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Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman
 
 
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Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman [Gebundene Ausgabe]

Robert Menasse
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nathan ist einer, den die Fernsehwerbung um eine adäquate Glücksvorstellung betrogen hat. Als er jung war, war das TV-Glück das Glück der Greise. „In der Werbung gab es nur Alte“, heißt es in Robert Menasses Roman Don Juan de la Mancha. „Alle möglichen Formen des Glücks wurden von graumelierten oder weißhaarigen Männern in der Reife ihrer Jahre beglaubigt. Wie weit entfernt mir als Kind damals das Glück erscheinen musste! Mir fehlten sehr viele Jahre, um Zutritt zum Glück zu bekommen. Als ich endlich vorrückte zur Möglichkeit, Teilhaber des Glücks zu sein, waren die Glücklichen, die das Glücklichsein in der Werbung ausstellten, dreißig Jahre jünger.“

In diesem Glücksloch muss Nathan, inzwischen erwachsen und Redakteur im Ressort „Leben“ einer Zeitung, sich selber umtun. Er sucht nach Möglichkeiten der Zufriedenheit und Harmonie -- und glaubt, sie bei den Frauen finden zu können. Bei der verheirateten Christa zum Beispiel, mit der ihn nach dem oralen Akt auf der Restauranttoilette später am Essenstisch nicht die sexuelle Befriedigung verbindet, sondern das Vergnügen, im Unterschied zu den anderen Gästen „zu wissen, dass wir es getan haben“. Oder bei Hannah, seiner Therapeutin, die ihn bittet, sein Lust-Verlangen in die Form einer Reportage zu kleiden. Oder aber bei seiner eigenen Ehefrau, der er trotz aller Eskapaden bis zum Schluss auf die ihm eigne Art und Weise treu sein wird. Denn Nathan ist der Minneritter von der traurigen Gestalt, ein Don Juan de la Mancha eben, der am Ende erkennen muss, dass zum Glücklichsein immer auch ein bisschen Unglück gehört...

In diesem Sinn ist Don Juan de la Mancha ein kluger, beinahe schon altersweiser, zum Aphorismus neigender Bildungsroman über einen sympathisch ungelenken, anachronistischen Verführer in einer Gesellschaft, die „nicht einmal einen Liter Mineralwasser verkaufen kann, ohne diese Ware erotisch zu besetzen“. Den Leser jedenfalls erwartet eine beglückende Lektüre, für die man gar nicht genug Werbung machen kann. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

»Entspannt und offenkundig selbst amüsiert, verfolgt Menasse den Weg seines Protagonisten. ... Eine ganz eigene, zeitgenössische Gewitztheit gewinnt die Oberhand, die zusammen mit einem unterschwelligen Zynismus und einem prägnanten Sinn für Pointen ein abwechslungsreiches, zügiges und immer zielsicheres Erzählen ergibt.« (Die Zeit )

»Robert Menasse gelingt Seltenes: Mit leichter Hand und ganz ungeschwätzig wirft er ein stimmiges Generationenporträt aufs Papier. Wer selber zu ihr zählt, hat beträchtliche Wiedererkennensfreude an atmosphärischen Details, die Jüngeren dürfen dem Porträtisten getrost vertrauen.« (Die literarische Welt )

»Robert Menasses neuer Roman löst ein, was der Titel verspricht.Don Juan de la Mancha ist eine Mischung aus Liebesemphase und Lächerlichkeit, aus Lebensdrama und Slapstick, aus den Tragödien der Lust und den Komödien des Leidens an ihr.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Ein Sprachkunstwerk ersten Ranges ... in hintergründiger Leichtigkeit gelingt Robert Menasse eine gegenwärtige Education sentimentale ... grandios.« (Der Standard, Wien  )

»Brillianter Schelmenroman« (Die Presse )

»Im Flaubert'schen Stil entwirft Menasse den Entwicklungs- und Liebesroman des 20. Jahrhunderts«  (News )

»Unterhaltsamer und pointierter denn je zeichnet Robert Menasse das Portrait seiner Generation [...]. Der Erlösung kommt sein Held nicht näher, aber wir sehen uns am Ende dieses ungewöhnlichen Bildungsromans nicht nur aufgeklärt in einer abgeklärten Welt, sondern auch merkwürdig getröstet, verführt von seltsam zärtlicher Ironie.«

(VON Magazin, Österreich )

Kurzbeschreibung

"Man kann nur mit der ersten Frau oder mit der letzten glücklich werden", sagt der Vater und faßt so das Dilemma des Verführers zusammen. Auch Nathan, der nie ganz aus seines Vaters Schatten getretene Sohn, ist ein Verführer. Schnell sind wir ihm verfallen, dem melancholischen, tragikomischen Wiederholungstäter im ritterlichen Kampf um die Rettung der Liebe. Und schnell sympathisieren wir mit den unverwechselbaren Frauen, die seinen Weg kreuzen. Nathans Vater suchte sein Glück bei den Frauen, Nathans Mutter fand ihr Unglück bei den Männern. Nathan bricht auf in die Welt, um alles ganz anders zu machen. Was macht er ganz anders? Nichts. Nur die Bedingungen haben sich geändert, die Ansprüche. Nathan, bei seiner Zeitung zuständiger Redakteur für das Ressort „Leben“, verkörpert die Generation der Nach-68er. Unter dem Diktat der Emmas und Bettys darf er seine Männlichkeit zwar ausleben, aber nicht mehr genießen.

Über den Autor

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". Menasse lehrte anschließend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

 

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