und Blutportale enthält, trotzdem aber eigenständig funktioniert und ohne Weiteres isoliert gelesen werden kann.

Im Mittelpunkt der Gegenwartshandlung steht Theresia Sarkowitz, genannt Sia, eine seit Jahrhunderten nicht alternde untote Vampirin, die die letzte Abkommin der Kinder des Judas, einer besonderen Vampirart, zu sein glaubt. Sie setzt alles daran, ihre Nachfahrinnen Emma und Elena vor demselben Schicksal zu bewahren, das sie seinerzeit in diese quälende Existenz gezwungen hat. Doch bald stellt sie fest, dass sie mitnichten das letzte Judaskind ist, denn es taucht jemand auf, der sie seit Jahrhunderten gesucht hat und sie zu vernichten trachtet... Parallel dazu erzählt Heitz die Geschichte dreier Vampire, die im vorrevolutionären Frankreich der Jahre 1781/82 herauszufinden versuchen, welche Art von Wesen sie eigentlich sind, warum sie so geworden sind und ob sie eine Möglichkeit haben, ihr Schicksal zu verändern. Natürlich verknüpft sich die historische mit der Gegenwartshandlung – bis hin zu einem furiosen Finale, das es in sich hat.

Judassohn ist ein packender, in seiner Verquickung von historischem Geschehen, finsteren Legenden und realistischer Gegenwartsverankerung höchst faszinierender Roman – wer die letzte Seite umgeblättert hat, der wird nicht nur dem bereits angekündigten dritten Band Judastöchter entgegenfiebern, sondern dem werden auch die Bis(s)-Romanzen plötzlich extrem blutleer vorkommen. -- Christoph Nettersheim

Über den Autor

Markus HeitzMarkus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte und lebt als freier Autor in Zweibrücken. Sein Erstling "Schatten über Ulldart", der Auftakt zum sechsbändigen Epos "Ulldart Die Dunkle Zeit", wurde mit dem Deutschen Phantastik Preis 2003 als "Bestes Roman-Debüt National" ausgezeichnet. Markus Heitz gehört heute zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren.


Markus Heitz im Interview über sein Schreiben, seine Romane – und seine besondere Vorliebe für Vampire!

Lieber Herr Heitz, es ist schon lange bekannt, dass die Vampire Ihre Lieblinge sind – aber was hat Sie dann dazu inspiriert, Romane über sie zu schreiben?

Ich fand es erstaunlich, dass es schon so viele Bücher über Vampire gab, und damit meine ich weder aktuelle Romane, noch den allgemein bekannten Klassiker von Bram Stoker. Joseph Sheridan Le Fanu, Tolstoi und viele andere "alte" Autoren haben sich bereits mit Vampiren beschäftigt, und ich fragte mich schlicht: Woher kommt der Glaube an die Existenz dieser Blutsauger? Je mehr ich nachforschte, je mehr historische Dokumente und Sammlungen ich ausgrub, umso facettenreicher, abwechslungsreicher und vielgestaltiger wurden die Vampire. Und dennoch gelingt es ihnen dabei, mysteriös zu bleiben und mit der Fülle von widersprüchlichen Informationen eine Wolke aus Verwirrung um sich zu erschaffen.

Das klingt fast, als würden Sie an die Existenz von Vampiren glauben …

Ich behaupte nicht, dass es Vampire gibt! Aber die Menschen damals glaubten fest daran, weshalb man in Aufzeichnungen aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit immer wieder Vampire findet. Klasse Spezies – wenn es sie echt geben würde.

In den letzten Jahren gibt es immer mehr Romane, in denen der Vampir keine blutgierige Bestie mehr ist, sondern vor allem ein galanter und potenter Verführer. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung – und planen Sie, auch etwas in dieser Art zu schreiben?

Könnte man eine Rückkehr der Romantisierung nennen, nicht wahr? Eine Verharmlosung der Bestie, des Monstrums, vor dem die Menschen sich lange Zeit lang gefürchtet haben. Obacht! Es sieht ja fast nach einer geschickt eingesetzten Propagandamasche aus, um Vampire als nette, missverstandene Wesen darzustellen, die sich nach der Liebe und der Wärme der Lebenden sehnen. Dazu kann ich nur sagen: Fallt nicht darauf herein! Vampire wollen nur eines, und das ist in den wenigsten Fällen Kuschelsex, sondern Blut. Viel Blut. Menschenblut!

Haben Sie einen Lieblingsvampirfilm, den Sie empfehlen würden?

In der Tat finde ich die Dracula-Verfilmung von Coppola gut, aber auch den Klassiker Nosferatu mit Max Schreck, passend dazu auch Shadow of the Vampire. Nicht zu vergessen den ersten Teil von Underworld. Und dann gibt es da noch The Hunger und Interview with the Vampire. Das sollte als abendfüllende Empfehlungen mal genügen.

Wenn Sie überlegen, wie Sie sich vom ersten Roman bis heute entwickelt haben - war da jemals auch der Wunsch, mal über etwas so ganz anderes zu schreiben? Oder ist das Schreiben eines Romans ohne Blut der Alptraum, der Sie mitunter im Schlaf einholt?

Oh, ich WERDE sicherlich -wenn der Tod mit mir keine anderen Pläne hat- Romane ohne Blut schreiben, und dazu auch noch humoristische! Die stehen fest auf meiner Liste. Es gab da Begebenheiten, die einfach zu lustig waren, um sie nicht zu Papier zu bringen. Und ein klassischer Krimi, das muss eines Tages auch noch sein. Aber ansonsten fühle ich mich in dem düsteren Genre sehr wohl. So viele Möglichkeiten, Rätsel und Wesen, die in Dunkelheit und Licht warten.

Was gibt es eigentlich, vor dem Sie persönlich sich fürchten? Mal abgesehen davon, dass Sie Blut nicht gut sehen können ...

Free-Jazz, dem ich nicht entkommen kann; irgendwo nackt auf der Straße zu liegen und von Free-Jazz geweckt zu werden; als Free-Jazzer wiedergeboren zu werden. DAS Schlimmste: die ultimative Idee für einen Roman gehabt zu haben und ihn nicht zu Ende geschrieben bekommen! Aber ansonsten ist es der Klassiker von Krankheit und Siechtum. Davor hat aber jeder Mensch Angst, denke ich.

Kinder des Judas, Judassohn, Ende 2010 dann die Judastöchter - erzählen Sie uns etwas über Ihren eigenen Familienclan, Herr Heitz?

Sie meinen, meine Romane wären autobiographisch? Wow, das wäre doch mal eine Enthüllungsstory, was? Aber nein, meine Familie ist reichlich normal und "un-judashaft". Um so mehr Spaß macht es, sich eine etwas andere Familie auszudenken, bei der die Abstammung problematisch-faszinierend ist. Alle um mich herum sind nett, lieb und kein bisschen bösartig.

Assamtee als Schreibdroge dürfte auch bei diesem Roman zum Einsatz gekommen sein. Was gibt es noch, was Sie beim Judassohn zum Schreiben brauchten, welche Musik lief beispielsweise im Hintergrund?

Ja, der Assam war wieder mit dabei. Von irgendwas müssen die Zähne ja gelb werden, wenn ich schon nicht rauche. Ansonsten laufen verschiedenste Soundtracks, klassische Scheiben und Lieder aus dem Gothic-Bereich, von Elektro bis Mittelalter ... also, ECHTEM Mittelalter oder neu interpretiert, wie Qntal oder Helium Vola.

Für den Judassohn wird es eine große Lesetour der ganz besonderen Art geben - was wird das Neuartige an diesen Lesungen sein?

Tja, die Tour an sich ist ja schon das Neuartige! Ein Bus, vollgestopft mit den verschiedensten Kreativen: Tanz, Musik und Buchstaben. Mit der Band Persephone, der Tänzerin Asherah Latifa und mir ist ein Projekt geplant, wo die Übergänge zwischen Musik, Tanz und Textpassagen fließend sein sollen. Und ich bin echt gespannt, wie es von den Besuchern aufgenommen wird. Einen kleinen Ansatz hatte ich damals schon in Homburg versucht, als ich bei einer Lesung aus Kinder des Judas mit Asherah zusammen aufgetreten bin. Jetzt kommt sozusagen die "Deluxe"-Version.

Und zu guter Letzt: Die Tochter des Judassohnes wird es vermutlich nicht geben, aber verraten Sie als planender Mensch dennoch etwas über Ihre weiteren Ideen?

Es wird Judastöchter geben, im Dezember 2010 erscheinen die Damen. Wie der Titel vermuten lässt, ist es mehr als eine Dame, die ein Problem mit ihrer Abstammung bekommt. Sia wird gefordert sein und holt sich dazu Unterstützung, die man aus den Vorgängerbänden bereits kennt. Ohne zu viel verraten zu wollen, würde ich es als "Prominenten-Team-up" bezeichnen: Justine spielt eine Rolle. Und wo sie ist ...

Herr Heitz, herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Sie und Ihre literarische Familie!

Das Gespräch führte Lilo Häutle

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vampirstory der Extraklasse! 15. März 2010
Von Druss TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Markus Heitz zieht das Tempo an: der Vielschreiber hat für 2010 mindestens (!) drei neue Bücher angekündigt. Hier kommt nun das Erste. "Judassohn" heißt der neue Vampirroman, der auf 686 Seiten in einem großformatigen Taschenbuch daherkommt.

Auch inhaltlich zieht Heitz das Tempo an: Die Story beginnt rasant im Leipzig der Gegenwart, um sich mit unverminderter Geschwindigkeit in der Bretagne der Jahre 1781/82 fortzusetzen. Über zahlreiche weitere Stationen schließt der Autor den Kreis bis in die Gegenwart.

Anhand der Hauptcharaktere Tanguy, Sandrine und Dominic entwickelt Heitz eine faszinierende und schnelle Story, die um zahlreiche, aus früheren Werken bekannte Figuren ergänzt wird.
Der gelernte Historiker Heitz schöpft hier aus dem Vollen. Er verbindet in hervorragender Weise Mythen und Legenden mit historischen Fakten. So erfährt der geneigte Leser endlich, wie der Sturm auf die Bastille wirklich war und was es mit dem Eurotunnel auf sich hat.
So ganz nebenbei entpuppt sich Markus Heitz auch noch als Autor expliziter und ausgedehnter erotischer Schilderungen, die er so bisher noch nicht in seiner Palette hatte.

"Judassohn" läßt sich hervorragend als Einzelwerk lesen. Wer es aber in allen Einzelheiten genießen möchte, sollte vorher "Kinder des Judas" und noch besser auch "Ritus", "Sanctum" und "Blutportale" lesen. Erst dann erschließt sich die gesamte Vielschichtigkeit des Werkes, die vor allem in der zweiten Buchhälfte geboten wird.

Fazit: "Judassohn" ist eine Vampirstory der Extraklasse. Actiongeladen und spannend, glücklicherweise weitab der hysterischen Romantic-Fantasy-Vampir-Welle ("Biss .... zum gehtnichtmehr"). Für mich das bisher beste Werk aus Markus Heitz Dunkle Spannung- oder Urban Fantasy- oder Horror-Ecke. Ganz klare Kaufempfehlung!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von G. Bogner VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Sia hat beschlossen ihre letzten Nachkommen Emma und deren Tochter Elena nicht zu vernichten, sondern zu beschützen. Plötzlich tauchen in Leipzig jedoch Werwölfe und in der Wohnung von Emma eine unbekannte mit ungewöhnlichen Kräften ausgestattete Vampirin auf. Eine Rückblende führt uns nach Frankreich ins Gevaudan um 1780 und erzählt das Schicksal von Tanguy einem Nachkommen von Sia, sowie der ungewöhnlichen Vampirin Sandrine und Dominic de Marat. Alle drei machen die Bekanntschaft des Marquis de Morangies und werden von Werwölfen verfolgt.

Die Fortsetzung der Kinder des Judas, hat mir sogar besser gefallen als der erste Teil. Spannend und intensiv erzählt Heitz eine weitere Geschichte aus dem düsteren Frankreich kurz vor der Revolution und verknüpft auch die Loup-Garous aus Ritus/Sanctum mit in den Roman, was ich toll fand. In der Gegenwart tauchen dann auch noch die Dämonenanbeter aus Blutportale auf, so dass ein Gesamtbild entsteht. Zum Verständnis ist es zwar meines Erachtens nicht notwendig die anderen Bücher zu kennen, mir hat es aber sehr viel Spaß gemacht vieles aus den anderen Büchern wieder zu finden.

Da die Bücher teilweise in Zusammenhang stehen, sollte man folgendermaßen lesen um nichts von der Spannung zu einzubüßen:
1.Ritus (Teil 1 Werwölfe)
2.Sanctum (Teil 2 Werwölfe)
3.Blutportale (eigenständiger Roman, baut aber teilweise auf Ritus/Sanctum auf)
4.Kinder des Judas (Teil 1 Vampire)
5.Judassohn (Teil 2 Vampire)
6.Judastöchter (Teil 3 Vampire)
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ordentliche Fortsetzung mit einigen Problemen 24. Juni 2010
Von Nicolas Gehling (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Markus Heitz gelingt es auf den knapp siebenhundert Seiten nur bedingt, eine überzeugende Geschichte zu verfassen. Die Handlung an sich ist, im Rahmen, durchaus ansprechend gestaltet und enthält den meisten Lesern die Auflösung der Handlungsstränge bis zum letzten Viertel des Buches vor, ist also spannend gestaltet. Leider verrennt sich Heitz zwischendurch immer wieder in der Beschreibung von blutigen Kämpfen oder merkwürdigen Sexszenen, wobei gerade letztere sprachlich und inhaltlich fehl am Platz wirken. Vampire sind in der aktuelle Literatur ja durchaus zu Gefühlen und Liebe fähig, aber hier wirken die Szenen einfach überflüssig, teilweise ist das Verhalten auch in sich unlogisch.

Generell zieht sich das Werk in die Länge und einzelne Kapitel ringen dem Leser eine Menge Geduld ab, damit das Buch nicht zur Seite gelegt wird. Zu lange laufen die scheinbar disjunkten Handlungen vor sich hin, bevor eine recht interessante Möglichkeit präsentiert wird, um die Geschichten in den richtigen Kontext zu stellen und sie zu verbinden. Die gewählte Erklärung ist gut ausgearbeitet, auch wenn sie etwas abrupt aufgedeckt wird und sich im Nachhinein an der ein oder anderen Stelle einige Fragezeichen zum Sachverhalt auftun.

Die Fortsetzung bietet leider nur sehr schwache Charaktere. Sie werden nicht lebendig umschrieben und wirken flach und zu monoton für ein Werk von diesem Umfang. Durch die erneute Betrachtung des Situationen nach der Zusammenführung der Geschichten werden zugleich einige schöne Akzente gesetzt, aber auch einige Fragen aufgeworfen, warum Harm sich zum Beispiel so leicht besiegen lässt.
Gelungen ist hingegen die Verkapselung der anderen Werke des Autors. So finden sich immer mal wieder Anspielungen auf bekannte Personen oder Gegenstände aus den anderen Werken, zum Beispiel die todbringende Harfe aus Limerick.

Sauber eingearbeitet ist der zeitliche Kontext. Von der Neuzeit begibt sich der Leser auf Rückblenden in die Welt rund um die französische Revolution und erfährt den geschichtlichen Verlauf etwas anders als er in den Geschichtsbüchern steht. Sukzessiv zieht das Abenteuer seinen Weg bis ins Jahr 2009. Dabei gibt es durchaus etwas zum Schmunzeln, gerade die Passgen zum Eurotunnel sind eine geniale Idee.
Etwas sinnfreier gestaltet sich der Abstecher in die rechtsradikale Szene von Leipzig. Auch wenn der Stil, wie mit den rechtsextremen Charakteren verfahren wird (Identifikation anhand von Symbolen und Zahlenkürzeln wie 18,88 ... statt Namen) recht innovativ erscheint, so gehören diese Passagen doch zu denen, welche getrost nur überflogen werden können.

Insgesamt bietet "Judassohn" eine ordentliche Fortsetzung und anhand der letzten Seiten und der Leseprobe zu "Judastöchter" dürfte schon klar sein, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Leider verrennt sich Heitz hier in einigen Kapiteln in unnötigen Szenen (übertriebene Kämpfe, Sex und Gewalt), sodass an machen Stellen das Lesen schwer fällt. Trotzdem bietet das Werk eine ordentliche Unterhaltung und ist eines Blickes durchaus würdig.

("Judastöchter" ist bereits für Dezember 2010 angekündigt)
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Immer einen kauf wert
Markus Heitz kann man einfach nicht weglegen die Story nimmt wie gewohnt alle möglichen Bahnen nur nicht die die man erwartet ich würde es immer und immer wieder kaufen.
Vor 2 Monaten von Heaven veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen gelungenes Hörbuch
Selten ein so gelungenes Hörbuch gehört. Man steigt mitten in die Geschichte ein. Es wird vom Hörer verlangt, dass er aktiv hört, da zum Teil größere... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Huhu.Vogel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klasse!
Das Buch ist einfach HAMMER! Gerade wenn man bereit "Kinder des Judas" gelesen hat und das schon verschlungen hat ;) Ich liebe es <3
Vor 2 Monaten von Diana Kamp veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langweilig
Ich hab das Buch zufällig gekauft. Ich hatte davor die Zwerge von Markus Heitz gelesen und war begeistert von der Story+ dem Schreibstil. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Akina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toll
War ein Geschen für meinen Mann, er liest geren die Bücher von Heitz und erzählt begeistert davon. Mein Mann findet sie toll und liest sie immer schnell durch.
Vor 5 Monaten von Daniela veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen 2. Teil der Judas-Reihe
Teresia Sarkowitz, genannt Sia, ist eine Tochter des Judas und somit eine der mächtigsten Vampire der Welt. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Kerry veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Denn die im Dunkeln sieht man nicht...
Ich habe mich auf Judassohn sehr gefreut, da ich Die Kinder des Judas fast verschlungen habe.
Doch hier fällt mein Urteil nicht mehr ganz so euphorisch aus. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Sabrina Black veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Story top - Produktion Flop!
Wer die wunderbare Vampir-Trilogie von Markus Heitz geniessen möchte, der soll sich beim zweiten Teil "Judassohn" unbedingt das Buch und nicht das Hörbuch vornehmen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von A. Sidler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Halber soft porno -.-
Gutes Buch aber die unzähligen "Sexszenen" haben ihm seinen reiz genommen.
Weniger Sexszenen mehr Horror bitte!!
Kein Vergleich zu Kinder des Judas. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Duck veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen GENIAL!!!
Auch der 2. Band ist mega spannend und toll geschrieben - ich kann die ganze Judasreihe nur wärmsten empfehlen. Ein RIESEN Lob an Hr. Heitz!!!
Vor 15 Monaten von Emily veröffentlicht
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