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Jud Süß.
  
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Jud Süß. [Unbekannter Einband]

Lion: Feuchtwanger
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Berlin und Weimar. Aufbau-Verlag. 1984. (1984)
  • ASIN: B0039OO9JC
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 10,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.904.294 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Lion Feuchtwanger vermag er es auf beeindruckendende faszinierende Weise ein historisches Panorama zu entfalten. Man lernt nicht nur über Aufstieg und Fall des Joseph Süß Oppenheimer, Finanzrat am Hof des württembergischen Herzogs Karl Alexander. Feuchtwanger porträtiert detailliert das historische Personal vom Kaiserhof in Wien über die württembergische Hofgesellschaft bis hin zum schwäbischen Volk. Religiöse Strömungen, Konflikte und Kriege werden lebendig.

Im Mittelpunkt steht die Figur Jud Süß, der tägliche Antisemitismus, der ihm begegnet, sowie seine langsame Hinwendung zur jüdischen Religion. Jud Süß ist ein assimilierter Jude, der aber sein Judentum weder verschweigt noch abzulegen beabsichtigt. Er wählt damit weder den Weg seines Bruders, der sich christlich hat taufen lassen, noch den seines Geschäftspartners Landauer, der sich mit Schläfenlocken und Kaftan sichtbar als Jude zu erkennen gibt.

Letztlich ist sein Weg jedoch gescheitert. Nach dem fehlgeschlagenen Putsch der katholischen Kräfte und dem Tod des Herzogs wird Jud Süß als willkommener Schuldige zum Tode verurteilt. Progromstimmung macht sich breit.

Feuchtwanger hatte ursprünglich ein Buch über Rathenau geplant. Im Kontext des Württemberg des 18. Jahrhundert zeigt er die Gefahren, die den assimilierten Juden wie Rathenau in Deutschland drohen.

Trotz der Stärken des Buches macht es Feuchtwanger dem Leser nicht leicht. Er wählt eine altertümelnde Sprache, neigt zu Adjektiv-Stafetten. Das Romanpersonal wird über 500 Seiten bei jedem Auftritt mit identischen Wendungen charakterisiert. Die Lektüre macht Mühe.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Joseph Süß, ein jüdischer Kaufmann gelangt zu Ruhm und Ansehen am Hof zu Württemberg und gerät zunehmend in den Dunstkreis um Herzog Karl Alexander, der geprägt ist von Intrigen und Exzesse. Joseph profitiert lange von den Machtspielen am Hof, bis er schließlich ertragen muss, dass sich seine geliebte Tochter Naemi, die er immer vor dem Treiben am Hof schützen wollte, getrieben durch die Nachstellungen des Herzogs, in großer Verzweiflung und Bedrängnis vom Dach eines Hauses zu Tode stürzt. Gebrochen und verzweifelt plant er den Sturz des Herzogs und plant dessen Untergang.
Spannend und historisch genau verschafft dieses Hörbuch Einblick in die Welt am Stuttgarter Hof und entwickelt ein umfangreiches episches Panorama mit einer Vielzahl detailliert geschilderter Figuren und Schauplätze, die mitunter an die Erzählkunst Thomas Manns erinnern, die bildüberladene Sprache zieht den Zuhörer besonders durch die Stimme von Axel Corti in seinen Bann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Legendärer Klassiker 26. Dezember 2010
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Bei amazon gehört dieses Buch zu den Büchern der 1000 Bücher, was ich unbedingt gerechtfertigt finde. Es wird die Geschichte erzählt, die das Leben des jüdischen Finanzrats Josef Süß Oppenheimer widergibt.

Gliederung und einige wichtige Hinweise am Rande:
==========================================

5 TEILE :

Die Fürsten",
Das Volk",
Die Juden",
Der Herzog",
Der Andere

Im Roman spielen historisch belegte Charaktere, aber auch vom Autor erfundene Personen nebeneinander.
Inhalt:
=====

Das Buch erzählt die Geschichte des historischen württembergischen Hofjuden Joseph Süß Oppenheimer. Feuchtwanger hat dessen Leben als historische Vorlage und sozusagen Hintergrund seiner literarischen Verarbeitung verwendet. Feuchtwanger hat sich in diesem Buch mit jüdischer Assimilation in Deutschland auseinander gesetzt.

Wir befinden uns im 18. Jahrhundert in Württhemberg. An der Seite von Herzog Karl Alexander wird Josef Süß Oppenheimer zum mächtigsten Mann Württembergs. Naemi ist seine über alles geliebte Tochter. Sie wird vom Herzog begehrt, dieser stellt ihr nach und sie sucht den Freitod, um ihm zu entkommen.
Jud Süß will sein Leben nach diesem Vorfall nicht mehr so weiterführen, wie er dies bis zu diesem Tag tat. Er will seine Tochter rächen und stellt dem Herzog eine Falle. Der Herzog stirbt und somit ist auch "Jud Süß" dem Untergang geweiht.

Es spielt am Stuttgarter Hof, anfangs will Josef Oppenheimer seine Tochter von diesen Menschen fernhalten, aber dies schafft er nicht. Herzog Alexander lebt despotisch und ausschweifend. Obwohl Josef Oppenheimer eigentlich nicht dafür ist, trägt er aber dieses Leben mit und wehrt sich nicht dagegen. Nach dem Tod seiner Tochter, die von einem Rabbi erzogen wurde (sie stüzte sich vom Dach einer Klause)

Oppenheimer stellt sich selbst und wird haftbar gemacht. Er könnte sein Leben retten, indem er zum christlichen Glauben übertritt und dem Judentum abschwört, dies aber tut er nicht.

Ein Ausspruch, der vom Regent Karl Rudolf stammt ist historisch belegt, diesen möchte ich gern noch hier am Schluss meiner kurzen Inhaltsangaben anführen:

Das ist ein seltenes Ereignis, dass ein Jud für Christenschelmen die Zeche zahlt"

Autor Lion Feuchtwanger:
====================

Lion Feuchtwanger (* 7. Juli 1884 in München; 21. Dezember 1958 in Los Angeles) war ein deutscher Schriftsteller und einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

weitere Werke:

Die Einsamen. Zwei Skizzen, 1903
Karneval von Ferrara, 1908
Der tönerne Gott, 1910
...
Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau, 1952
Die Jüdin von Toledo, 1954. Veröffentlichung in Westdeutschland 1955 unter dem Titel Spanische Ballade.
Jefta und seine Tochter, 1957

Viele seiner Werke wurden verfilmt. So auch Jud Süß erst im letzten Jahr.

Lion Feuchtwanger wuchs in einer begüterten Familie als Sohn des jüdisch-orthodoxen Margarinefabrikanten Sigmund Feuchtwanger und dessen Ehefrau Johanna geb. Bodenheim auf. Er war der Bruder des Juristen Ludwig Feuchtwanger und des Journalisten und Schriftstellers Martin Feuchtwanger. Schon früh unternahm er Versuche als Schriftsteller, die ihm bereits als Schüler einen Preis einbrachten. 1903 schloss er die Schule mit dem Abitur am humanistischen Wilhelmsgymnasium München ab. Danach studierte er Geschichte, Philosophie und Deutsche Philologie in München und Berlin, löste sich dabei stark vom Elternhaus. Er promovierte 1907 bei Franz Muncker über Heinrich Heines Der Rabbi von Bacharach. Von einer Habilitation nahm er aufgrund der Beschränkungen für Juden Abstand.
Er gründete 1908 seine eigene Kulturzeitschrift Der Spiegel, dessen erste Ausgabe am 30. April erschien.
Nach einigen Erfolgen als Dramatiker verlagerte er seinen Schwerpunkt auf den historischen Roman. Am erfolgreichsten war Jud Süß (geschrieben 1921/22, veröffentlicht 1925), der auch international bereits ab 1926 großen Anklang fand, nachdem Feuchtwanger lange in Deutschland vergeblich einen Verleger gesucht hatte. Die antisemitische Thematik schien unpopulär. Sein zweiter großer Erfolg war Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch.
Seit 1933 lebte Feuchtwanger in Sanary-sur-Mer, einem Zentrum des deutschsprachigen Exils in Südfrankreich. Aufgrund der hohen Auflagen seiner Bücher insbesondere im angelsächsischen Sprachraum führte er ein vergleichsweise behagliches Leben im Exil.
1953 erhielt Lion Feuchtwanger den Nationalpreis der DDR 1. Klasse für Kunst und Literatur. Dort wurde er als Antifaschist und kommunistischer Sympathisant hoch in Ehren gehalten, wenn auch die jüdischen Momente seines Werkes weniger gewürdigt wurden.
Lion Feuchtwanger erkrankte 1957 an Nierenkrebs. Nach mehreren Operationen verstarb er Ende 1958 an inneren Blutungen.
Quelle: Auszüge aus wikipedia

meine Meinung zum Buch:
=====================

Ich finde im Ganzen gesehen, dass dieses Werk wirklich zu den Klassikern zu zählen ist, man sollte es gelesen haben !!!

Die Charaktere werden durchweg bildhaft und umfassend charakterisiert, wobei nur Josefs Tochter als positiv über die gesamte Handlung hinweg dargestellt wird.
Diese Tochter aber gab es real nicht, sie ist von Feuchtwanger frei erfunden. Man kann sich hier seine eigenen Gedanken zusammenreimen, warum der Autor Josef Oppenheimer eine Tochter andachte.

Oppenheimer im Gegensatz zu seiner Tochter wird während der gesamten Handlung als negativer Charakter dargestellt. Er wird berechnend, opportunistisch und machtbesessen gezeichnet, was er wohl auch war. Weitere jüdische Bürger werden in die Handlung involviert. Sie sollen, so habe ich dies aufgefasst, das Jüdische realistisch darstellen.

Schön und interessant zugleich ist es, dass der Roman verschiedene Handlungsstränge hat, viele unterschiedliche Charaktere und Schauplätze, die allesamt sehr detailliert dargestellt werden. Man spürt, dass die gesamten Personen ihren Platz in diesem Roman haben, egal wie klein ihre "Rolle" ist, aber sie werden auch in den historischen Hintergrund eingebunden. All dies ist sehr realistisch und zeitnah beschrieben, sehr einfach und verständlich, sehr unterhaltsam und vor allem interessant und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Die Handlung ist mit einem roten Faden durchzogen und durchdacht, sie hat vor dem teilweisen realistischen Hintergrund, der nachdenklich macht, inhaltlich und qualitativ hochwertige und dichte Handlung mit beigefügten Metaphern zu bieten. Der Stoff liest sich leicht verständlich und man lernt viel über die damaligen Zeiten, die politischen und historischen Beweggründe und die Traditionen der Umgebung der beschriebenen Personen. Sehr intensiv ist die Gegenüberstellung zwischen Gut und Böse und die Auswirkungen dessen beschrieben. So unterschiedlich die Charaktere sind und dargestellt werden, so spannend und interessant gestaltet sich dahingehend die Handlung, die bis zum Ende offen bleibt.

Obwohl dieser Roman so lange vor unserer Zeit geschrieben wurde (Erstdruck 1925) - ist er noch immer modern und für die heutige Zeit unbedingt auch als interessant zu bezeichnen. Auseinandersetzungen, Machspielchen, Hass, Neid usw. - all dies ist wohl in jeder Zeit nicht wegzudenken (LEIDER :-( )

Ich empfehle die Lektüre !!!
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authentische Darstellung der Judenverfolgung, sie sollte nie, nie wieder kommen, schließlich sind wir alle in erster Linie Menschen, egal welcher Religion oder Hautfarbe.
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