Im Fantasybereich war Herrmann nicht unerfahren: er hatte auf diesem Gebiet mit Werken wie „The Seventh Voyage of Sindbad" bereits großartige Arbeit geleistet.
Dem Film entsprechend wollte Herrmann die Stimmung der inneren Erde musikalisch hervorrufen. Er ließ die Streicher aus und reduzierte das Orchester auf Holz- und Blechbläser, Perkussion und einige Harfen. Zudem wählte er fünf Orgeln (darunter vier elektronische) und ein obskures mittelalterliches Blasinstrument, mit dem man ein merkwürdiges Wimmern erzeugen kann.
Mit dieser etwas ausgefallenen Besetzung versuchte Herrmann in die tiefsten Regionen des Orchesters vorzustoßen, um so den Abstieg in die Erde zu verdeutlichen. Die üppige Prelude zum Beispiel beginnt (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Pauken und Trompeten, aber die Instrumente spielen bald immer tiefer und tiefer bis sie schießlich ihre untersten Töne erreichen. Oftmals bildet der Komponist eine brodelnde Klangkulisse, die eine fremdartige, unheilschwangere Atmosphäre schafft ; vor allem in Track 18 und 19.
Neben den düsteren Momenten gibt es aber auch zahlreiche Stellen, die mystisch anmuten: mit minimalistischen Mitteln wie Harfenklängen, Vibraphon- und Orgelakkorden kreiert Herrmann fantastische Suspensestücke, wie man sie heutzutage (trotz all den elekronischen Kinkerlitzchen) selten findet. Übrigens hört man deutlich (in Track 7: Sunrise) Herrmanns Einfluss auf Danny Elfman, der ja ein großer Fan von ihm ist.
Auf der CD befinden sich außerdem einige Songs von James Van Heusen, die jedoch nicht alle im Film vorkamen und wahrscheinlich aus nostalgischen Gründen auf die CD kamen. Obwohl sie zum unbeschwehrten Charakter des Films passen, wirken sie manchmal doch arg fehl am Platz (Track 14).
Ansonsten gibt es an der rund einstündigen CD mit informativem Booklet nichts auszusetzen. Wie jeder andere Bernard-Herrmann-Soundtrack ist auch diese kreative Fantasymusik wärmstens zu empfehlen, sollte sie auch manchem Filmmusik-Neuling anfangs etwas angestaubt klingen.