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Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman
 
 
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Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman [Gebundene Ausgabe]

Robert Menasse
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 274 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 5 (13. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518419102
  • ISBN-13: 978-3518419106
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 342.019 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Menasse
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nathan ist einer, den die Fernsehwerbung um eine adäquate Glücksvorstellung betrogen hat. Als er jung war, war das TV-Glück das Glück der Greise. „In der Werbung gab es nur Alte“, heißt es in Robert Menasses Roman Don Juan de la Mancha. „Alle möglichen Formen des Glücks wurden von graumelierten oder weißhaarigen Männern in der Reife ihrer Jahre beglaubigt. Wie weit entfernt mir als Kind damals das Glück erscheinen musste! Mir fehlten sehr viele Jahre, um Zutritt zum Glück zu bekommen. Als ich endlich vorrückte zur Möglichkeit, Teilhaber des Glücks zu sein, waren die Glücklichen, die das Glücklichsein in der Werbung ausstellten, dreißig Jahre jünger.“

In diesem Glücksloch muss Nathan, inzwischen erwachsen und Redakteur im Ressort „Leben“ einer Zeitung, sich selber umtun. Er sucht nach Möglichkeiten der Zufriedenheit und Harmonie -- und glaubt, sie bei den Frauen finden zu können. Bei der verheirateten Christa zum Beispiel, mit der ihn nach dem oralen Akt auf der Restauranttoilette später am Essenstisch nicht die sexuelle Befriedigung verbindet, sondern das Vergnügen, im Unterschied zu den anderen Gästen „zu wissen, dass wir es getan haben“. Oder bei Hannah, seiner Therapeutin, die ihn bittet, sein Lust-Verlangen in die Form einer Reportage zu kleiden. Oder aber bei seiner eigenen Ehefrau, der er trotz aller Eskapaden bis zum Schluss auf die ihm eigne Art und Weise treu sein wird. Denn Nathan ist der Minneritter von der traurigen Gestalt, ein Don Juan de la Mancha eben, der am Ende erkennen muss, dass zum Glücklichsein immer auch ein bisschen Unglück gehört...

In diesem Sinn ist Don Juan de la Mancha ein kluger, beinahe schon altersweiser, zum Aphorismus neigender Bildungsroman über einen sympathisch ungelenken, anachronistischen Verführer in einer Gesellschaft, die „nicht einmal einen Liter Mineralwasser verkaufen kann, ohne diese Ware erotisch zu besetzen“. Den Leser jedenfalls erwartet eine beglückende Lektüre, für die man gar nicht genug Werbung machen kann. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

»Entspannt und offenkundig selbst amüsiert, verfolgt Menasse den Weg seines Protagonisten. ... Eine ganz eigene, zeitgenössische Gewitztheit gewinnt die Oberhand, die zusammen mit einem unterschwelligen Zynismus und einem prägnanten Sinn für Pointen ein abwechslungsreiches, zügiges und immer zielsicheres Erzählen ergibt.« (Die Zeit )

»Robert Menasse gelingt Seltenes: Mit leichter Hand und ganz ungeschwätzig wirft er ein stimmiges Generationenporträt aufs Papier. Wer selber zu ihr zählt, hat beträchtliche Wiedererkennensfreude an atmosphärischen Details, die Jüngeren dürfen dem Porträtisten getrost vertrauen.« (Die literarische Welt )

»Robert Menasses neuer Roman löst ein, was der Titel verspricht.Don Juan de la Mancha ist eine Mischung aus Liebesemphase und Lächerlichkeit, aus Lebensdrama und Slapstick, aus den Tragödien der Lust und den Komödien des Leidens an ihr.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Ein Sprachkunstwerk ersten Ranges ... in hintergründiger Leichtigkeit gelingt Robert Menasse eine gegenwärtige Education sentimentale ... grandios.« (Der Standard, Wien  )

»Brillianter Schelmenroman« (Die Presse )

»Im Flaubert'schen Stil entwirft Menasse den Entwicklungs- und Liebesroman des 20. Jahrhunderts«  (News )

»Unterhaltsamer und pointierter denn je zeichnet Robert Menasse das Portrait seiner Generation [...]. Der Erlösung kommt sein Held nicht näher, aber wir sehen uns am Ende dieses ungewöhnlichen Bildungsromans nicht nur aufgeklärt in einer abgeklärten Welt, sondern auch merkwürdig getröstet, verführt von seltsam zärtlicher Ironie.«

(VON Magazin, Österreich )


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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Liebesritter von trauriger Gestalt, 7. Oktober 2007
Von 
Thomas Reuter (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zwei Figuren der Weltliteratur zitiert und verschweißt Robert Menasse in seinem neuesten Roman: Don Juan, den ewigen Verführer, und Don Quichotte de la Mancha, den Ritter von der traurigen Gestalt. Dies ist eine treffliche Symbiose für Nathan, dem Ich-Erzähler des 280-seitigen Romans, bei dem es sich um eine Art Erziehungs- und Bildungsroman anhand der Erfahrungsgeschichte der Liebe handelt, die Nathan einfach nicht gelingen will und die zu nichts führt. ,Die Erziehung der Lust' heißt folglich auch der Untertitel des Romans.
Nathan verliert die Lust an der Lust, verliert die Lust am Sex. Und dies in einer Gesellschaft, "die nicht einmal einen Liter Mineralwasser verkaufen kann, ohne diese Ware erotisch zu besetzen". Aber dies ist nicht das eigentliche Problem Nathans. Sein Problem ist vielmehr, "dass man zwar die Lust verlieren, aber sie nicht vergessen kann. Lust ist überhaupt das einzige, das man nicht vergessen kann".
Und daher beschreibt er in mittlerweile fortgeschrittenem Alter seine Versuche und Fehlgänge, seine unendliche Qual mit der Lust seiner Therapeutin Hannah.
Es ist eine überaus amüsante, tiefgründige und wunderbar geschriebene education sentimental über die Liebe in Zeiten ihrer Belanglosigkeit und Beziehungslosigkeit. Deutlich kommt auch das Zeitkolorit aus den 60er, 70er und 80er Jahren zum Tragen, in denen Mann und Frau endgültig die hergebrachten Rollen zerfallen, ohne die man jedoch freilich nicht auskommen kann, zumal in der Liebe nicht. Schließlich mündet diese Odysee der Liebe folgerichtig in einer Situation, in der der Ich-Erzähler selber einmal die Frau geben darf.
Es ist ein Buch über die Irrungen und Wirrungen der männlichen Liebe. Von der Altherrenliteratur eines Updike oder Roth, die als Vorbilder auch im Buch selber genannt werden, unterscheidet es sich jedoch durch seinen Witz und seine ironische Erzählhaltung.

Thomas Reuter

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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach der verlorenen Lust..., 21. August 2007
Von 
Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Don Juan de La Mancha Oder die Erziehung der Lust.
Ein interessantes Thema mit einem Feuerwerk an Eröffnungssätzen (eigentlich wären die ersten Sätze allein schon 5 Sterne wert...).
Robert Menasse lässt Nathan seine Lebensgeschichte (in Therapiesitzungen mit Hannah) erzählen, parallel dazu lebt Nathan seine Liebesunfähigkeit in erste Linie mit der Geliebten aus (oder doch die Unfähigkeit zur Lust, unter der Voraussetzung der Unmöglichkeit der Liebe?). Ob der Name Nathan zufällig gewählt ist oder auf den Namensvetter aus zahlreichen Romanen Philip Roths (auf dessen Roman "Jedermann", wie auch auf John Updikes "Landleben" und Martin Walsers "Angstblüte" in diesem Buch hingewiesen wird- außerdem wird viel auf Peter Handke verwiesen) anspielen soll, lasse ich dahingestellt. Robert Menasses Nathan ist jedenfalls kein Schriftsteller, doch schreibt er für eine Zeitschrift. Weitere Parallelen sind auch vorhanden. Dieses Buch liest sich sehr gut, man findet viele grandiose Seiten. Erzählstränge wie die unglücklichen Liebesanbahnungen verscheidener Männer in Richtung Nathans Mutter sind sehr geglückt. Die politischen Jugendaktivitäten sind dann fast etwas künstlich aufgebauscht und eigentlich fast unnötig. Das Zusammentreffen mit seiner zukünftigen Frau dafür wieder sehr gelungen. Berührt hat mich das Buch jedoch komischerweise nie, obwohl ich es an einem Abend gelesen habe und es mich scheinbar auch in den Bann gezogen hat.
Menasses Prosa ist scharf, pointiert und nie billig, was bei einem so hochkarätigen Schriftsteller, und der ist Robert Menasse, Voraussetzung ist, wirkt jedoch hie und da wie (perfektes) Handwerk.
Fazit: sehr gute Lektüre, jedoch nicht zur Gänze überzeugend. Die Trilogie der Entgeisterung (Sinnliche Gewissheit, Selige Zeiten - Brüchige Welt und Schubumkehr) bleibt in meinem Robert Menasse Rating vorne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herrlich amüsant, intelligent und absolut lesenswert..., 20. November 2007
Von 
Marina C. Watteck (St. Poelten, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust: Roman (Gebundene Ausgabe)
So leichtfüßig, wortspielerisch, verführerisch und einfallsreich wie noch nie, präsentiert sich hier der neue Roman von Robert Menasse. Literatur wie ich sie liebe. Meiner Meinung nach wird der Roman fälschlicherweise als Bildungs- und Entwicklungsroman gedeutet, ich denke es ist viel eher ein Schelmenroman. Der Ich-Erzähler ist - selbstredend wie jeder von uns - auf der Suche nach der perfekten Liebe und wird - wieder selbstredend - ein ums andere Mal enttäuscht. Dazwischen allerdings spielt sich Wunderbares ab. Vor meinem geistigen Auge sind die 70er und 80er Jahre wieder leibhaftig auferstanden. Immer wieder habe ich mich dabei erwischt, dass ich laut aufgelacht habe. Der Roman hat mich dermaßen gefesselt, dass ich ihn sogar mit in die Badewanne genommen habe - ein größeres Kompliment kann ich nicht machen!
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