...aber nicht im staate dänemark. nein keine angst, ich erspare mir
weitere hamlet zitate. aber ein anderer vergleich könnte vielleicht besser passen.
in meinem edel thai-restaurant, bediente einige zeit, sehr kompetent und freundlich,
eine deutsche bedienung. natürlich auch im traditionellen thai look in seide gehüllt. das essen hat mir geschmeckt aber meine illusion vom fernöstlichen ambiente war dahin. so in etwa, nur umgekehrt, verhält es sich mit arnel pineda.
alles prima, nur das ganze ergibt keine einheit. oft denkt man, da spielt journey
mit einem fan der auf die bühne gesprungen ist und einen song singen darf.
klar, arnel ist emsig dabei und man merkt ihm an, WIE STOLZ er ist, bei seinen helden gelandet zu sein. er wirkt oft richtig 'putzig' und leicht überdreht, so wie jemand der auf einer grossen karaoke partie den rocksänger mimen würde.
sicher alles (gesanglich) auf hohem noveau aber nicht das, was man von einer solchen
AOR-institution erwartet. auf platte mag das einigermassen funktionieren und hat es ja auch, LIVE hingegen würde ich hier nicht mehr als 3 sterne vergeben.
warum also zücke ich 4??? ganz einfach, weil die 4 alten hasen grandios spielen, einige songs in tollen längeren versionen dargeboten werden und man die mühe und
liebe von arnel honorieren sollte. vor allem aber, weil drummer deen castronovo
der eigentliche star ist. die drei songs, die er singt, keep on running, open arms und mother, father, sind so unglaublich gut und authentisch, dass ich mich frage, warum nicht er der neue sänger von journey geworden ist.
bei genesis hat das doch auch geklappt.
was bleibt, ist ein wehmütiger gedanke an tage, wo steve perry oder auch steve augerie da mikro hatten.