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Jud Süß - Film ohne Gewissen

Tobias Moretti , Martina Gedeck , Oskar Roehler    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,52 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu
  • Regisseur(e): Oskar Roehler
  • Komponist: Martin Todsharow
  • Format: Dolby, DTS, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 14. April 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 115 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004JRLPH2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.507 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Mehr schlecht als recht schlägt sichder gebürtige Wiener Ferdinand Marian im Jahr 1939 als Schauspieler durchs Leben. Seine Chance kommt, als ihm die Hauptrolle in einer Verfilmung von "Jud Süß" angeboten wird, auch wenn er aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung des Projekts zunächst zögert. Propagandaminister Goebbels lässt keinen Zweifel daran, dass Marian den Part spielen muss. Marian glaubt, die Situation unter Kontrolle zu haben: Seine Frau ist Jüdin. Doch das Spiel mit dem Feuer bleibt nicht ohne Folgen.

Produktbeschreibungen

Berlin 1939. Der mittelmäßig erfolgreiche, aus Österreich stammende Schauspieler Ferdinand Marian bekommt direkt von Joseph Goebbels die Rolle des "Jud Süss" in dem gleichnamigen NS-Propagandafilm angeboten. Die Regie soll Veit Harlan übernehmen. Eine einmalige Karrierechance für Marian. Hin- und hergerissen weigert er sich zunächst, vor allem wegen der Einwände seiner Frau Anna (Martina Gedeck) und seiner Befürchtung, danach auf jüdische Rollen festgelegt zu werden. Doch nachdem Minister Goebbels (Moritz Bleibtreu) immer stärkeren Druck auf ihn ausübt, willigt er ein. Marian versucht, sich und seiner Frau einzureden, er könne die Rolle so spielen, dass der Titel-Bösewicht zum Sympathieträger würde. Doch selbst diese fromme Absicht macht sich der Film geschickt zunutze - sie steigert am Ende sogar noch dessen Wirkung auf die Massen. Marians Verstrickung in die Folgen dieser genau geplanten filmischen Propagandawaffe ist nicht mehr aufzuhalten.

Schon während der Dreharbeiten spitzt sich die Situation in seinem privaten Umfeld zu. Durch seine zunehmende Veränderung abgestoßen, entfremdet sich seine Frau von ihm.
Im Gartenhaus der Familie hat zudem ein früherer Kollege von Marian, der jüdische Schauspieler Adolf Wilhelm Deutscher (Heribert Sasse) Unterschlupf gefunden. Das Dienstmädchen Britta (Anna Unterberger) verrät dies ihrem Freund, dem SA-Mann Lutz (Robert Stadlober), der Deutscher verhaftet und

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
71 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Da ist sich Joseph Göbbels(Moritz Bleibtreu) sicher. Sein Hauptdarsteller, der diesen Film -Jud Süß- drehen soll, glaubt noch immer, dass verhindern zu können. Aber dazu gleich mehr...

Ein Oskar Röhler Film, der bei der Berlinale dafür sorgte, dass Journalisten Buh-Rufe erschallen ließen und Zuschauer den Saal verließen...und noch nicht eine einzige Rezension dazu? Okay...es wird daran liegen, dass man sich dabei nur in die Nesseln, oder aber zumindest zwischen die Stühle setzen kann. Ich versuche es trotzdem.

Berlin 1939. Joseph Göbbels will die ultimative Propagandawaffe erschaffen. Einen Film, der künstlerisch wertvoll ist, und gerade dadurch einen glaubhaften bösartigen Juden auf die Leinwand zaubert, den die Menschen abgrundtief hassen werden. Dazu will er die Geschichte des Juden Süß verfilmen lassen; die sich so oder so ähnlich im 18.Jahrhundert in Württemberg abgespielt hat. Goebbels Traumbesetzung für die Rolle des Süß ist der relativ unbekannte Schauspieler Ferdinand Marian(Tobias Moretti). Der ziert sich zunächst, willigt dann aber auf Grund starken Drucks von Goebbels ein. Dabei begibt er sich auf gefährliches Terrain, denn seine Frau Anna(Martina Gedeck) ist jüdischer Abstammung. Zudem versteckt Marian den alten Freund Deutscher(Heribert Sasse) in seinem Gartenhaus. Zunächst klappt alles besser als erwartet für Marian. Die Produktion des Films verläuft für ihn ohne Schwierigkeiten. Er kann sogar eigene Ideen gegen den Willen des Regisseurs Harlan(Justus von Dohnany) durchsetzen. Aber Marian merkt nicht, dass er nur ein willfähriges Werkzeug von Goebbels und der Nationalsozialistischen Partei ist. Als er das endlich realisiert, ist es zu spät. Als Marian glaubt, es könne nicht mehr schlimmer kommen, täuscht er sich gewaltig...

Zunächst einmal: Röhlers Film ist kurzweilig, handwerklich gut gemacht, brilliant besetzt und interessant. Diese Story hat was, keine Frage. Aber genau da setzt die heftige Kritik an. Wenn Röhler schon ein Thema aufgreift, dass sich tatsächlich geschichtlich ereignet hat, wieso verfälscht er dann die Fakten? Mein eigenes Geschichtswissen bezüglich der Produktion von -Jud Süß- ist(leider) zu gering, um da mitreden zu können. Aber wenn Spiegel- und Sternjournalisten haarklein nachweisen, dass die wahre Geschichte in entscheidenden Sequenzen völlig anders stattgefunden hat, dann ist das schon verwunderlich. Welchen Sinn macht es dann noch, ein "echtes" Thema zu wählen und es dann unkorrekt wiederzugeben? Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung. Aber: Es ist nun Mal ein Oskar Röhler Film. Sollte man einem Enfant Terrible der deutschen Filmszene diese künstlerische Freiheit zugestehen, oder nicht? Meine Antwort diesbezüglich ist klar: Ich halte nichts davon, Künstler in ihrer Freiheit zu beschneiden. So erntet Röhler also die Verrisse und kann(vermutlich; so wie ich ihn einschätze) damit leben.

Die Schauspielleistungen in -Jud Süß - Film ohne Gewissen- sind oberste Güteklasse. Wenn Mimen wie Armin Rohde, Ralf Bauer, Robert Stadlober, Rolf Zacher und Gudrun Landgrebe schon für die Nebenrollen echten Glanz produzieren, so ist Moritz Bleibtreu als Goebbels ein wunderbar joviales, jungenhaftes, gernegroßes und wahnsinnig gemeingefährliches Abziehbild von Hitlers Propagandaminister. Martina Gedeck spielt überzeugend, ihr Plot gibt allerdings nicht all zu viele Möglichkeiten her. Tobias Moretti ist der absolut schillernde Mittelpunkt des Ensembles. Er kann in diesem Film sein gesamtes schauspielerisches Spektrum vor der Kamera ausleben.

Also: Für Geschichtspuristen und überzeugte Anhänger von unverzeihbaren Fehlern über die Darstellung von Geschichte im Deutschland der Nazizeit, wird Röhlers Film unansehbar sein. Was Kritiker bitte nicht dazu veranlassen sollte, über jeden das Kreuz zu brechen, der eine andere Meinung hat. Wer derart hohe Ansprüche bezüglich der Authentizität eines Films nicht hat, der dürfte sich mit Oskar Röhlers Film anfreuden können. Ich habe mich jedenfalls schon schlechter unterhalten lassen. Wäre es möglich, hätte ich 3,5 Sterne vergeben. So gibt es vier Sterne zu Gunsten des Angeklagten. Für diesen Film gilt, mehr als sonst: Entscheiden sie selbst! Bilden sie sich ihr Urteil! Schwimmen sie auf keiner, von wem auch immer inszenierten, Anti- oder Pro-Welle mit und lassen sie sich ihre Urteilskraft nicht nehmen. Viel Spaß dabei.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bleibe leicht verwirrt zurück.. 6. Mai 2011
Format:DVD
Mein Vorredner hat so viel zu dem Film gesagt, ich möchte mich kurz fassen. Ich weiß nicht genau was ich empfinden soll, es gab tolle Szenen in dem Film, die Charaktere wurden stark überzeichnet dargestellt und nach einigen Minuten war mir klar, dass ich es mit keinem Film zu tun habe, der sich geschichtlich dem Thema nähert. Trotzdem, der Film lässt einen sicher nicht unberührt und ich werde ihn mir bestimmt noch einmal ansehen. Sein Geld ist er sicher wert.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tobias Moretti klasse - der Rest eine Farce... 20. Juni 2011
Format:DVD
Ich hatte die vielen verschiedenen und extremen Meinungen zu diesem Film - von absolut sehenswert bis desaströs - im Vorfeld versucht auszublenden und mich wirklich auf diesen Film gefreut! Schließlich ist Oskar Roehler wirklich ein begnadeter Regisseur! "Der alte Affe Angst" und "Elementarteilchen" waren grandioses Kino und die hierfür engagierten Darsteller jede Sekunde des Zuschauens wert!

Und eines muss man auch "Jud Süß - Film ohne Gewissen" lassen - man hat ein eigentlich herausragendes Ensemble verpflichten können. Doch dann bleibt man nach knapp zwei Stunden zähen Zuschauens ratlos zurück und fragt sich, wo denn eigentlich die Darsteller ihr Potential haben liegen lassen. Im Set-Wohnwagen? Zu Hause??

Im Einzelnen:

Moritz Bleibtreu als Joseph Goebbels - leider komplett daneben! Ich konnte ihn nicht mal ansatzweise ernst nehmen und musste von Beginn bei seinen Auftritten im Film lachen! Immerhin fühlte ich mich wenigstens bei diesen Szenen gut unterhalten... Aber nein, Bleibtreu spielt Goebbels so dermaßen übertrieben und unglaubwürdig - und Oskar Roehler tut sein Übriges mit der Kameraführung dazu, indem er bei fast jeder Gelegenheit den verkrüppelten Fuß Goebbels' in Großaufnahme zeigt. Wie es richtig geht: Ulrich Matthes in "Der Untergang"!

Martina Gedecks Blick und Mimik verändert sich im gesamten Film nicht - willkommen in der Welt von Veronica Ferres!

Robert Stadlober - eigentlich ein begnadeter Schauspieler, aber als Jung-Nazi total daneben! Aber es wird vermutlich seine Absicht gewesen sein den Nazi so unfassbar grotesk zu spielen, man weiß ja, dass sein Herz politisch eher links außen schlägt.

Der einzige Lichtblick - und der Grund meiner 2-Sterne-Bewertung - Signore Tobias Moretti! Er spielt den Marian mit voller Leidenschaft und auch wirklich gut! Allein ihm ist es zu verdanken, dass ich den Film nicht schon nach dem ersten Goebbels-Auftritt boykottiert habe. Chapeau!

Tja, und ansonsten plätschert der Film so müde vor sich hin - und verdreht die historischen Fakten bzw. erfindet sie neu! Wie vor mir schon einige Rezensenten zurecht bemerkt haben, stellt sich doch die Frage, wie man einen historischen Stoff so gänzlich ohne Not faktisch verändern muss??? Dass Marians Frau z.B. eben nicht im KZ sterben musste, sondern erst 4 Jahre nach Ende des Krieges, hätte dem Film doch nie und nimmer geschadet!

Egal, schön, dass die Geschmäcker so verschieden sind (und Bleibtreu tatsächlich einen Preis für seine Darstellung erhalten hat...!).

Der nächste Roehler wird bestimmt wieder ein cineastischer Kracher! Zeigs uns!
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Kein Film über den echten Film "Jud Süss"!
Man kann den Film mögen oder nicht, aber er basiert weder auf den echten Tatsachen des Hauptdarstellers Ferdinand Marian, noch auf denen des echten Films "Jud Süss" von... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ralf Siebert veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Interessanter Film mit schwierigem Thema
Eigentlich ein ganz guter Film, aber er hat ein sehr schwieriges Thema. Da der Film im Sonderangebot war, habe ich ihn mir zugelegt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ötti veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Gegenpropaganda
Ich könnte es mir leicht machen und mich einfach der Kritik Jens Beierschmitts anschließen, denn mein Fazit ist dasselbe:
Moretti brillant, Bleibtreu... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Noname veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Bleibtreu im richtigen Film, jedoch im falschen Schnitt !
Ganz starkes Kino wird die ersten 75 Minuten präsentiert, das ab dem Treffen Morretis auf Landgrebe dann zur typisch deutschen TV-Räuberpistole verkommt. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von W. Walz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eindringlich, intensiv und nah an der Sache.
Ich hatte den Film damals bereits im Kino gesehen und war beeindruckt.
Die schauspielerische Leistung ist hervorragend - übrigens nicht nur von Moretti, sondern auch von... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Decletian veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Moritz Bleibtreu stark :)
Der Film ist eher eigen in der Handlung. Moritz Bleibtreu ist wie immer HAMMERSTARK, einfach ein genialer Schauspieler mit viel Aussagekraft! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von S. Piron-Wenger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jud Süß - Film ohne Gewissen: großartige...
Dass die Journaille mit Beißreflekt alles bedacht, was der momentane Zeitgeist verdammt und lobpreist, was der momentane Zeitgeist hochjubelt, dürfte klar sein. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von E. Ettinger veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Etikettenschwindel
Dieser Film erweckt den Eindruck, auf historischen Tatsachen zu basieren. Das tut er auch. Aber mehr nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Amazonas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine Politische Elite "Unplugged"!
Ein Sehr guter Film und Meisterlich gemacht mir war das Ende aber etwas zu Schnell was vielleicht aber garnicht so falsch ist. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Epos veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gute Ausgabe eines zwiespältigen Filmes
Der vorliegende Film schildert die letzten Jahre im Leben des Schauspielers Ferdinand Marian (Tobias Moretti), die wesentlich von seiner Mitwirkung im antisemitischen Hetzfilm "Jud... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Tonio Gas veröffentlicht
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